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Moud

ca. 75 x 398 cm, Unikat / Einzelstück

999

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Merkmale
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 95 % Schurwolle, 5 % Seide
Muster: Feldermuster, Bidmadjnun
Knoten pro m²: ca. 185.000 Knoten pro m²
Grundgewebe: Kette und Schuss aus Baumwolle
Moud ist eine sehr alte kleine Stadt im Osten Persiens.
Durch ihre Teppichknüpfkunst wurde sie weltberühmt.

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Moud Unikat / Einzelstück
  • 900124823-068 U17


Bidmadjnun

Musterdetail, eine Trauerweide darstellend

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Ein weitverbreitetes Musterdetail in Orientteppichen. Wörtlich übersetzt bedeutet es so viel wie „verrückte Weide“. Es zeigt deutlich erkennbar die hängenden Zweige der Trauerweide und taucht regelmäßig als Musterdetail auf in den sog. Garten-Teppichen wie Bachtiar, Mood, Sarough und anderen.

(Abb.: Birdjand)

Feldermuster

Mittelfeldmusterung mit Gartenmotiven

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Teppiche mit Feldermuster, in Persien Ghab-ghabi (Rahmen im Rahmen) genannt, werden im Deutschen auch als Gartenteppiche bezeichnet. Der Grund: Das Muster erinnert an einen üppig bewachsenen Garten mit geometrisch gegliederten, einzeln eingefassten Beeten.

Diese Assoziation scheint zulässig: Weite Teile Persiens und viele andere Regionen des Mittleren und Nahen Ostens sind wüsten- oder steppenartige Trockengebiete, in denen vielfach so genannter Irrigations-Gartenbau betrieben wird. Dabei wird Wasser durch kleine Bewässerungskanäle zu den Beeten geführt. Das Feldermuster gibt dieses Bewässerungssystem stark vereinfacht wieder. 

Aufgrund der Trockenheit in diesen Regionen stellen zudem blühende und grünende Gärten eine Besonderheit dar. Dementsprechend geht das Feldermuster wohl auf den Wunsch zurück, sich ein wenig Garten und damit ein kleines Paradies ins Haus zu holen. Im Koran kommt der Begriff Garten als irdisches Gegenstück zum Paradies - übrigens ein Wort altpersischen Ursprungs - sehr häufig vor.

Das Feldermuster wird häufig in den Provenienzen (Ursprung, Herkunft) Bachtiar, Ghoum, Mood oder in Kaschmir-Seidenteppichen verwendet, seltener auch beim Täbriz, Mesched und Sarough. Die einzelnen Kassetten zeigen zwar meist unterschiedliche Motive, folgen jedoch einer streng symmetrischen Anordnung, oft in quadratischer, manchmal in rechteckiger oder rhombischer Form. 

Die Ursprünge des Feldermusters reichen bis weit in die Antike zurück. Bereits der Pazyryk-Teppich wurde schon mit quadratischen Feldern gestaltet. Im Palast Taq-e-Kisra am Königssitz Ketesiphon im heutigen Nordirak lag einst ein Gartenteppich in den gewaltigen Abmessungen von 150 x 30 Metern. Das mit Preziosen besetzte und von Edelmetallen durchwirkte Prachtstück, das wahrscheinlich ein Wirkteppich gewesen ist und in den Wirren der Geschichte verloren ging, nennt der Volksmund zu Ehren des Prunk liebenden Sassanidenkönigs Chosrau II. (590 bis 628 n. Chr.) noch heute „Frühling von Chosrau“. Im Museum für Islamische Kunst in Berlin befindet sich ein berühmter Gartenteppich aus dem 18. Jahrhundert, der die Beete aus der Vogelperspektive zeigt. In seinen Bewässerungsgräben ist das Leben spendende Wasser mit blauen Wellen dargestellt, in dem sogar Fische schwimmen.

(Abb.: Mood)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

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Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Mood

Ostiranische Teppichprovenienz 

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Früher lebte der Osten des Irans von Landwirtschaft und Viehzüchtung. Teppiche wurden nur für den Eigenbedarf geknüpft. Als der Schah der Provinzhauptstadt Mesched um 1930 herausragende Teppiche für seinen Palast suchte, entwickelte sich die Teppichproduktion. Der bekannte Teppichknüpfer Amini ließ seine hochwertigen Teppiche in dem kleinen Ort Mood knüpfen und verlieh damit den Teppichen dieser Region den Namen. Ein größerer Produktionsort entwickelte sich in der Nachbarstadt Birdjend, wodurch die Mood-Teppiche auch unter dem Namen Birdjend in den Handel kommen.

Es werden 3 Variationen der Mood-Teppiche unterschieden: 

Der Medaillon-Mood zeigt in der Mitte ein rundes Sternmedaillon mit Ansätzen oben und unten. Das Innenfeld ist meist mit dem Herati-Muster durchgemustert. In der gleichen Farbe wie das Medaillon runden Eckzwickel das Innenfeld ab. Die Hauptbordüre zeigt meist Palmetten und stilisierte Blütenmotive.

Der Allover-Mood ist eine vereinfachte Form des Medaillon-Mood. Ohne Medaillon und Eckzwickel zeigt es das Heratimuster über das gesamte Innenfeld.

Der Feldermood zeigt das sehr beliebte Felder- oder Gartenmuster. In den rechteckigen Feldern finden sich verschiedene Motive wie Blumenbouquets, Trauerweiden, Lebensbäume und andere florale Muster. Die Hauptbordüre zeigt Tier- und Pflanzenmotive, wie Rehe, Vögel und Blumen.

Gemeinsam ist allen Variationen die Farbgebung aus kräftigem Blau und Rot auf beigefarbenem Grund. Geknüpft wird mit dem Asymmetrischen Knoten. Auf der Rückseite sind Mood an den weiß durchschimmernden Kettfäden zu erkennen.

(Abb.: Birdjand, Medaillon-Mood)

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

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Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

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