Kibek Teppich-Lexikon

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Weramin

Nordpersische Teppichprovenienz 

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Weramin liegt gut 50 km südöstlich von Irans Hauptstadt Teheran und war zur Zeit der Mongolenherrschaft ein wichtiges Verwaltungszentrum. Die Nähe zur Hauptstadt mit ihrem höheren Lohnniveau hat bewirkt, dass die Weramin-Teppiche fast nicht mehr geknüpft werden. 

Es wird angenommen, dass sich hier das Knüpfhandwerk in etwa zur gleichen Zeit wie in Ghoum etablierte, also zu Beginn des 20 Jahrhunderts und dass die Manufakturen einst von Teheraner Investoren eingerichtet wurden. Auch die Ghoum-ähnlichen Farbkompositionen früher Weramins lassen diesen Schluss zu. Auffällig ist, dass in Weramin überwiegend das durch gemusterte Mina-Chaneh-Dessin (Musterung, Zeichnung) geknüpft wird.

(Abb.: Varamin)