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Songhor Hamadan
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Songhor

Stück-Nr.: 1359821-050
ca. 158 x 283 cm, Einzelstück
648  

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Kibek-Echt-Orient, Einzelstück
Stück-Nr.: 1359821
Herkunft: Persien (Iran)
Verarbeitung: handgeknüpft
Größe: ca. 158 x 283 cm
Höhe: ca. 8 mm
Farbe: beige - rot
Knoten pro m²: ca. 80.000
Flor: 100% Schurwolle
Format: Kelleghi
Muster: Raute, Basoubandie

Die Gegend um Hamedan ist die produktivste
Teppichknüpfregion Persiens und sehr vielseitig
in der Musterung.
Lesen Sie hier mehr über Hamedan-Teppiche

Teppich-Lexikon
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Hamadan, Hamedan

Hamadan, Hamedan

Nordwestiranische Teppichprovenienz Hamedan ist eine Stadt im Nordwesten des Iran. Die Gegend um Hamedan ist die produktivste Teppichknüpfregion des Landes und sehr vielseitig in der Musterung. Stadtknüpfungen weisen ein eigenes Dessin auf während in den Dörfern um Hamedan noch die ursprünglichen Dorfteppiche geknüpft werden. Zu den Unterprovenienzen gehören Asadabad, Mehrbaran, Khamseh, Derganzine, Zarand, Saveh, Maslaghan, Tafresh, Bibikibad, Enjelas, Bordjalou, Hosseinabad, Nahavand, Tuiserkan, Azyndariyan, Djozan, Dorojasin, Mousel, Chenar.Darjazin, Tadjabad und Zagheh.Die Dessins sind sehr vielfältig. Meistens sind sie einfach geometrisch oder floral. Verbreitet sind auch Herati gemusterte Innenfelder. In den Bordüren wiederholen sich die Musterdetails zwar in der gleichen Form, nicht aber in den gleichen Farben. Geknüft werden meist Brücken- und Läufergrößen mit dem Türkischen Knoten. Typisch für die Hamedan-Teppiche ist, dass sie einschüssig geknüpft werden: nach jeder Knotenreihe wird ein Schussfaden eingetragen. Normalerweise werden persische Teppiche zwei- oder dreischüssig geknüft. (Abb.: Hamedan)
Basoubandie

Basoubandie

Gitterförmiges Allovermuster Die Kurden aller Regionen sind bekannt für ihren Eklektizismus: Sie übernehmen zwar Muster aus anderen Kulturkreisen, geben sie jedoch neu interpretiert wieder. Das Basoubandie-Dessin mit gitterartigem, das Mittelfeld beherrschendem Duktus, oftmals gruppiert um ein zentrales Medaillon, ist hierfür ein typisches Beispiel. Es taucht überwiegend in kurdischen Knüpfungen auf und dort besonders in den Provenienzen Songhour und Koliai. Das Basoubandie-Muster scheint reine Ornamentierung zu sein und ist inhaltlich kaum zu interpretieren. Jedoch fällt auf, dass bestimmte Lotto-Uschaks ebenfalls ein Gittermuster aufweisen, allerdings in viel reichhaltigerer bis verspielter Gestaltung. Weitere Gittermuster zeigen sich in neuen Beschirknüpfungen Nord-Afghanistans, deren Verbindungslinien entfernt an das Mina-Chaneh erinnern. Das persische Wort Basoubandi bedeutet auf deutsch Armreif, genauer Oberarmreif. Basou heißt Bizeps, Bandie heißt Armband. Pate für dieses Dessin (Stil, Stilrichtung) standen ursprünglich die in Persien Suhr-Khaneh genannten Sportarten. In Arenen übten Männer meist mit schweren Keulen die altpersische, ritualartige Form eines traditionellen Krafttrainings aus. Ihre mit Stolz getragenen Basoubandie-Armbänder geben ihren Ausbildungsgrad wieder und bestimmen die Wettbewerbsklasse, ähnlich den farbigen Gürteln der Judokas. (Abb.: Koliai)

Raute

Musterdetail historischen Ursprungs
 
Die Raute ist ein auf der Spitze stehender Rhombus, dessen vier gleiche Seiten im Orientteppich gezackt, abgesteppt oder mit Haken besetzt sein können. Mit dem Quadrat gehört die Raute zu den ältesten Grundformen im Orientteppich. Sie bildet die Grundlage für alle Rapportmuster.
Die Raute hat in der islamischen Welt zudem einen symbolischen Wert. Sie versinnbildlich die Unsterblichkeit der Seele. Dementsprechend ist sie sehr häufig als Füllmotiv anzutreffen.
Ausgesprochene Rautenmuster oder von der Raute abgewandelte Muster weisen die Yomut-Teppiche der Turkmenen auf. Durchlaufende Rautenmuster realisieren auch die Luren- und Bachtiari-Knüpfer, welche das Dessin dan "Keshti" nennen.
 
(Abb.: Yalameh)
 
 
Kenareh

Kenareh

persische und türkische Bezeichnung für Orientläufer Kenareh bedeutet auf Persisch Ufer, Rand und ist die allgemein übliche Handelsbezeichnung für einen Teppichläufer. Der Name erklärt sich aus einer bildhaften Vorstellung, denn die klassische, orientalische Raumausstattung mit Orientteppichen sah vor, dass der Mittelteppich (Persisch: Mianfarsch) im Hauptschiff, an den Längsseiten, dem beiden Seitenschiffen, von je einem Läufer, wie ein Ufer (Persisch: ein Kenareh) flankiert wurde. Am unteren Ende, der Eingangsseite des Raums, befand sich der Gastteppich, am Kopfende ein Format von ca. 1,50 m x 3,00 m, das Kelleghi genannt wird und auf dem normalerweise der Hausherr saß. Dieses Ensemble wird auf Persisch Dasteh genannt. (Abb.: Felder Saman)
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