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Beloutsch Beloutsch
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Beloutsch

Stück-Nr.: 1374056-050
ca. 150 x 310 cm, Einzelstück
679  

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67071 LUDWIGSHAFEN-OGGERSHEIM
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Kibek-Echt-Orient
Unikat / Einzelstück
Stück-Nr.: 1374056
Herkunft: Persien (Iran)
Verarbeitung: handgeknüpft
Größe: ca. 150 x 310 cm
Höhe: ca. 7 mm
Farbe: rot - schwarz
Knoten pro m²: ca. 80.000 (Knüpfdichte)
Flor: 100% Schurwolle
Grundgewebe: Kette und Schuss aus Wolle
Muster: Bouchara
Besonderheiten: Nomadenteppich, Abrasch
 
Der Beloutsch ist ein variantenreicher Orientteppich,
der in der Region zwischen dem Iran, Afghanistan
und Pakistan geknüpft wird.
Lesen Sie hier mehr über Beloutsch-Teppiche

Teppich-Lexikon
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Beloutsch

Beloutsch

Teppichprovenienz Der Beloutsch wird in 3 Ländern geknüpft: im Iran, in Afghanistan und in Pakistan. Er wird im Hausfleiß, durch Halbnomaden oder durch Nomaden hergestellt. Seinen Namen hat er vom Stamme der Baluchen, wird aber auch von anderen Stämmen geknüpft.Die Knüpfpraktiken, Muster und Farben richten sich nach den einzelnen Stämmen und sind daher nicht einheitlich. Vorwiegend werden kleine Teppiche bzw. Brücken geknüpft. Große Teppiche sind selten. (Abb.: Beloutsch)

Abrasch

Fachausdruck für orientteppichspezifische Farbsprünge
 
Abraschen sind Hell-Dunkel-Farbschattierungen, also gering bis deutlich abweichenden Farbtonänderungen des Florgarns, die in Orientteppichen immer quer zur Längsrichtung verlaufen. Auf Deutsch werden sie auch Farbsprung genannt.Das Wort Abrasch bedeutet im Türkischen so viel wie scheckig, Schattierung. Sie fallen besonders auf flächigen Farbbereichen auf und sind ein Phänomen, das in Orientteppichen recht häufig anzutreffen ist. Demzufolge gelten sie als orienttypische Eigenart. Insbesondere bei Nomaden- und Bauernteppichen gehören sie quasi dazu, werden zumindest - je nach Standpunkt des Interessenten - toleriert oder sind sogar erwünscht. Hochfeine Manufakturteppiche sollten jedoch frei von Abraschen sein. Die Ursachen von Abraschen sind vielfältig: Beim Einfärben per Hand weichen die Farbstoffmengen gegenüber der nächstfolgenden Färbecharge geringfügig ab und verändern so den Farbton. Auch unterschiedliche Naturwollfarben, die von Beige über Braun bis Schwarz reichen, können die Ursache sein, denn die Farben decken darauf anders. Ausschlaggebend sind ferner die unterschiedlichen Temperaturen der Farbflotte, differierende Konsistenz des Farbstoffs - insbesondere bei Naturfarbstoffen -, intensiveres oder kürzeres Kochen, Sonnentrocknung des Färbegutes, verschiedenartige Beizen zum Aufschließen des Keratins (Protein der Wolle), Restfettgehalt der Wolle, Mineralgehalt und ph-Wert des Wassers, Farbreaktionen bei einer Veredelungswäsche, usw.Abraschen sind ein so spezifisches, teils auch Muster belebendes Orientteppichmerkmal, dass sie in industriell gefertigten Teppichen sogar als produktspezifisches Schmuckelement nachgeahmt werden.
 
(Abb.: Persischer Gabbeh)
 
Oktogon

Oktogon

sternförmiges, achtstrahliges Musterelement Oktogon ist das griechische Wort für Achteck. Die Umrisse beziehungsweise äußere Gestaltung präzisierend kommt häufig als Musterdetail in Orientteppichen vor, insbesondere in der Gestaltung der Güls der Turkmenen oder der Knüpfvölker, die von Ihnen diese Mustergrundkonzeption übernommen haben. (Abb.: Lahore)
Bouchara

Bouchara

Oasenstadt in Usbekistan Die Stadt Bouchara ist ein bedeutendes Industrie- und Handelszentrum in Zentralasien. Es liegt an der Seidenstraße, die China mit Westasien verbindet. Hier werden die Turkmenenteppiche unter dem Namen Bouchara gehandelt. Der turkmenische Bouchara zählt zu den feinsten zentralasiatischen Teppichen. Er ist der Vorläufer aller heutigen Boucharatypen. Anhand der unterschiedlichen Primärmuster, der Güls, kann man diese Teppiche den verschiedenen Stämmen zuordnen. Das Gül der Tekke ist eins der Bekanntesten. Das Dessin (Musterung, Zeichnung) der Bouchara wird auch erfolgreich in Pakistan nachgeknüpft. (Abb.: Bouchara aus Pakistan)
Schuss

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.
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