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Sarough Mahal ca. 278 x 388 cm, Unikat / Einzelstück

  ab 2789

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Merkmale
Marke: Kibek-Echt-Orient
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 60.000 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Muster: Palmetten, Gabelranken, Gol-Farangh, Medaillon
Mahal gehört zum Knüpfgebiet von Arak in der Nähe von Sarough. Sarough gehört zu den wichtigsten persischen Teppichprovenienzen.

Sarough Mahal Unikat / Einzelstück
  • 900111355-050 U17


Mahal

Westiranische Teppichprovenienz

Mahal_Mahal

Mahal ist eine westpersische Teppichprovenienz, benannt nach der Stadt Mahallat mit ihrer gleichnamigen Provinz, die zum Sarough-Arak-Knüpfgebiet gehört. Die Region um die Stadt Arak (früher Sultanabad) entwickelte sich ab den 1870er Jahren zu einem Hauptknüpfzentrum für persische Exportteppiche. Einen wesentlichen Anteil daran hatte die schweizerische Firma Ziegler & Co, die 1883 auch eine Außenstelle in Mahallat eröffnete. Die sogenannten Ziegler-Mahal wurden in den umliegenden Dörfern nach festen Mustervorgaben geknüpft. Zusätzlich wurde in der Region auch für andere Hersteller produziert, einhergehend mit einer größeren Freiheit in der Ausführung. Die Mischung aus westlichen Design-Vorgaben in hellerem, ruhigeren Kolorit und klassischen Mustern im Stil der Ferahan-Teppiche brachte einen sehr erfolgreichen Teppichtypus mit einer großen gestalterischen Bandbreite hervor. Typisch sind das Herati-Muster, aber auch florale und Allover-Muster, vierersymmetrischer Musteraufbau und große Mittelmedaillons auf unifarbenen Fond.

Generell werden die feinerem Qualitäten als Sarough-Mahal oder Mahal bezeichnet, die gröberen als Mushkabad. Die Knüpfdichte beträgt bei antiken Stücken 100.000 bis ca. 150.000 Knoten pro m². Neue Teppiche können eine Knüpfdichte von bis zu 250.000 Knoten pro m² (fein) aufweisen. Das Grundgewebe besteht aus Baumwolle mit zwei Schüssen, der Flor aus Wolle, die Knüpfung ist geschichtet mit asymmetrischen Knoten.

(Abb.: Mahal)

Gabelranken

florales Teppichornament pflanzlicher Herkunft 

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Die Gabelranke ist eines der ältesten Ornamente und findet sich in fast jedem Teppich mit floralem Dessin. Vorbild für dieses Ornament ist der verzweigte Ast von Bäumen, Büschen und anderen Pflanzen. Meist ist die Gabelranke in ihrer Verzweigung auffällig verdickt. Oft läuft sie in Spiralen aus.

(Abb.: Isfahan)

Gol-Farangh

Orientalisches Blütenmuster

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Das Gol-Farangh-Muster zeigt sehr gegenständlich dargestellte Blüten oder auch Blütenbouquets, die wahrscheinlich Rosen wiedergeben sollen. Dem Dessin ist sein europäischer Ursprung anzusehen; das Muster taucht noch heute in den Gobelin- und Tapisseriearbeiten Aubussons und Flanderns auf. Seine orientalischen Blütenverwandten hingegen erscheinen sehr viel abstrahierter

Faranghi ist die altorientalische Bezeichnung für Europäer. Mit Farangh verbindet sich in Persien vieles aus dem Abendland, nicht nur das Blütenmuster Gol Farangh. Beispielsweise heißen Erdbeeren auf Persisch tut-faranghi.

Das Gol-Farangh-Dessin geht wahrscheinlich auf die Ära des Rokoko zurück. In jener Zeit fand ein reger Kulturaustausch zwischen Orient und Okzident statt. Europäische Dessinelemente fanden Eingang in orientalische Knüpfarbeiten, die wieder ihren Weg ins Abendland fanden. Orientalische Pracht war an europäischen Höfen durchaus beliebt. Andererseits imitierte man auch im Orient verschiedene Strömungen des Abendlandes. 

Das relativ weitverbreitete Gol-Farangh-Muster findet man in kurdischen Knüpfungen wie Bidjar, Senneh, Saudjboulagh, Garrus, Kermanschah und im türkischen Fethiyeh, alten Herekes, Kayserei und Kirschehir , aber auch im Sarough, Ferahan, Mesched und – allerdings relativ selten – im Isfahan, Ghoum und Teheran.

(Abb.: Bidjar)

Palmetten

Florales Musterdetail 

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Palmetten sind floralartige, bis zur Abstraktion neigende Musterdetails, deren Herkunft uralt ist. Sie wirken oft ein wenig querschnittartig. Während der Kunstepoche der Safawiden (1501 bis 1722) gelangten sie zu voller Blüte. Meist erscheinen sie zusammen mit anderen Floralornamenten wie Schah-Abbas-Blüten, Arabesken und Wolkenbändern. Es wird unterschieden nach Blatt-, Fächer-, Kelch-, Kranz-, Scheiben- und Schah-Abbas-Palmetten. Wenn im Zentrum ein Tier abgebildet ist, spricht man von einer Tierpalmette. Eine Eigentümlichkeit stellen die dämonenhaften Fratzenpalmetten dar, die als Abwehr gegen den im Orient weitverbreiteten Aberglauben des Bösen Blicks gedacht sind.

(Abb.: Nain)

Medaillon

Primärornament im Teppich 

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Das Medaillon ist eine vielfach in Orientteppichen vorkommende Musterform im Mittelfeld. Die Formen selbst sind überaus verschieden, es gibt zum Beispiel Rauten-, Rosetten und Oval-Medaillons.

(Abb.: Kaschmar)

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