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Teppich-Lexikon

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Shah-Abassi, Schah-Abbas-Blüten

Shah-Abassi, Schah-Abbas-Blüten

Orientteppichmusterdetail

Schah-Abbas-Blüten gehören zur Mustergruppe der Palmetten. Die wie in einem Querschnitt erscheinenden Blüten werden nach dem Safawiden König Schah Abbas I (1587-1628) benannt. Mit Schah Abbas begann die Hochzeit der Teppichkunst. Er errichtete die ersten (hofeigenen) Manufakturen in Isfahan. Das ehemals nomadische Kunsthandwerk wurde verfeinert. Auf großen Knüpfstühlen konnten große Teppiche für den Palast entstehen, mit einer wesentlich größeren Feinheit von bis zu 1 Mio. Knoten pro qm. Er beschäftigte nicht nur Teppichknüpfer, sondern bildete auch Mustergestalter aus, nach deren Entwürfen geknüpft wurde.

Shah-Abbas-Blüten sind in den Teppichinnenflächen – mit und ohne Medaillon - sowie in den Bordüren zu finden. Meist in Kombination mit anderen Palmetten. Am häufigsten erscheint dieses Musterdetail in Teppichen aus Täbriz, seltener im Kashan, Isfahan, Nain und anderen Provenienzen.

(Abb.: Täbriz)

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