Kibek Teppich-Lexikon

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Farsibaff

Verbreiteter Teppichknüpfknoten 

asymmetrischerknoten_1

Es gibt nur zwei Basisknoten, um Orientteppiche zu knüpfen. Der eine wird Gördes-Knoten genannt, der andere ist der Senneh-Knoten, der auch Sennehbaff, Persischer Knoten, Farsibaff oder Asymmetrischer Knoten genannt wird. Warum er den Namen der Stadt Senneh trägt, in der zudem ausschließlich der andere, der Gördes-Knoten Verwendung findet, ist nicht bekannt. Mit Sicherheit wurde er nicht in dieser Stadt “erfunden“, noch ist er auf Persien oder Persisch sprechende Völker beschränkt, sondern - genau wie sein Bruder Gördes - orientweit verbreitet. Einige Völker benutzen zudem beide Knotenarten, manchmal sogar in ein und demselben Teppich.

 

Im Unterschied zum Symmetrischen wird beim Asymmetrischen Knoten nur ein Kettfaden voll von dem Knüpfknoten umschlungen, während der andere Knotenschenkel den Kettfaden vollständig umschließt. Fachlich ganz korrekt kann man hier von einer Asymmetrie, also einem Asymmetrischen Knoten sprechen. Beide Knüpfknoten sind jedoch qualitativ absolut gleichwertig. Immer wieder anzutreffende Hinweise mit dem einen oder anderen Knoten ließe sich enger oder feiner knüpfen, entbehren jeder Grundlage, denn mit beiden kann man grob bis superfein, fest und locker, hoch- und flachflorig knüpfen.

Wenn der Flor in Schussrichtung aufgebogen wird, um von oben in den Grund eines Knüpfteppichs zu schauen, ist erkennbar welcher Knoten verwendet wurde.