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Bengai Loribaff

ca. 150 x 200 cm, Unikat / Einzelstück

1790

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Merkmale
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Herkunft: Indien
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Knoten pro m²: ca. 230.000 Knoten pro m²

Lieferung in 4-5 Werktagen

Bengai Loribaff Unikat / Einzelstück
  • 900100279-010 U17


Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

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Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Loribaff

neuere Orientteppichprovenienz aus Persien 

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Der Luribaff ist eine feinere, von den Luren Südwest-Persiens geknüpfte Variante des Gabbeh. Teppiche gleichen Designs, Knüpfung, Farben und Materials kommen auch als Kaschghulibaff oder Risbaff in den Handel. Letzteres bedeutet “Feinknüpfung“ und ist damit ebenfalls ein deutlicher Hinweis auf den zuvor geknüpften, erheblich gröberen Gabbeh. Die Zusatzsilbe “baff“ bedeutet soviel wie „........geknüpft“, frei übersetzt also Luren-Knüpfung.

Der Provenienzname Luri- oder Loribaff ist neueren Datums und bezeichnet Orientteppiche, die weitgehend der Tradition der Ghaschghai-Knüpfungen folgen, jedoch im Gesamtbild und in der Machart viele Neuerungen und Weiterentwicklungen zeigen. Der Name geht zurück auf das in Süd-Persien lebende Volk der Luren, die sich übrigens als direkte Nachfahren der antiken Meder sehen. In Fachkreisen gelten die Luribaffs gewissermaßen als veredelte und weiterentwickelte Nachfolger der Gabbehs. 

Beide Knüpfteppichtypen werden zur Hauptsache von den Stämmen der Luren, Kurden und Ghaschghais dieser Großregion geknüpft. Soweit sie von den Gaschghais stammen, werden sie nach dem Gliedstamm der Kaschghuli Kaschghulibaff genannt. Diese neue Provenienzbezeichnung ist jedoch mehr als Gattungsname zu verstehen, denn dieser Teppichtyp wird mittlerweile auch von anderen, in der Provinz Fars ansässigen Ethnien geknüpft. Daher auch die, allerdings selten auftauchende, Bezeichnung Farsbaff.

Kett- und Schussgarne bestehen traditionell aus Schafwolle. Selten kommen auch Grundgewebe aus Baumwolle vor. Geknüpft wird mit dem Türkischen Knoten, auch Gördes-, Turkbaff oder Symmetrischer Knoten genannt. So wie in diesem Landstrich allgemein verbreitet am horizontalen Knüpfstuhl. Die Knüpfdichten liegen zwischen 120.000 und 160.000 Knoten/qm. Neuerdings kommen jedoch auch Feinere bis gut 200.000 Knoten/qm in den Handel. Farben und Dessins (Musterung, Zeichnung) verweisen eindeutig auf die Vorläufer, die Knüpfungen der Ghaschghais und Luris. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Gaschghai-Teppichen, die zum Teil auch floral gemustert sind, zeigen die Luribaffs jedoch grundsätzlich einen geometrischen Duktus (Stil, Stilrichtung). Die Schur ist relativ hoch, der Griff fest bis brettig. Dessins (Musterung, Zeichnung) und Farben passen sich den Trends auf den Importmärkten an. Für iranische Haushalte haben diese Neuknüpfungen keine Bedeutung, sind also reine Exportknüpfungen nach den Wünschen der Kunden auf den Importmärkten.

Verbreitet sind auch Knüpfungen aus Indien, die die klassischen Loribaff-Motive gekonnt wiedergeben.

(Abb.: Loribaff)

Neuseelandwolle

Besonders weiche, glänzende Wolle 

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Die Wolle neuseeländischer Schafe ist besonders hochwertig. Sie ist weich, leicht, glänzend und hat besonders lange Fasern (langstapelig).

In der Teppichknüpfkunst wird sie vorwiegend in Indien, Pakistan und Nepal eingesetzt.

(Abb.: Sarough, handgeknüpft in Indien, reine Neuseelandwolle)

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

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Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

Tibetische Wolle

Hochlandwolle 

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Tibetische Hochlandwolle stammt aus der Gebirgsregion des Himalaya.

Die Schafe, die hier leben müssen aufgrund der extremen Witterungsbedingungen sehr widerstandsfähig sein. Die Wolle ist daher sehr fetthaltig, langstapelig und leicht gekräuselt. Es ist schwierig sie von Hand zu spinnen. Häufig werden zum Färben der Wolle für Tibetteppiche synthethische Farben eingesetzt, was für eine gleichmäßigere Färbung des Garnes und damit für weniger Abrasch sorgt.

Die tibetische Wolle gehört zu den kräftigsten Wollsorten, aus denen Teppiche angefertigt werden. Da die Wolle zwar sehr robust, aber nicht sehr glanzreich ist, wird sie gerne mit Neuseelandwolle oder Seide gemischt.

(Abb.: Roma Seta Tibeter aus Tibetischer Wolle mit Seide)

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