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Kibek Teppich-Lexikon

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Lilian

Westiranische Teppichprovenienz 

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Geographisch betrachtet kann der Lilian noch zu den Hamadan-Teppichen aus dem Nordwesten des Iran gezählt werden. Mit dieser Groß-Provenienz (Ursprung, Herkunft) verbindet die auf jeden Fall die Art der Knüpfung. Im Gegensatz zu den Hamadan-Teppichen sind die Knüpfer der Lilian armenischen Ursprungs, im Iran nennt man sie daher manchmal Armenibaff-Lilian. 

Die Knüpfungen der letzten Jahrzehnte sind überwiegend grob geknüpft. Die meist gute Florwolle, die in ein Baumwollgrundgewebe geknüpft wird, lies dennoch robuste Teppiche entstehen. 

Der Lilian wird größtenteils im Hausfleiß erstellt, die Formate sind folglich auch klein: Es kommen fast nur Brückengrößen bis 4 qm auf den Markt. Läufer sind ebenso selten, wie Teppiche bis 3 x 4 m. 

Das auffälligste Merkmal der Lilian ist das häufig verwendete kreuzartige Blütenmedaillon , das in einer vierersymmetrischen Feldaufteilung von großen Blüten- und Blattranken umgeben ist. Die Farbgebung ist meist kräftig rot mit dunkelblau ausgearbeiteten Details. Ein weiteres Muster in Lilian ist ein großflächiges Herati-Allover-Muster.

(Abb.: Lilian)