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Kibek Teppich-Lexikon

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No-lah

Qualitätsrichtschnur für Nain-Knüpfungen 

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No-lah oder Deutsch Neun-Lah ist eine Qualitätsbezeichnung für mittelfein geknüpfte Nain-Teppiche mit Knüpfdichten zwischen 300.000 und 400.000 Knoten/qm.

Lah bezeichnet die einzelnen Fäden in einem gezwirnten Kettgarn, das immer aus mehreren zusammengedrehten Garnen besteht und deren Ausgangsstärke festgelegt ist. Diese Grundstärke wird beim Handarbeitsprodukt Knüpfteppich normalerweise nicht genormt. In den einzelnen Knüpfregionen tragen die Garnstärken zudem unterschiedliche Bezeichnungen. In Nain nennt man diese einzelnen „Seelen" Lah. Je mehr Lah-Garne nun zusammengedrillt werden, umso dicker wird das Garn, und je dicker das Kettgarn ist, umso gröber wird der dieses Garn umschlingende Teppichknüpfknoten. 

Die Bezeichnung der Knüpfdichte über den Fachausdruck Lah ist nur üblich bei Nain-Dessins (Musterung, Zeichnung), also auch bei Nain-Knüpfungen aus Bardaskan, Kaschmar, Neyschabour, Sabsewar, Tabas, u.a. Letztendlich sagt sie aber nichts Genaues aus über die tatsächliche Knüpfdichte, sondern ist ausschließlich -einen Anhaltspunkt, beziehungsweise eine Grobeinteilung der verschiedenen Qualitätsstufen.

Beginnend mit der gröbsten Nain-Knüpfung, die 12-Lah (davosda-lah) heißt, führt dann weiter zu 9-Lah (no-lah), der Mittelqualität, bis hinauf zu 6-Lah (schisch-lah), 4-Lah (tschahar-lah) und auch der äußerst seltenen 2-Lah-Feinheit (do-lah), dem dünsten Kettgarn. Die letzten drei Lah-Bezeichnungen (6, 4 und 2) stehen für die Spitzenqualitäten der Provenienz (Ursprung, Herkunft) Nain. 

Natürlich kann man die Lahstärken auch Deutsch benennen, also Zwölf-Lah, Neun-Lah, Sechs-Lah, Vier-Lah und Zwei-Lah. Es hat sich jedoch eingebürgert, die Lah-Zahlen original auf Persisch zu belassen. Abweichend liefert die VR China Nain-Dessins, deren Qualitäten in lines ausgelobt werden.

(Abb.: Nain)