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Contemporary Gabbeh

ca. 94 x 166 cm, Unikat / Einzelstück

579

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Merkmale
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 10 mm
Knoten pro m²: ca. 90.000 Knoten pro m²
Herkunft: Pakistan
Der Contemporary Gabbeh ist eine moderne Variation
des traditionellen persichen Gabbehs. Fein geknüpft.

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Contemporary Gabbeh Unikat / Einzelstück
  • 100150490-079 U17


Doppelknoten

Phantasiebezeichnung für Symmetrischer Teppichknoten 

Der Begriff Doppelknoten ist eine Phantasiebezeichnung, einen wirklichen Doppelknoten gibt es nicht. Oft benutzt wird diese Bezeichnung aber in der Türkei. Hier wird den touristischen Orientteppichkäufern immer wieder etwas vom „Doppelknoten“ vorgeschwärmt. Gemeint ist aber der übliche Türkische Knoten. Seine Florfäden umfassen jeweils zwei Kettfäden, einen pro Knotenbogen. Auch wenn wohl der Eindruck erweckt werden soll, der türkische „Doppelknoten“ sei haltbarer oder auf andere Weise kräftiger, massiver als sein Bruder, der persische Senneh-Knoten, so ist das nicht der Fall. 

Genauso irritierend ist der Zusatz "doppelt" bei den Double-Knot Teppichen aus dem Kaschmirgebiet. Hier ist der Material und Arbeitszeit sparende Djufti-Knoten gemeint. Auch die Berber mit ihrer Double-Knüpfung sind keine Teppiche mit doppelten Knoten sondern sind mit doppelt gelegten Knüpfenden hergestellt.

Fransen

An den Querenden des Teppichs herausragende Kettfäden 

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Technisch gesehen sind die Fransen des Teppichs nichts anderes als die Kettfäden, die an den Querenden herausragen. Die Fransen können also Aufschluss auf das verwendete Kettmaterial geben. Das kann zur Bestimmung einer Provenienz sehr hilfreich sein. Als Beispiel sei die auf den ersten Blick nicht immer einfache Unterscheidung von Nain- und Isfahan -Teppichen genannt. Da ein Großteil der Teppiche aus Isfahan auf einem Seidengrundgewebe geknüpft ist, müssen auch die Fransen aus Seide sein. In Nain wird dagegen fast immer auf Baumwolle geknüpft, die Fransen sind folglich ebenfalls aus Baumwolle.

Bei alten Teppichen, deren Fransen abgetreten sind, wird hin und wieder die Kelimkante soweit aufgelöst, dass die freigelegten Kettfäden die Fransen ersetzen.

Viele Kunden empfinden die Fransen als störend. Daher werden sie bei modern gemusterten Teppichen umgenäht oder der ganze Teppich rundum gekettelt. Auch bei Gabbeh- und einigen anderen Nomaden-Teppichen werden die Fransen traditionell umgenäht, z.T. auch nur auf einer Seite.

(Abb.: Seidenfransen eines Isfahan)

Gabbeh

Südpersischer Nomadenteppich

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Gabbehs sind Nomadenteppiche aus der südpersischen Provinz Fars. Die meisten dieser Teppiche werden von den Ghashgai-Nomaden geknüpft.

Die Dessins (Stil, Zeichnung) sind geometrisch. Rhomben, Rauten, seltener auch Rechtecke, große Haken und einfach gezeichnete Tiere sowie stilisierte Blumen beleben das Feld. Mustervorlagen gibt es nicht. Geknüpft werden alle Muster aus dem Kopf. So fließen immer wieder neue Ideen und Musterdetails mit ein.

Der Flor besteht aus grober dicker Wolle. 

Feinere Knüpfungen werden von den Luren geknüpft und kommen als Loribaff (übersetzt: „Lurenknüpfung“) und Risbaff (übersetzt: „Feinknüpfung“) in den Handel.

Echte persische Gabbehs und deren Feinknüpfungen sind Ausdruck für ein Lebensgefühl.

Weit verbreitet sind auch Knüpfungen aus Indien, die die klassischen Gabbeh-Motive gekonnt wiedergeben sowie aus Pakistan mit modernem Dessin (Contemporary Gabbeh).

(Abb.: Persischer Gabbeh)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

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Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

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Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

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