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Kibek Teppich-Lexikon

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Senneh

Westpersische Teppichprovenienz

Senneh_PersischerSennehKelim

Ein Provenienzname steht nicht unbedingt für einen Herstellungsort: Viele Bezeichnungen dokumentieren den Ort, an dem die Teppiche das erste Mal auf den Markt kommen, also quasi den Teppichsammelplatz. Dies gilt auch für die Provenienz (Ursprung, Herkunft) Senneh.

Die Stadt Senneh heißt heute Sanandadj und ist Mittelpunkt der westpersischen Provinz Kurdistan. Daher findet man neuerdings auch die Bezeichnung Sanandadj für die dortigen Teppiche. Die Senneh-Teppiche sind den kurdischen Knüpfungen zuzuordnen. 

In dieser Provenienz sind zwei grundverschiedene Knüpf- und Gestaltungstypen zu unterscheiden:

1. Die klassischen Senneh-Teppiche haben nur einen Schuss, so dass sie von der Rückseite leicht zu identifizieren sind. Je feiner sie geknüpft sind, desto flacher wird der Flor geschoren. Von jeher waren und sind diese Senneh-Teppiche hoch angesehene Knüpfungen, was auch von den besonders feinfädigen Kelimarbeiten dieser Provenienz zu sagen ist.

2. Von denselben Knüpfstühlen kommen heute allerdings anders geartete Sanandaj-Knüfungen auf den Markt. Sie sind meist geometrisch gemustert und zeigen oftmals das Herati-Muster im Rapport. Bei solider, hervorragender Qualität sind sie viel massiver und im Gegensatz zu der klassischen Knüpfung sehr hochflorig.

(Abb.: Persischer Senneh Kelim)