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Teppich-Lexikon

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Orient-Teppiche
Entstehung eines Orient-Teppichs


Das Teppich-Knüpfen zählt zu den ältesten Kunsthandwerken. Der berühmte „Pazyryk“-Teppich – von russischen Archäologen im Pazyryk-Tal des Altai- Gebirges (Südsibirien) ausgegraben – wurde nachweislich schon im 4. oder 5. Jh. v. Chr. geknüpft.
Die große Geschichte des Orient-Teppichs beginnt aber erst im 16./17. Jahrhundert. Unter der Herrschaft der berühmten persischen Safawiden-Dynastie wurde der Orient-Teppich zu seiner höchsten Blüte entwickelt.
Alle Orient-Teppiche wurden damals wie heute ausschließlich von Hand geknüpft. Jedes Stück ist ein Einzelstück, ein individuell geknüpftes, mit allen Merkmalen der echten Handarbeit. Über Generationen hinweg sind das Handwerkszeug und die Arbeitsweise gleich geblieben.
Übrigens: Mit der Maschine ist es nicht möglich einen Knoten zu knüpfen. Geknüpft werden kann nur mit der Hand. Mit der Maschine entstehen Schlaufen.

Die großen Teppich-Manufakturen arbeiten mit vertikalen Knüpfstühlen. Die Heimarbeiter, vorwiegend aus der ländlichen Bevölkerung, und die Nomaden, die mit ihren Schafherden von Weideplatz zu Weideplatz ziehen, bedienen sich eines einfachen, horizontalen Knüpfstuhls, der z.B. für den Transport leicht zerlegt und schnell wieder aufgebaut werden kann.

Je nach Größe, Material, Garnstärke und damit verbundene Knüpfdichte dauert das Knüpfen eines Teppichs Wochen, Monate oder sogar Jahre.

Für die Knüpfgarn-Herstellung wird das Wollvlies sorgfältig sortiert und mit der Karde – einer Spezialbürste mit Eisenhäkchen – vom groben Schmutz befreit. Anschließend wird die Wolle mit der Maschine oder von Hand zum Garn gesponnen und im Strang gewaschen und eingefärbt. Die Kunst des Färbens liegt in der richtigen Mischung des Farbbades und dem Wissen, wie lange der Wollstrang in welchem Farbbad bleiben muss. Die einzelnen Wollpartien einer Farbe können geringfügig voneinander abweichen. Beim Knüpfen treten dann die, für eine Handarbeit, typischen „Farbwolken“ (Abrasch) auf.

Zum Knüpfen eines Teppichs werden beim „Aufbäumen“ des Knüpfstuhls als erstes die Kettfäden gleichmäßig aufgespannt. Wichtig für die Qualität ist die richtige Spannung der Kette. Quer zur eingespannten Kette werden dann einige Reihen Schussfäden eingewebt. Das dadurch entstandene sogenannte Vorweben (auch Kelimkante genannt) sorgt für Stabilität.
Jetzt wird Reihe für Reihe der Flor um die Kette geknotet. Dabei verläuft jeder Knoten über ein Paar Kettfäden. Eingesetzt wird der symmetrische, asymmetrische oder tibetische Knoten. Da jeder Knoten gezielt eingetragen wird, ist eine individuelle Farb- und Mustergestaltung möglich. Geknüpft wird aus dem Gedächtnis oder nach Vorlagen, den so genannten Wagirehs, Musterpatronen oder Talims.
Da die Knüpfknoten immer nach unten angezogen werden, entsteht eine Florneigung, der Strich. Er neigt sich immer zum Knüpfanfang des Teppichs. Nach jeder fertig gestellten Knotenreihe trägt der Knüpfer dann eine oder mehrere Schussfäden ein. Anschließend schlägt er das geknüpfte Teilstück mit einem schweren kammartigen Werkzeug an. Wichtig ist das immer gleich kräftige Anschlagen, um einen gleichmäßig geknüpften Teppich zu erhalten. Wird ein Bereich weniger stark angeschlagen, zum Beispiel um Zeit zu sparen, wird der Teppich lockerer und die Musterung verliert ihre Proportionen.
Ist der Teppich fertig geknüpft, wird er vom Knüpfstuhl abgenommen und die überstehenden Kettfäden eng an der Kelimkante verknotet.

Vom Knüpfen kommt der Teppich zum Scheren. Der Teppichflor wird gleichmäßig auf die vorgesehene Höhe gebracht. Für diese Arbeit werden eigens hierfür hergestellte Messer bzw. „Schwerter“ benutzt. Das Scheren erfordert viel Übung und Kraft.
Anschließend wird der Teppich gewaschen. Die hochwertigen Handknüpfungen erfahren dabei eine zusätzliche Veredelung. Der feine dichte Flor erhält seinen samtigen Griff und den seidigen Velourlüster. Unter Spannung werden die Teppiche von der Rückseite an der Luft und in der Sonne getrocknet.

Erst danach kommen die feinen Abschlussarbeiten:
-Die Kanten werden mit passendem Garn von Hand umstochen.
-Der Flor wird gekämmt.
-Mit einer Spezialnadel wird Florreihe für Florreihe sortiert um ein klares, sauberes Musterbild zu erhalten.
-Den letzten Schliff gibt dann noch einmal der Schermeister. Selbst die kleinsten Florunregelmäßigkeiten werden mit einer Spezialschere beseitigt und der Faserflaum abgebürstet.
- Die Fransen werden auf die richtige Länge gekürzt oder vernäht.

Der handgeknüpfte Teppich ist fertig.

(Abb.: Bidjar)
 
 
 

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