Kibek Teppich-Lexikon

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Isfahan

Der edle Klassiker unter den persischen Teppichen

isfahan_isfahan

Isfahan_Cheft

Isfahan_Signatur

Die Stadt Isfahan gehört zu den Perlen der islamischen Welt. Ihre künstlerische Tradition, das historische Stadtbild und die wohl einzigartige Architektur verdankt Isfahan der Safawiden-Dynastie und insbesondere Schah Abbas.

Das Dessin des Isfahan variiert stark. Typisch sind florale Motive. Weit verbreitet sind vierer- oder längssymmetrische Designs mit einem Medaillon in der Mitte, umgeben von Arabesken, Blüten oder Vögeln. Variationen des zentralen Medaillons wiederholen sich meist in den Ecken des Innenfeldes. 

Die Grundfarbe ist meist klassisch Rot, typisch sind auch ein leuchtendes Blau und ein helles Beige. Mit meist mehr als 15 Farbtönen ist der Isfahan ausgesprochen farbenfroh.

Die Feinheit der Isfahan-Knüpfungen wird im Ursprungsland in Cheft angegeben. Cheft sind feine, meist blaue senkrechte Linien an den unteren Querwebkanten. Je enger die Linien, desto feiner die Knüpfung.

Der Isfahan wird als Stadtteppich vorwiegend von den Frauen in Heimarbeit und nach strengen Designvorgaben geknüpft. Nicht selten dauert es ein Jahr und länger bis selbst eine Brücke fertig ist.

Noch heute tragen viele Isfahan Teppiche am unteren Rand einen meist dezent eingeknüpften arabischen Schriftzug. Darauf zu lesen sind der Herstellername, die Herkunftsbezeichnung Isfahan und oftmals auch die Landeskennung, entweder als Wort „Iran“ oder in den Landesfarben der Flagge (grün, weiß, rot). Siehe Abbildung oben rechts.

Abb.: links: Isfahan, Mitte: Cheft, rechts: Signatur