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Sirjan Sirjan
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Sirjan

Stück-Nr.: 1400200-050
ca. 135 x 256 cm, Einzelstück
647  

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Kibek-Echt-Orient
Unikat / Einzelstück
Stück-Nr.: 1400200-050
Herkunft: Persien (Iran)
Verarbeitung: handgeknüpft
Größe: ca. 135 x 256 cm
Höhe: ca. 12 mm
Farbe: beige - rot
Knoten pro m²: ca. 55.000 (Knüpfdichte)
Flor: 100% Schurwolle
Grundgewebe: Kette und Schuss aus Baumwolle
Besonderheiten: Nomadenteppich
 
Diese Teppiche werden von den fest angesiedelten Afsharen
im Umland von Sirjan im Südosten Persiens handgeknüpft.
Lesen Sie hier mehr über Sirjan-Teppiche

Teppich-Lexikon
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Sirjan, Sirdjand, Sirdschan, Afshar

Südostiranische Teppichprovenienz
 
Die Stadt Sirjan liegt im Westbezirk der Provinz Kerman. Festangesiedelte Afsharen knüpfen im umliegenden Bezirk ihre sehr variationsreichen und attraktiven Eigenmuster. Typisch für diese Teppiche ist das Sekaleh-Muster. Ein 3-köpfiges Muster, "seh"=3 und "kaleh"=Kopf, das auch als 5-köpfige Variante geknüpft wird. Ein zweites typisches Muster ist das Heshmati, benannt nach dem Namen seines Erfinders.
Typische Farben sind ein helles rot und ein warmes dunkelblau. Es werden speziell Saronims und Dozars hergestellt. Geknüpft wird mit dem persischen Knoten. Kette und Schuss bestehen aus Baumwolle, wobei der Schussfaden doppelt gelegt wird.
 
(Abb.: Sirjan Sekaleh)
 
 
Medaillon

Medaillon

Primärornament im Teppich Das Medaillon ist eine vielfach in Orientteppichen vorkommende Musterform im Mittelfeld. Die Formen selbst sind überaus verschieden, es gibt zum Beispiel Rauten-, Rosetten und Oval-Medaillons. (Abb.: Kaschmar)
Basoubandie

Basoubandie

Gitterförmiges Allovermuster Die Kurden aller Regionen sind bekannt für ihren Eklektizismus: Sie übernehmen zwar Muster aus anderen Kulturkreisen, geben sie jedoch neu interpretiert wieder. Das Basoubandie-Dessin mit gitterartigem, das Mittelfeld beherrschendem Duktus, oftmals gruppiert um ein zentrales Medaillon, ist hierfür ein typisches Beispiel. Es taucht überwiegend in kurdischen Knüpfungen auf und dort besonders in den Provenienzen Songhour und Koliai. Das Basoubandie-Muster scheint reine Ornamentierung zu sein und ist inhaltlich kaum zu interpretieren. Jedoch fällt auf, dass bestimmte Lotto-Uschaks ebenfalls ein Gittermuster aufweisen, allerdings in viel reichhaltigerer bis verspielter Gestaltung. Weitere Gittermuster zeigen sich in neuen Beschirknüpfungen Nord-Afghanistans, deren Verbindungslinien entfernt an das Mina-Chaneh erinnern. Das persische Wort Basoubandi bedeutet auf deutsch Armreif, genauer Oberarmreif. Basou heißt Bizeps, Bandie heißt Armband. Pate für dieses Dessin (Stil, Stilrichtung) standen ursprünglich die in Persien Suhr-Khaneh genannten Sportarten. In Arenen übten Männer meist mit schweren Keulen die altpersische, ritualartige Form eines traditionellen Krafttrainings aus. Ihre mit Stolz getragenen Basoubandie-Armbänder geben ihren Ausbildungsgrad wieder und bestimmen die Wettbewerbsklasse, ähnlich den farbigen Gürteln der Judokas. (Abb.: Koliai)
Schuss

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.
Kette

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.
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