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Kibek Teppich-Lexikon

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Täbriz

Nordwestiranische Teppichprovenienz 

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Täbriz liegt 1367 m ü. M. in einer großen Senke, welche im Süden vom erloschenen Vulkan Sahend und im Osten vom Qucheh Dâgh dominiert wird. Im Westen flacht das Gelände zum Resayeh See ab. Der Name wird zurückgeführt auf Tav-riz, was „Urgrund der Flüsse“ bedeutet und sich auf die zahlreichen Quellen am Sahend bezieht.

Täbriz gehört zu den wichtigsten Knüpfregionen des Iran und blickt auf eine alte Tradition zurück. Auf dem Basar werden Teppiche der ganzen Provinz gehandelt.

In Täbriz werden Teppiche der verschiedenen Kategorien hergestellt, bis zu Feinst-Knüpfungen, die zu den besten gehören, die im Iran geknüpft werden. Die Knüpfdichte wird in Täbris grundsätzlich in Raj angegeben. Dabei werden die Knoten in Schuss- und Kettrichtung je Gireh (ca. 7 cm) ermittelt. Ein 50 Raj Täbris hat demnach ca. 510.000 Knoten/m². Ab 70 Raj (ca. 1 Mio. Knoten/m²) wird auf einer Seidenkette gearbeitet. Die feinsten Täbris erreichen 80 Raj. Am beliebtesten ist der 50 Raj Täbris, der auf einem Baumwollgrundgewebe geknüpft wird.

Die Dessins sind sehr vielfältig: z. B. mit klassischen Medaillons oder Allover, mit Garten- oder Jagd-Motiven oder Gebetsteppiche.

(Abb.: Täbriz)