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Kaschmar Nain 12 Lah ca. 69 x 140 cm, Unikat / Einzelstück

  199

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Merkmale
Marke: Kibek-Echt-Orient
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 95 % Schurwolle, 5 % Seide
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 178.000 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Muster: Palmetten, Gabelranken, Medaillon
Typisch für den Nain sind die Mustereinfassungen in Seide.
Kaschmar Nain 12 Lah Unikat / Einzelstück
  • 1400018-050 U17


Nain

Zentralpersische Teppichprovenienz 

nain_nainHabibian_Nain

 Nain zählt zu den bekanntesten Teppichprovenienzen (Ursprung, Herkunft) des Iran. Sie hat ihren Namen von der gleichnamigen Stadt nordwestlich von Isfahan. Nain hat eine alte Web-Tradition. Hier wurden vor der Khadjaren-Dynastie (1794 - 1925) die hochwertigsten Überwürfe für Edelleute hergestellt, „Aba“ genannt. Unter dem Einfluss der westlichen Kultur, wurde „Aba“ als Kleidung vom Anzug verdrängt, und immer weniger gehandelt. Die Weber verlagerten ihr Geschäft und begannen Teppiche zu knüpften. Heutige Teppiche  aus Nain verdanken Ihre unverwechselbaren Muster und Farbkombinationen dem Meister Hadj Fatollah Habibian Naiini. Er arbeitete mit weniger als zehn Farben und legte somit den Grundstein für den noch heute beliebten Teppich. Die Grundfarben sind bis heute meist Weiß bzw. Beige und Blau, wobei auch immer öfter Nain-Teppiche in den Farben Rot, Grün und Gelb gibt. Typisch sind florale Muster, deren Konturen mit Seide betont werden. Durch ihre schlichte Eleganz passen die Nain auch in moderne Einrichtungen. 

Man unterscheidet den Nain in 4 Qualitätsstufen, die in „Lah“ angegeben werden. Sie beschreibt Anzahl der Fäden aus dem die Kette gezwirnt ist. Je mehr Fäden, desto dicker die Kette und damit die Knüpfknoten und desto geringer die Knüpfdichte:

Nain 12Lah: Davosda-Lah, auch als Kaschmar-Nain bekannt, ist mit ca. 150.000 – 250.000 Knoten / qm der gröbste Nain. Er wird nach den Traditionen der Knüpfer aus Nain, im Khorasan Gebiet geknüpft.

Nain 9Lah: Der im persischen No-lah Nain genannte Teppich ist mit ca. 350.000 – 550.000 Knoten / qm deutlich feiner als der 12Lah Nain.

Nain 6Lah: Dem feinen 6Lah- oder Schisch-Lah Nain ist der Ruhm der Provenienz zu verdanken. Er gilt im gesamten Orient als besonders hochwertiger persischer Teppich. Die Knüpfdichte liegt bei ca. 850.000 – 1.200.000 Knoten / qm

Nain 4Lah: Der Nain 4Lah oder Tschahar-Lah ist mit ca. 1.200.000 – 2.000.000 Knoten /qm der vielleicht feinste iranische Wollteppich.

Abb. links: Nain, 6Lah
Abb. oben: Habibian Signatur

 

Lah

Garnstärkeangabe in Nain 

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Eine erste Orientierungshilfe für die Feinheit des Nain-Teppichs ist die Einstufung in Lah. Mit Lah und der dazugehörigen Ziffer bezeichnet man beim Nain-Teppich die Anzahl der Garne, die zu einem Kettgarn verzwirnt werden. Je mehr Vorgarne im Endgarn enthalten sind, desto dicker wird der Kettfaden. 

Logischerweise wird dann auch der grundsätzlich um die Kettgarne gewundene Knüpfknoten voluminöser und die Knüpfung dementsprechend gröber. Woraus zu schließen ist, dass wenige Lah einem dünneren Faden entsprechen, also eine feinere Knüpfung bedingen. Die Lah-Zahl ist aber nur als grober Anhaltspunkt über die Knüpfdichte zu verstehen. In Nain selbst werden die Knüpfdichten aber auch in Cheft angegeben, eine Einstufung, wie sie im Isfahan üblich ist.

Zu Anfang waren die Nain-Knüpfereien nur auf hohe Knotenfeinheiten ausgerichtet. Mit weniger als 6-Lah verließ kaum ein Stück die bis damals noch wenigen Knüpfereien. Als Feinstes bietet der Markt sogar 3-Lah-Knüpfdichten, die Petit-Point-Stickereien gleichkommen, aber äußerst selten am Markt ist. In Europa wird sie gar nicht gehandelt. 

4-Lah-Nains, eine immer noch extreme Feinheit mit bis zu 1.4 Millionen Knoten pro Quadratmeter tauchen allerdings hin und wieder auch im Abendland auf. Um dennoch den Markt für erschwingliche Teppiche zu bedienen, befriedigte man bald auch den Wunsch nach preislich moderateren Knüpfeinstellungen und lieferte 9-Lah, die im Laufe der Jahre einen ständig wachsenden Produktionsanteil einnahmen. Im täglichen Gebrauch sind die 9-Lah-Knüpfungen robust und dauerhaft. 

Die gröbsten Nain-Knüpfungen aus Kaschmar und Tabbas haben sogar 12-Lah. 

(Abb.: Nain)

Gabelranken

florales Teppichornament pflanzlicher Herkunft 

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Die Gabelranke ist eines der ältesten Ornamente und findet sich in fast jedem Teppich mit floralem Dessin. Vorbild für dieses Ornament ist der verzweigte Ast von Bäumen, Büschen und anderen Pflanzen. Meist ist die Gabelranke in ihrer Verzweigung auffällig verdickt. Oft läuft sie in Spiralen aus.

(Abb.: Isfahan)

Palmetten

Florales Musterdetail 

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Palmetten sind floralartige, bis zur Abstraktion neigende Musterdetails, deren Herkunft uralt ist. Sie wirken oft ein wenig querschnittartig. Während der Kunstepoche der Safawiden (1501 bis 1722) gelangten sie zu voller Blüte. Meist erscheinen sie zusammen mit anderen Floralornamenten wie Schah-Abbas-Blüten, Arabesken und Wolkenbändern. Es wird unterschieden nach Blatt-, Fächer-, Kelch-, Kranz-, Scheiben- und Schah-Abbas-Palmetten. Wenn im Zentrum ein Tier abgebildet ist, spricht man von einer Tierpalmette. Eine Eigentümlichkeit stellen die dämonenhaften Fratzenpalmetten dar, die als Abwehr gegen den im Orient weitverbreiteten Aberglauben des Bösen Blicks gedacht sind.

(Abb.: Nain)

Medaillon

Primärornament im Teppich 

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Das Medaillon ist eine vielfach in Orientteppichen vorkommende Musterform im Mittelfeld. Die Formen selbst sind überaus verschieden, es gibt zum Beispiel Rauten-, Rosetten und Oval-Medaillons.

(Abb.: Kaschmar)

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