Beloutsch ca. 103 x 181 cm, Unikat / Einzelstück

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Merkmale
Marke: Kibek
Herkunft: Indien
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 70.000 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 11 mm
Muster: Rapportmuster, Barbierstangen
Der Beloutsch ist ein variantenreicher Orientteppich, der in der Region zwischen dem Iran, Afghanistan und Pakistan geknüpft wird.

Beloutsch Unikat / Einzelstück
  • 1359877-050 U17


Beloutsch

Länderübergreifende Teppichprovenienz  zwischen Afghanistan, Iran, Pakistan

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Der Beloutsch wird in 3 Ländern geknüpft: im Iran, in Afghanistan und in Pakistan. Er wird im Hausfleiß, durch Halbnomaden oder durch Nomaden hergestellt. Seinen Namen hat er vom Stamme der Baluchen, wird aber auch von anderen Stämmen geknüpft.

Die Knüpfpraktiken, Muster und Farben richten sich nach den einzelnen Stämmen und sind daher nicht einheitlich. Vorwiegend werden kleine Teppiche bzw. Brücken geknüpft. Große Teppiche sind selten.

(Abb.: Beloutsch)

Barbierstangen

europäisierte Bezeichnung für ein bestimmtes Orientmusterdetail 

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Das Barbierstangenmuster ist ein beliebtes Orientteppichmotiv, das überwiegend in kaukasischen Knüpfungen vorkommt, beispielsweise in der Provenienz Gendje, vornehmlich des 19. Jhdt. Es besteht aus parallel verlaufenden, mehrfarbigen Diagonalstreifen, die grundsätzlich von oben rechts nach unten links verlaufen und das gesamte Mittelfeld ausfüllen. Man trifft es aber auch an in heutigen Provenienzen Süd-Aserbeidjans, wie beispielsweise im Meschghin und Ardebil sowie in kurdischen Knüpfungen und in solchen des Farsgebietes, wo es zuweilen die Bordüren ziert.

Wir haben es hier mit einer der Seltsamsten, aber auch am meisten einleuchtenden Muster-Bezeichnungen zu tun. Der Name hat überhaupt nichts mit den ursprünglichen, heute unbekannten Symbolgehalten zu tun. Er geht vielmehr zurück auf die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstärkt einsetzende Handelstätigkeit und den damit einhergehenden sprachlichen Einfluss Westeuropas. Als nämlich englische Einkäufer dieses stilistisch klar und einfach gegliederte Innenfeldmuster zu sehen bekamen, erinnerte sie das Motiv diagonal und parallel nebeneinander gesetzter, schmaler Streifen sofort an das im heimatlichen England übliche Zunftzeichen der dortigen Barbiere. Sie nannten es fortan barberhinge-design, zu Deutsch: Barbierstangenmuster. Dort hängt noch heute vor vielen Frisiersalons ein rechteckiges Schild mit eben solchen Diagonalstreifen. Als die Einkäufer ständig anmerkten, dass in ihrer Heimat ein ähnliches Motiv von den britischen Barbieren geführt wird, übernahmen die Basaris im Orient diese Bezeichnung zur Mustererläuterung, sodass sich dafür schon bald die Bezeichnung barberhinges einbürgerte - und bis heute so blieb.

Die Bedeutung und Herkunft dieses Musters ist bisher nicht bekannt. Verschiedene Deutungsversuche wurden versucht. Sie sind aber teilweise so abenteuerlich, dass sie ihrer Verbreitung im Wege stehen.

(Abb.: Beloutsch)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

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Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Rapportmuster

Durchlaufendes Muster

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Durch die mehrfache Wiederholung ein und desselben Motivs entsteht das so genannte Rapportmuster, auch durchlaufendes Muster genannt. Im Allgemeinen fällt dafür das Mittelfeld eines Orientteppichs an. Weit verbreitet ist das Rapportmuster in den Orientteppich-Galerien.

 

(Abb.: Mehraban)

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

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Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

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