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Hamadan Hamadan
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Hamadan

Stück-Nr.: 1374054-050
ca. 100 x 282 cm, Einzelstück
499  

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Kibek-Echt-Orient
Unikat / Einzelstück
Stück-Nr.: 1374054
Herkunft: Persien (Iran)
Verarbeitung: handgeknüpft
Größe: ca. 100 x 282 cm
Höhe: ca. 8 mm
Farbe:
rot - beige
Knoten pro m²: ca. 70.000 (Knüpfdichte)
Flor: 100% Schurwolle
Grundgewebe:
Kette und Schuss aus Wolle
Muster: Mahi, Medaillon

Die Gegend um Hamedan ist die produktivste
Teppichknüpfregion Persiens und sehr vielseitig in der Musterung.
Lesen Sie hier mehr über Hamedan-Teppiche

Teppich-Lexikon
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Hamadan, Hamedan

Hamadan, Hamedan

Nordwestiranische Teppichprovenienz Hamedan ist eine Stadt im Nordwesten des Iran. Die Gegend um Hamedan ist die produktivste Teppichknüpfregion des Landes und sehr vielseitig in der Musterung. Stadtknüpfungen weisen ein eigenes Dessin auf während in den Dörfern um Hamedan noch die ursprünglichen Dorfteppiche geknüpft werden. Zu den Unterprovenienzen gehören Asadabad, Mehrbaran, Khamseh, Derganzine, Zarand, Saveh, Maslaghan, Tafresh, Bibikibad, Enjelas, Bordjalou, Hosseinabad, Nahavand, Tuiserkan, Azyndariyan, Djozan, Dorojasin, Mousel, Chenar.Darjazin, Tadjabad und Zagheh.Die Dessins sind sehr vielfältig. Meistens sind sie einfach geometrisch oder floral. Verbreitet sind auch Herati gemusterte Innenfelder. In den Bordüren wiederholen sich die Musterdetails zwar in der gleichen Form, nicht aber in den gleichen Farben. Geknüft werden meist Brücken- und Läufergrößen mit dem Türkischen Knoten. Typisch für die Hamedan-Teppiche ist, dass sie einschüssig geknüpft werden: nach jeder Knotenreihe wird ein Schussfaden eingetragen. Normalerweise werden persische Teppiche zwei- oder dreischüssig geknüft. (Abb.: Hamedan)
Medaillon

Medaillon

Primärornament im Teppich Das Medaillon ist eine vielfach in Orientteppichen vorkommende Musterform im Mittelfeld. Die Formen selbst sind überaus verschieden, es gibt zum Beispiel Rauten-, Rosetten und Oval-Medaillons. (Abb.: Kaschmar)

