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Kazak Ghazni ca. 100 x 146 cm, Unikat / Einzelstück

  ab 489

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Merkmale
Marke: Kibek-Echt-Orient
Herkunft: Pakistan
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 99.500 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 5 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Muster: Raute, Weinglasbordüre
Im Kazak Teppich werden meist Rautenmuster in vielen Variationen geknüpft. Die Raute gehört zu den ältesten Orientteppichmustern. Ghazni-Wolle ist eine besonders hochwertige Wolle aus Afghanistan.

Kazak Ghazni Unikat / Einzelstück
  • 900138995-068 U17


Kasak

Knüpfgebiet im Kaukasus 

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Das Knüpfgebiet Kazak liegt im Kaukasus und teilt sich in mehrere Unterprovenienzen: Akstafa, Bordjalou, Fachralo, Idjewan, Lori Pambak und Schulaver.

Trotz den Verschiedenheiten der einzelnen Unterprovenienzen weist der Kazak als einheitliches Charakteristikum ein in klaren tiefen Farben gehaltenes großzügiges geometrisches Muster auf. Eine Seite der Teppichenden ist verschlauft, die andere umgenäht oder zu Fransen geknotet.

Die heutigen Kazaks sind fast immer Teppiche, die in Pakistan oder Afghanistan geknüpft wurden und deren Muster sich an den antiken Vorbildern des gesamten Kaukasus-Gebiets orientieren.

(Abb.:Kasak Ghazni)

Ghazni

Hochwertige Wolle aus Afghanistan

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Der Teppichhandel bezeichnet mit "Ghazni" eine hochwertige Wollqualität aus Afghanistan.

Die geografische Bezeichnung Ghazni steht nicht für einen Knüpfort, sondern für den Ursprung der in dem Teppich verwendeten Wolle. Namensgebend ist eine der 34 Provinzen Afghanistans, gelegen im Osten des Landes zwischen Kabul und Kandahar. Einst war die namensgleiche Provinzhauptstadt Ghazni (auch Ghazna, Ghaznin, Ghaznee) eine wichtige Station auf der Handelsroute zwischen dem Iran und Indien. Die Nähe zu Pakistan begünstigt auch heute noch den Export der Wolle in das Nachbarland.

Wie bei allen Herkunftsregionen guter Wolle, müssen auch die in Ghazni gehaltenen Schafe bei klimatisch harten Bedingungen leben. So liegt der Ort Ghazni selbst bereits 2200 m hoch. Die Weidegründe der Herden befinden sich noch höher, in den Bergen. Es scheint zwar eine eigene Ghazni-Schafrasse zu geben, der Handelsbegriff Ghazni-Wolle beschränkt sich jedoch nicht auf diese. Generell ist die Wolle dieser Region sehr langstapelig, wenig gekräuselt, lanolinreich und sehr dick. Ihre hohe Spannkraft sorgt dafür, dass sich auch durch intensive Benutzung der nieder gedrückte Teppichflor wieder aufrichtet. Die Bezeichnung Ghazni-Wolle kommt einem Qualitätssiegel gleich.

(Abb.: Kazak Ghazni)

 

Raute

Musterdetail historischen Ursprungs

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Die Raute ist ein auf der Spitze stehender Rhombus, dessen vier gleiche Seiten im Orientteppich gezackt, abgesteppt oder mit Haken besetzt sein können. Mit dem Quadrat gehört die Raute zu den ältesten Grundformen im Orientteppich. Sie bildet die Grundlage für alle Rapportmuster.

Die Raute hat in der islamischen Welt zudem einen symbolischen Wert. Sie versinnbildlich die Unsterblichkeit der Seele. Dementsprechend ist sie sehr häufig als Füllmotiv anzutreffen.

Ausgesprochene Rautenmuster oder von der Raute abgewandelte Muster weisen die Yomut-Teppiche der Turkmenen auf. Durchlaufende Rautenmuster realisieren auch die Luren- und Bachtiari-Knüpfer, welche das Dessin dann "Keshti" nennen.

(Abb.: Yalameh)

Weinglas-Bordüre

In kaukasischen Teppichen vorkommendes Bordürenmuster 

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Die Weinglas-Bordüre kommt hauptsächlich in kaukasischen Teppichen vor. Ihren Namen erhält sie von einem Musterdetail, das einem Weinglas ähnelt. Es setzt sich zusammen aus einer Art Kelch, der auf einem Stil mit Fuß sitzt. Trotz der großen Ähnlichkeit zu dem Namen gebenden Weinglas kann fest davon ausgegangen werden, dass dem Muster nicht das Weinglas der westlichen Welt zugrunde liegt. Am wahrscheinlichsten ist, dass es sich um eine stark stilisierte Blume handelt. 

Neben dem Weinglas fällt ein weiteres Detail dieses Bordürenmusters auf: ein gezacktes Symbol, dessen Form an ein Eichenblatt erinnert. Es wechselt sich mit dem Weinglas ab und ist Namensgeber für die zweite westliche Bezeichnung dieser Bordüre: Eichenlaub-Bordüre. Bekannt ist das Muster außerdem unter der Bezeichnung Schamdan- oder Maschahl-Bordüre.

(Abb.: Kasak Ghazni)

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