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Kibek Teppich-Lexikon

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Kerman

König der Teppiche, Teppich der Könige 

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Kerman ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Süden des Iran. Die Teppichtradition ist hier sehr alt. Seit der Safavidenzeit unter König Shah-Abbas I (1587-1629) werden die Teppiche auch in gewerbsmäßigen Teppichknüpfereien geknüpft. Seit dieser Zeit lebt die Bevölkerung in Kerman und den ca. 30 umliegenden Dörfern hauptsächlich von der Teppichproduktion. Das bekannteste Dorf in der Umgebung ist Raver. Kaufleute aus Kerman lassen hier Stücke nach Muster im Lohn herstellen, indem sie dem Knüpfer Wolle und Baumwolle zur Verfügung stellen. Aus Raver kommen ganz besonders feine Knüpfungen, auch mit figuralen und reichen Blüten-Kompositionen (Millefleurs). 

Der Kerman Teppich zeichnet sich allgemein durch sein sehr feines Flormaterial aus, verbunden mit einer überaus reichen floralen Musterung. Es gibt Allover-Dessins, aber in der Hauptsache Medaillonmuster , z. T. mit auffallend großen Uni-Flächen (Kafzadeh), die dann als Spiegel-Kermans bezeichnet werden. 

(Abb.: Spiegel-Kerman)