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Ekbatan Hamadan

ca. 212 x 338 cm, Unikat / Einzelstück

998

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Merkmale
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Herkunft: Persien (Iran)
Knoten pro m²: ca. 170.000 Knoten pro m²
Muster: Palmetten, Medaillon
Die Gegend um Hamedan ist die produktivste Teppichknüpfregion Persiens und sehr vielseitig in der Musterung.

Ekbatan Hamadan Unikat / Einzelstück
  • 900125482-068 U17


Ekbatan

Früherer Name der Stadt Hamedan 

ekbatan_ekbatan

Ekbatan war die Hauptstadt der Meder und Sommer-Residenz der Achämeniden und der Parther. Heute heißt die Stadt Hamedan.

Als Ekbatan-Teppiche werden die hochwertigen Knüpfarbeiten aus der Stadt Hamedan bezeichnet. Sie werden auch Hamedan-Sharbaff genannt (= in der Stadt geknüpft). Reichgemusterte Eigendessins in feiner Knüpfung mit allerbester Wolle werden hier geknüpft. Auch Großformate werden realisiert.

(Abb.: Ekbatan)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

ketteschuss_1

Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Medaillon

Primärornament im Teppich 

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Das Medaillon ist eine vielfach in Orientteppichen vorkommende Musterform im Mittelfeld. Die Formen selbst sind überaus verschieden, es gibt zum Beispiel Rauten-, Rosetten und Oval-Medaillons.

(Abb.: Kaschmar)

Palmetten

Florales Musterdetail 

palmetten_nain

Palmetten sind floralartige, bis zur Abstraktion neigende Musterdetails, deren Herkunft uralt ist. Sie wirken oft ein wenig querschnittartig. Während der Kunstepoche der Safawiden (1501 bis 1722) gelangten sie zu voller Blüte. Meist erscheinen sie zusammen mit anderen Floralornamenten wie Schah-Abbas-Blüten, Arabesken und Wolkenbändern. Es wird unterschieden nach Blatt-, Fächer-, Kelch-, Kranz-, Scheiben- und Schah-Abbas-Palmetten. Wenn im Zentrum ein Tier abgebildet ist, spricht man von einer Tierpalmette. Eine Eigentümlichkeit stellen die dämonenhaften Fratzenpalmetten dar, die als Abwehr gegen den im Orient weitverbreiteten Aberglauben des Bösen Blicks gedacht sind.

(Abb.: Nain)

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

ketteschuss_1

Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

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