Herati-Muster, Mahi-to-Hos, Fischdesign

verbreitetes Musterelement, auch Herati-Dessin genannt
Das Herati- oder Fisch-Dessin (Musterung, Zeichnung) ist ein typisches Rapportmuster, das sich seit langem und durchgängig großer Beliebtheit erfreut. Das „i“ am Ende ist der Präposition „von“ gleichzusetzen, also „von Herat (stammend)“. Die heute in West-Afghanistan liegenden Stadt Herat wurde 328 v. Chr. als Alexandria Areion von Alexander dem Großen gegründet. Unter Shah Rukh (1405-1447), einem Sohn Tamerlans (Timur Leng), war es kurze Zeit Reichshauptstadt der Timuriden-Dynastie. Bis in die 1920er Jahre wurden in Herat hochwertige Teppiche in persischen Mustern geknüpft – viele nach wie vor mit dem dort beheimateten Dessin. Heute ist die inzwischen zu Afghanistan gehörenden Stadt Herat Hauptumschlagsplatz für die west-afghanischen Herat-Belutsch.
Herati-Muster, Mahi-to-Hos, Fischdesign
Der lokale Ursprung dieses Musters ist sehr gut möglich, denn nach der von Nadir-Shah (1688-1747) befohlenen Umsiedlung großer Bevölkerungsteile vom heutigen West-Afghanistan nach West-Persien, taucht es vermehrt dort auf. Das wohl schon uralte Musterensemble setzt sich aus mehreren, interpretierbaren Einzelteilen zusammen. Dargestellt sind ein auf die Spitze gestellter Rhombus mit einer im Zentrum aufgehängten Blüte - wohl eine Margerite darstellend, möglicherweise aber auch die Erde als Zentrum allen Seins in diesem Quadrat symbolisierend. An den oberen und unteren Spitzen sitzen stilisierte Lotosblüten auf, ein Hinweis auf die Verbindung nach China. Die seitlichen Spitzen laufen aus in Päonien. Diese, auch Bauernrose genannte Blüte, nimmt in China den Platz der Königin der Blumen ein und gelangte über die Seidenstraße nach Westen. Alle vier Seiten des Ensembles werden von halbmondförmigen, lanzettartigen Blättern flankiert, die auch als Fische (Pers. Mahi) gedeutet werden, daher die persische Bezeichnung Mahi-to-hos, zu Deutsch “Fische im Teich“. Die sehr bildliche Benennung geht davon aus, dass das Teppichinnenfeld einem Teich gleichzusetzen ist. Als Begriffsbestimmung klingt diese Auffassung auch in Europa an, wo man die Teppichumrandung als Bordüre bezeichnet, ein Wort aus dem Französischen, das Uferrand bedeuten kann. Der immense Mengen Eier produzierende Fisch war in vielen altorientalischen Naturreligionen ein Symbol für Fruchtbarkeit und fand auf diese Weise Eingang in die von je her religiös geprägte Kunst. Es könnte aber auch ein altiranischer Mythos zu Grunde liegen, nach dem zwei gigantische Wale die Erdscheibe in Rotation halten. Das Herati-/Fisch-Muster/Mahi-to-hos sicher das derzeit verbreitetste Dessin in persischen Teppichen. Man findet es Innenflächen deckend - allover mit oder ohne Medaillon - vorwiegend in den Provenienzen (Ursprung, Herkunft) Ardebil, Bidjar, Birdjend, Ghiassabad, Ferahan, Khoy, Marand, Mood, Sarab-Madjajechi, Sarough, Senneh/Sanandadj und Täbriz. Doch es taucht auch auf in den süd-persischen Teppichen des Fars-Gebietes, im Hamedan-Gebiet, sowie im Kaukasus und ist als Begleitmuster in fast allen Provenienzen iranweit vertreten. Außerdem wird es in Indien und China nachgeknüpft. In türkischen Knüpfungen ist es jedoch kaum vertreten. (Abb.: Bidjar)
 

Pardeh

Teppichgrößenbezeichnung in Persien

Im Gegensatz zum 10/4 (1,70 x 2,40 m) misst der Pardeh normalerweise 2,50 x 1,50 m. In Täbris spricht man bisweilen auch bei der Abmessung 2,00 x 3,00 m von Pardeh. In jedem Fall rechnet der Pardeh nach hiesigem Verständnis zu den übergroßen Brückenformaten ab ca. 4,00 qm.Das Wort Pardeh bedeutet auf Persisch “Vorhang, Gardine“. Da es auch für die Größenbezeichnung von Großbrücken herangezogen wird, mag als Erklärung dienen, dass diese Bezeichnung aus der Zeltkultur der Nomaden übernommen wurde. In den Zelten werden die Funktionsbereiche wie Knüpfen/Arbeiten, Kleinvieh, Küche, Schlafen, Gastraum, etc. mit geknüpften oder gewebten Teppichen dieser Abmessungen abgeteilt.Zum Überblick geben wir hier die im Vorderen Orient gebräuchlichen Maßbezeichnungen wieder. Sie richten sich teilweise am altpersischen Längenmaß, dem “Sar“ aus, der sich in vielen Größenbezeichnungen als Silbe wieder findet:

 

Orientalische Teppichgrößenbezeichnungen mit ca.-MaßenBaby ca. 40 x 60 cm, auch ca. 0,25 qmPoschti (persisch Kissen für den Rücken) ca. 60 x 80 cm, auch ca. 0,50 qmYastik (türkisch Kissen) ca. 50 x 100 cmStrip (Runner) Streifen; kleiner, schmaler LäuferSartcharak (pers.), Pandjerek, Saroquart (pers.) ca. 80 x 130 cmCharak (pers.) ca. 50 x 150 cmCharakbuland (pers.) ca. 80 x 200 cmSaronim, Metreonim (pers.) ca. 110 x 160 cmÇeyrek (türkisch) ca. 90 x 140 cmBarik (persisch schlank) ca. 100 x 200 cmDosar, Ghalitcheh (pers.) ca. 130 x 200 cmÇedjahdeh (türkisch)ca. 120 x 190 cmKenare (persisch)ab ca. 250 x 80 cmPardeh, Kelleyghi (persisch)ca. 150 x 250 cmExote (meist doppelt so lang wie breit)ca. 130/ 150 x 260/ 350 cmHali (türkisch), Ghali (persisch)ca. 200 x 300 cmÜbermaß Teppiche mit mehr als 14 qm(Abb.: Nahavand 155 x 244 cm, Pardeh)
 
 
 
Schuss

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.
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