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| Marke: | Kibek-Echt-Orient |
| Herkunft: | Indien |
| Flormaterial: | 100 % Seide |
| Verarbeitung: | handgeknüpft |
| Knoten pro m²: | ca. 400.000 Knoten pro m² |
| Gesamthöhe: | ca. 5 mm |
| Grundgewebe: | Baumwolle |
| Muster: | Palmetten, Arabesken, Medaillon |
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- Artikel-Nr.: 900183337-078 U17
Kaschmir
Knüpfregion in Nord-Indien

Das an den Karakorum grenzende Gebirgsland Kaschmir im Himalaya ist geteilt und gehört zu einem Drittel als Provinz zu Pakistan, während die anderen zwei Drittel den Unionsstaat “Djammu and Kashmere“ bilden, der zu Indien gehört. Die Bevölkerung des größeren Teils ist überwiegend moslemisch und strebt nach mehr Unabhängigkeit von Indien, aber auch von Pakistan
Die Knüpfteppiche kommen ausschließlich aus dem indischen Teil Kaschmirs und werden vorwiegend in der Provinzhauptstadt Srinagar und Umgebung geknüpft. Berühmt sind die Seidenteppiche Kaschmirs, die üblicherweise auf Baumwollgrundgewebe entstehen.
Die Knüpfeinteilungen geben die Knoten pro Zoll in Kett- und Schussrichtung an. Die geläufigsten sind 16/16 und 18/18 Knoten in Kett- und Schussrichtung pro Zoll, was etwa 400.000 bzw. 500.000 Knoten / m2 entspricht.
Die Farben sind eher zurückhaltend, die Muster sehr stark persisch beeinflusst. Dies ist geschichtlich bedingt, denn einst holten die Mogulkaiser (1526-1857) persische Teppichknüpfer an ihren Hof nach Indien. Man spricht deshalb auch vom indo-persischen Stil. Eine Legende allerdings besagt, dass der tributpflichtige Sultan von Kaschmir 1398 seinen Sohn als Geisel zu Timur Lenk (Tamerlan) nach Samarkand schicken musste. Hier lernte der junge Prinz das ihn begeisternde Knüpfkunsthandwerk kennen und führte es nach seiner Rückkehr in Kaschmir mit Knüpfern aus Samarkand ein.
Normalerweise werden Teppiche nach sog. Musterkartons geknüpft. In Kaschmir stellt man dafür sog. Talims her, Papierrollen, in denen mit einer speziell codierten Schrift das Muster erfasst ist und gelesen werden kann. Die zu setzenden Knoten werden von einem Vorsänger dann den Knüpfern in einem Wechselgesang vorgesungen. Nachdem die Knüpfer die Knoten ausgeführt haben antworten sie mit “hou!“ - und weiter geht’s.
(Abb.: Kaschmir Seide 18/18)
Arabesken
Spiralartiges Detail ornamentaler Musterführung

Mit Arabeske bezeichnet man ein schwungförmig gestaltetes, kreisendes Ornament als Teilspirale in Orientteppichen und anderen Musterdekors meist orientalischer Kunstwerke. Sie läuft am Ende oft in Gabelranken aus und erscheint besonders ausdrucksstark im -medaillonbetonten Eslimi-Muster.
Umgeben von anderen, der Pflanzenwelt entliehenen, abstrahierten Musterdetails schmückt sie umlaufend als sog. Arabeskenranke die Bordüren vieler floral gemusterter Knüpfteppiche. Die Arabeske wird auf einer, fachlich Patrone oder auch Karton genannten Mustervorlage detail- und knotengenau entworfen.
(Abb.: Isfahan)
Palmetten
Florales Musterdetail

Palmetten sind floralartige, bis zur Abstraktion neigende Musterdetails, deren Herkunft uralt ist. Sie wirken oft ein wenig querschnittartig. Während der Kunstepoche der Safawiden (1501 bis 1722) gelangten sie zu voller Blüte. Meist erscheinen sie zusammen mit anderen Floralornamenten wie Schah-Abbas-Blüten, Arabesken und Wolkenbändern. Es wird unterschieden nach Blatt-, Fächer-, Kelch-, Kranz-, Scheiben- und Schah-Abbas-Palmetten. Wenn im Zentrum ein Tier abgebildet ist, spricht man von einer Tierpalmette. Eine Eigentümlichkeit stellen die dämonenhaften Fratzenpalmetten dar, die als Abwehr gegen den im Orient weitverbreiteten Aberglauben des Bösen Blicks gedacht sind.
(Abb.: Nain)
