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Sarough Mahal ca. 200 x 298 cm, Unikat / Einzelstück

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Merkmale
Marke: Kibek-Echt-Orient
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 145.000 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Muster: Mahi, Raute
Mahal gehört zum Knüpfgebiet von Arak in der Nähe von Sarough. Sarough gehört zu den wichtigsten persischen Teppichprovenienzen.

Sarough Mahal Unikat / Einzelstück
  • 900166929-079 U17


Mahal

Westiranische Teppichprovenienz

Mahal_Mahal

Mahal ist eine westpersische Teppichprovenienz, benannt nach der Stadt Mahallat mit ihrer gleichnamigen Provinz, die zum Sarough-Arak-Knüpfgebiet gehört. Die Region um die Stadt Arak (früher Sultanabad) entwickelte sich ab den 1870er Jahren zu einem Hauptknüpfzentrum für persische Exportteppiche. Einen wesentlichen Anteil daran hatte die schweizerische Firma Ziegler & Co, die 1883 auch eine Außenstelle in Mahallat eröffnete. Die sogenannten Ziegler-Mahal wurden in den umliegenden Dörfern nach festen Mustervorgaben geknüpft. Zusätzlich wurde in der Region auch für andere Hersteller produziert, einhergehend mit einer größeren Freiheit in der Ausführung. Die Mischung aus westlichen Design-Vorgaben in hellerem, ruhigeren Kolorit und klassischen Mustern im Stil der Ferahan-Teppiche brachte einen sehr erfolgreichen Teppichtypus mit einer großen gestalterischen Bandbreite hervor. Typisch sind das Herati-Muster, aber auch florale und Allover-Muster, vierersymmetrischer Musteraufbau und große Mittelmedaillons auf unifarbenen Fond.

Generell werden die feinerem Qualitäten als Sarough-Mahal oder Mahal bezeichnet, die gröberen als Mushkabad. Die Knüpfdichte beträgt bei antiken Stücken 100.000 bis ca. 150.000 Knoten pro m². Neue Teppiche können eine Knüpfdichte von bis zu 250.000 Knoten pro m² (fein) aufweisen. Das Grundgewebe besteht aus Baumwolle mit zwei Schüssen, der Flor aus Wolle, die Knüpfung ist geschichtet mit asymmetrischen Knoten.

(Abb.: Mahal)

Herati

Mahi, Mahi-to-Hos, Fischdesign - verbreitetes Musterelement: "Fische im Teich"

herati_bidjar

Das Herati- oder Fisch-Dessin (Musterung, Zeichnung) ist ein typisches Rapportmuster, das sich seit langem und durchgängig großer Beliebtheit erfreut. Das „i“ am Ende ist der Präposition „von“ gleichzusetzen, also „von Herat (stammend)“. 

Die heute in West-Afghanistan liegenden Stadt Herat wurde 328 v. Chr. als Alexandria Areion von Alexander dem Großen gegründet. Unter Shah Rukh (1405-1447), einem Sohn Tamerlans (Timur Leng), war es kurze Zeit Reichshauptstadt der Timuriden-Dynastie. 

Bis in die 1920er Jahre wurden in Herat hochwertige Teppiche in persischen Mustern geknüpft – viele nach wie vor mit dem dort beheimateten Dessin. Heute ist die inzwischen zu Afghanistan gehörenden Stadt Herat Hauptumschlagsplatz für die west-afghanischen Herat-Belutsch.

Der lokale Ursprung dieses Musters ist sehr gut möglich, denn nach der von Nadir-Shah (1688-1747) befohlenen Umsiedlung großer Bevölkerungsteile vom heutigen West-Afghanistan nach West-Persien, taucht es vermehrt dort auf. 

Das wohl schon uralte Musterensemble setzt sich aus mehreren, interpretierbaren Einzelteilen zusammen. 

Dargestellt sind ein auf die Spitze gestellter Rhombus mit einer im Zentrum aufgehängten Blüte - wohl eine Margerite darstellend, möglicherweise aber auch die Erde als Zentrum allen Seins in diesem Quadrat symbolisierend. An den oberen und unteren Spitzen sitzen stilisierte Lotosblüten auf, ein Hinweis auf die Verbindung nach China. Die seitlichen Spitzen laufen aus in Päonien. Diese, auch Bauernrose genannte Blüte, nimmt in China den Platz der Königin der Blumen ein und gelangte über die Seidenstraße nach Westen. 

Alle vier Seiten des Ensembles werden von halbmondförmigen, lanzettartigen Blättern flankiert, die auch als Fische (Pers. Mahi) gedeutet werden, daher die persische Bezeichnung Mahi-to-hos, zu Deutsch “Fische im Teich“.

Die sehr bildliche Benennung geht davon aus, dass das Teppichinnenfeld einem Teich gleichzusetzen ist. Als Begriffsbestimmung klingt diese Auffassung auch in Europa an, wo man die Teppichumrandung als Bordüre bezeichnet, ein Wort aus dem Französischen, das Uferrand bedeuten kann.

Der immense Mengen Eier produzierende Fisch war in vielen altorientalischen Naturreligionen ein Symbol für Fruchtbarkeit und fand auf diese Weise Eingang in die von je her religiös geprägte Kunst. Es könnte aber auch ein altiranischer Mythos zu Grunde liegen, nach dem zwei gigantische Wale die Erdscheibe in Rotation halten.

Das Herati-/Fisch-Muster/Mahi-to-hos sicher das derzeit verbreitetste Dessin in persischen Teppichen. Man findet es Innenflächen deckend - allover mit oder ohne Medaillon - vorwiegend in den Provenienzen (Ursprung, Herkunft) Ardebil, Bidjar, Birdjend, Ghiassabad, Ferahan, Khoy, Marand, Moud, Sarab-Madjajechi, Sarough, Senneh/Sanandadj und Täbriz. Doch es taucht auch auf in den süd-persischen Teppichen des Fars-Gebietes, im Hamadan-Gebiet, sowie im Kaukasus und ist als Begleitmuster in fast allen Provenienzen iranweit vertreten. Außerdem wird es in Indien und China nachgeknüpft. In türkischen Knüpfungen ist es jedoch kaum vertreten. 

(Abb.: Bidjar)

Raute

Musterdetail historischen Ursprungs

raute_yalameh

Die Raute ist ein auf der Spitze stehender Rhombus, dessen vier gleiche Seiten im Orientteppich gezackt, abgesteppt oder mit Haken besetzt sein können. Mit dem Quadrat gehört die Raute zu den ältesten Grundformen im Orientteppich. Sie bildet die Grundlage für alle Rapportmuster.

Die Raute hat in der islamischen Welt zudem einen symbolischen Wert. Sie versinnbildlich die Unsterblichkeit der Seele. Dementsprechend ist sie sehr häufig als Füllmotiv anzutreffen.

Ausgesprochene Rautenmuster oder von der Raute abgewandelte Muster weisen die Yomut-Teppiche der Turkmenen auf. Durchlaufende Rautenmuster realisieren auch die Luren- und Bachtiari-Knüpfer, welche das Dessin dann "Keshti" nennen.

(Abb.: Yalameh)

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