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| Marke: | Kibek-Echt-Orient |
| Herkunft: | Persien (Iran) |
| Flormaterial: | 100 % Schurwolle |
| Verarbeitung: | handgeknüpft |
| Knoten pro m²: | ca. 140.000 Knoten pro m² |
| Gesamthöhe: | ca. 21 mm |
| Grundgewebe: | Baumwolle |
| Muster: | Boteh, Shekeri-Bordüre, Rapportmuster |
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- Artikel-Nr.: 900181925-050 U17
Hamadan
Nordwestiranische Teppichprovenienz

Hamadan ist eine Stadt im Nordwesten des Iran. Die Gegend um Hamadan ist die produktivste Teppichknüpfregion des Landes und sehr vielseitig in der Musterung. Stadtknüpfungen weisen ein eigenes Dessin auf während in den Dörfern um Hamadan noch die ursprünglichen Dorfteppiche geknüpft werden. Zu den Unterprovenienzen gehören Asadabad, Mehrbaran, Khamseh, Derganzine, Zarand, Saveh, Maslaghan, Tafresh, Bibikibad, Enjelas, Bordjalou, Hosseinabad, Nahavand, Tuiserkan, Azyndariyan, Djozan, Dorojasin, Mousel, Chenar.Darjazin, Tadjabad und Zagheh.
Die Dessins sind sehr vielfältig. Meistens sind sie einfach geometrisch oder floral. Verbreitet sind auch Herati gemusterte Innenfelder. In den Bordüren wiederholen sich die Musterdetails zwar in der gleichen Form, nicht aber in den gleichen Farben.
Geknüft werden meist Brücken- und Läufergrößen mit dem Türkischen Knoten. Typisch für die Hamadan-Teppiche ist, dass sie einschüssig geknüpft werden: nach jeder Knotenreihe wird ein Schussfaden eingetragen. Normalerweise werden persische Teppiche zwei- oder dreischüssig geknüft.
(Abb.: Hamadan)
Boteh
Orientalische Musterbezeichnung für das Paisly-Muster

Das Boteh ist ein geläufiges, orientalisches Musterdetail, das auch als Mir-i-Boteh bekannt ist und in Europa Paisly- oder Kaschmirmuster genannt wird. Die Form des Boteh ähnelt einem aufrecht stehenden Tropfen, der nach oben in einen rechts oder links geneigten Haken ausläuft.
Die Herkunft und genaue Bedeutung des Boteh liegt im Dunkeln. Auf Persisch bedeutet das Wort soviel wie Laubbüschel, Strauch, es gibt aber viele weitere Deutungen. Als typisches Rapportmuster lässt es sich als Musterdetail in vielen Teppichen finden, wird aber auch als Primärornament eingesetzt. Bisweilen ist zusätzlich ein kleineres Boteh integriert, das sich zur entgegengesetzten Seite neigt. Diese Zusammenspiel aus Groß- und Kleinboteh bezeichnet man im Persischen auch als »madar va batsche«, zu Deutsch: Mutter und Baby.
Der wohl bekannteste Teppich mit Botehmuster ist der Sarough-Mir. Er ist ein, schlichter, allover gemusterter Teppich. Sehr viel wird der Sarough-Mir in Indien in vielen Farbvariationen und den unterschiedlichsten Formanten nachgeknüpft.
(Abb.: Sarough Mir)
Shekeri-Bordüre
Eine stilisierte Boteh-Bordüre

In der Shekeri-Bordüre werden stilisierte kleine Botehs, gegenläufig zwischen einem geknickten Wolkenband liegend, abgebildet. Der Grund ist meist in hellen Farben gehalten. Verwendet wird die Shekeri-Bordüre am häufigsten im Sarough Mir, aber auch im Serabend, Shirwan und einigen Dörfern des Hamadan-Gebiets.
(Abb.: Sarough-Mir)
Rapportmuster
Durchlaufendes Muster

Durch die mehrfache Wiederholung ein und desselben Motivs entsteht das so genannte Rapportmuster, auch durchlaufendes Muster genannt. Im Allgemeinen fällt dafür das Mittelfeld eines Orientteppichs an. Weit verbreitet ist das Rapportmuster in den Orientteppich-Galerien.
(Abb.: Mehraban)