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Kalika Designer-Teppiche
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Kalika

Stück-Nr.: 900095325-050
ca. 173 x 242 cm, Einzelstück
2.497  

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Designerteppich aus Nepal
Unikat / Einzelstück
Stück-Nr.: 900095325
Herkunft: Nepal
Verarbeitung: handgeknüpft
Größe: ca. 173 x 242 cm
Höhe: ca. 8 mm
Farbe: blau
Knoten pro m²: ca. 100.000 (Knüpfdichte)
Flor: 100% Schurwolle
Grundgewebe: Kette und Schuss aus Baumwolle
Besonderheiten: handgesponnene Wolle, Tibetische Wolle

Ein Nepal Tibeter ist ein Teppich aus der Heimat
des Mount Everest, dem höchsten Berg der Erde.
Lesen Sie hier mehr über Teppiche aus Nepal

Teppich-Lexikon
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Nepal

Nepal

Staat im Himalaya In Nepal wird erst seit 1959, seit der Flucht des Dalai Lama und der ihn begleitenden Tibeter geknüpft. Unter der Leitung des engagierten Züricher Importeurs Jo Iten-Maritz wurden die Heimatlosen ab 1966 angeleitet, Teppiche nach tibetischer Tradition in den herkömmlichen Dessins (Musterung, Zeichnung) zu knüpfen. Als man die Dessins der Teppiche dem aktuellen Käufergeschmack anpasste, stieg das Knüpfaufkommen Nepals fast über Nacht auf seine nicht vorhersehbare Marktbedeutung. Man knüpft nach einer besonderen Technik aus der Heimat Tibet. Beim Knüpfen wird eine Art kontinuierlicher Knüpfknoten schlaufenförmig linear über eine Stange geschlungen, so dass in waagerechter Abfolge eine Schlaufenreihe entsteht. Nachdem die Knüpfstange vollständig mit diesen Schlingen bedeckt ist, werden sie in diesem Bereich von oben aufgeschnitten, so dass der Flor auffächert und ein Velours entsteht. Der Knoten gewinnt dadurch letztendlich die Form eines persischen Knotens. Dieses Schnellverfahren ist jedoch nur möglich, weil die Nepal-Tibeter-Teppiche in weiten Bereichen kaum gemustert und unifarben sind. Zentraler Einkaufspunkt ist die Hauptstadt Katmandu. Hier ist auch der Großteil der Produktionsstätten angesiedelt. (Abb.: Malangwa Tibeter)
Tibetische Wolle, Tibetanische Wolle

Tibetische Wolle, Tibetanische Wolle

Hochlandwolle Tibetische Hochlandwolle stammt aus der Gebirgsregion des Himalaya. Die Schafe, die hier leben müssen aufgrund der extremen Witterungsbedingungen sehr widerstandsfähig sein. Die Wolle ist daher sehr fetthaltig, langstapelig und leicht gekräuselt. Es ist schwierig sie von Hand zu spinnen. Häufig werden zum Färben der Wolle für Tibetteppiche synthethische Farben eingesetzt, was für eine gleichmäßigere Färbung des Garnes und damit für weniger Abrasch sorgt. Die tibetische Wolle gehört zu den kräftigsten Wollsorten, aus denen Teppiche angefertigt werden. Da die Wolle zwar sehr robust, aber nicht sehr glanzreich ist, wird sie gerne mit Neuseelandwolle oder Seide gemischt. (Abb.: Roma Seta Tibeter aus Tibetischer Wolle mit Seide)
Schuss

