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Teppich-Lexikon

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Zil-i-Sultan, Sel-e-Sultan

Zil-i-Sultan, Sel-e-Sultan

Orientteppichmusterdetail

Ein Muster namens Zil-i-Sultan wird erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts geknüpft. Es zeigt zentral eine Vase mit einem voluminösen Blütenbouquet, das von zwei symmetrisch sich aufrecht gegenüber sitzenden Vögeln flankiert wird. Immer ohne Medaillon Allover gemustert, wird es von einer meist relativ bescheidenen Bordüre eingerahmt.

Dieses nicht sehr häufige aber sehr prägnante Dessin (Musterung, Zeichnung) kommt hauptsächlich in den Provenienzen (Ursprung, Herkunft) Abadeh, Sarough, Ghiassabad, Ferahan, Ghoum, Bachtiar und Tafresch (selten) vor.

Die Bezeichnung Zil-i-Sultan lässt sich am besten frei übersetzen mit „Schatten des Sultans“. Dies war ein volkstümlicher Ausdruck für den Großwesir, also den Kanzler des Herrschers.

Über die Entstehung des Dessins (Musterung, Zeichnung) gibt es zwei Versionen. Einerseits soll es auf den Gouverneur der westpersischen Provinz Feraghan zurückgehen, andererseits wird es einem Kadjaren-Adligen zugeschrieben, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts Statthalter in Isfahan war. Es könnte durchaus sein, dass beide Personen identisch sind

(Abb.: Isfahan)