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Teppich-Lexikon

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Seistan

Seistan

dem Belutsch verwandte Teppichprovenienz aus Südost-Persien

Obwohl aus dem Südosten Persiens, aus der weiteren Umgebung von Sabol und dem abflusslosen Delta des Helmandflusses stammend, werden die Seistans allgemein den Belutsch-Knüpfungen zugeschlagen. Sie sind mit dem Persischen Knoten geknüpft und haben nur einen Schuss. Die in manchen Seistans auftretenden, für Belutschteppiche untypischen, vierersymmetrischen Medaillonmuster, gehen auf die Einflussnahme eines örtlichen Händlers zurück, der den Knüpfern in den dreissiger Jahren des 20. Jhd. einige westpersische Teppiche als Mustervorlagen zur Verfügung stellte. Das heutige Knüpfaufkommen ist gering. Seistanmuster und -farben werden seit einigen Jahren auch im nördlichen West-Afghanistan geknüpft.

Im Gegensatz zu den anderen Belutschen, die überwiegend in den Hauptfarben Dunkelblau und Dunkelrot gehalten sind, erscheinen die Seistans in etwas lichteren Farben. Besonders die oft vasenähnlichen Primarornamente haben vielfach einen provenienztypischen, braunorangestichigen Ton. Wie bei Belutschen üblich, sind Kett- und Schussgarne aus Schafwolle. Auffällig ist das lang-schmale Maßverhältnis, meist ca. 1,00 m x 2,00 m, also doppelt so lang wie breit und damit deutlich schmaler als gewöhnliche Belutschen. Stücke weit unter ca. 2,00 qm sind ausgesprochen selten.

(Abb.: Seistan-Beloutsch)