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Teppich-Lexikon

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Jaipur

Jaipur

Stadt und Orientteppichprovenienz in Nord-Indien

Jaipur (gespr. Djaipur) ist die Hauptstadt des nordindischen Bundesstaates Radjastan und ein ehemals bedeutendes Knüpfzentrum. Nach ihren eindrucksvollen Palästen trägt die 1727 von dem König und Astrologen Sawai Jai Singh II. erbaute „Stadt des Jai“ - so die wörtliche Übersetzung - auch das Attribut „die Rosafarbene".

In dieser Stadt werden nachweislich seit dem 17. Jahrhundert Orientteppiche geknüpft. Überliefert ist, dass die damaligen Radjputenherrscher die seinerzeit in Persien regierenden Safawiden (1501-1722) um die Gestellung von Teppichknüpfern baten. Diese persischen Kunsthandwerker, die auch für die Mogulkaiser arbeiteten, sind die Keimzelle der indischen Teppichknüpfkunst.

Im Stadtmuseum von Jaipur befindet sich eine bedeutende Orientteppich-Sammlung, mit Stücken die zum Teil noch aus dem 17. Jahrhundert stammen und früher im Palast des Maharadjas der Radjputen lagen. Es handelt sich meist um so genannte indo-persische Knüpfungen. Weitere Exemplare aus dem 17.Jahrhundert, ebenfalls aus Palastbeständen, sind von hoher kunsthistorischer Bedeutung. Sie befinden sich in europäischen Museen.

Die Produktion des 20. Jahrhunderts mit ihren persisch geprägten Floraldessins (Musterung, Zeichnung) und kaukasischen Musterimitationen ist derzeit jedoch eher unbedeutend.
(Abb.: Jaipur)