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.
Kette

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Knüpfdichte, Knotendichte

Qualitätskriterium für Knüpfteppiche
Zu den Kriterien für Qualität, Feinheit und Wert eines Knüpfteppichs gehört die Knüpfdichte. Als Knüpfdichte wird die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter angegeben. Dabei ist es wichtig, geschichtete von ungeschichteten Knüpfungen zu unterscheiden. Der Unterschied zwischen geschichteter und ungeschichteter Ware besteht in der Position der Kettfäden zueinander. Bei einem ungeschichteten Teppich liegen die Kettfäden auf gleicher Ebene nebeneinander. Da jeder Knüpfknoten um zwei Kettfäden geschlungen wird, werden pro Knoten auf der Rückseite des Teppichs zwei nebenander liegende Bögen sichtbar. Zwei Bögen stehen also für einen Knoten. Bei geschichteter Ware wird ein Schussfaden locker eingetragen und ein zweiter Schussfaden fester gezogen. Dadurch liegen die Kettfäden nicht mehr parallel, sondern auf zwei Ebenen, fast vertikal übereinander. Auf der Rückseite des Teppichs ist nur ein Knotenbogen sichtbar. Jeder sichtbare Bogen steht also für einen Knoten. Am deutlichsten sichtbar ist der Unterschied beim Betrachten von feinen Musterdetails auf der Rückseite, wie z. B. schräg laufende Linien: Bei ungeschichteten Teppichen ist in Schussrichtung immer eine gerade Anzahl von Knotenbögen sichtbar, nur bei geschichteter Ware sind ungerade Knotenbögenzahlen möglich. Der häufigste Fehler, der bei der Bestimmung der Knüpfdichte gemacht wird, besteht darin, dass ungeschichtete Teppiche nicht als solche erkannt und jeder Knoten doppelt erfasst wird. Um die Knüpfdichte zu ermitteln, werden in einem Quadrat die Knoten in horizontaler (Kett-) und vertikaler (Schuss-) Richtung gezählt und miteinander multipliziert. Meist wird die Knotenanzahl in einem Inch-Quadrat (Zoll-Quadrat) ermittelt und entsprechend auf den Quadratmeter hochgerechnet:
Ein Inch-Quadrat ist etwa: 2,54 cm x 2,54 cm = 6,45 cm2
Ein Quadratmeter ist: 100 cm x 100 cm = 10.000 cm2 Um den Umrechnungsfaktor von Inch in Quadratmeter zu ermitteln, teilt man die Fläche des Quadratmeters durch die Fläche eines Inch-Quadrats: 10.000 cm2 : 6,45 cm2 = 1.550 Der Umrechnungsfaktor vom Quadratinch zum Quadratmeter beträgt 1550.
 
Zur korrekten Bestimmung, sollte immer an mehreren Stellen des Teppichs gezählt werden, denn als echte Handarbeit gibt es innerhalb eines Stückes leichte Abweichungen.
Beispiel: Ein Kaschmir Seidenteppich 18/18 (geschichtete Knüpfung, siehe Abbildung) hat in einem Inch-Quadrat 18 Knoten in horizontaler und 18 Knoten in vertikaler Richtung. Daraus ergibt sich eine Knüpfdichte von: 18 x 18 x 1550 = 502200 Knoten / m2
 
Die Knüpfdichte kann nur innerhalb einer Provenienz als Qualitätskriterium heran gezogen werden. Denn was für einen Manufakturteppich, wie z.B. einem Nain, als grobe Qualität gilt, ist für einen Nomadenteppich, z.B. einem Gabbeh, sehr fein. Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele:
 
 Provenienz   grob  fein
 Abadeh  150.000  200.000
 Bachtiar  120.000  200.000
 Beloutsch  120.000  180.000
 Bidjar  100.000  360.000
 Ekbatan  200.000  300.000
 Gabbeh  40.000   70.000
 Ghoum  200.000  600.000
 Hamedan  80.000  140.000
 Isfahan  250.000  600.000
 Keshan  150.000  350.000
 Koliay  80.000  170.000
 Moud  180.000  350.000
 Nahavand  80.000  160.000
 Nain  120.000  600.000
 Sarough  180.000  250.000
 Täbriz  180.000  600.000
 
Allgemein kann man sagen, je feiner das Knüpfgarn, desto höher kann die Knüpfdichte werden. Je höher die Knüpfdichte, desto detailreicher und feiner kann ein Teppichmuster dargestellt werden. Die Knüpfdichte ist jedoch nicht das einzige entscheidende Element um die Qualität eines Knüpfteppichs zu bestimmen. Je nach Provenienz werden unterschiedlich dicke Knüpfgarne verwendet. So werden zum Beispiel Nomadenteppiche aus dicker handversponnener Wolle gearbeitet. Obwohl die Knüpfdichte relativ niedrig ist, kann es sich bei Nomadenteppichen um durchaus wertvolle Stücke handeln. Die Knüpfdichte ist also nur ein Kriterium um die Qualität eines Knüpfteppichs zu bestimmen. Es gibt zahlreiche weitere Elemente, die für den Wert eines Teppichs entscheidend sind. Hierzu zählen: - Die schöpferische Gestaltung des Musters und der Farben - Die Wollqualität - Die Qualität der Einfärbung der Wolle - Das Wolleinsatzgewicht - Die Gleichmäßigkeit und Exaktheit der Knüpfung - Die Gleichmäßigkeit und Sauberkeit der Schur - Die Teppichwäsche - Das Säubern des Teppichs von überschüssigem Material, wie Kett- und Schussknoten. - Das Einfassen der Kanten - Das Knoten der Fransen - Die Höhe des Flors (Provenienzabhängig)
 
 
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