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Nain 6 Lah

ca. 156 x 228 cm, Unikat / Einzelstück

5498

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Merkmale
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 5 mm
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 85 % Schurwolle, 15 % Seide
Knoten pro m²: ca. 810.000 Knoten pro m²
Muster: Raute
Der 6 Lah oder Schisch-Lah Nain ist ein klassischer,
besonders feiner und hochwertiger persischer Orientteppich.
Typisch für den Nain sind die Mustereinfassungen in Seide.

Lieferung in 4-5 Werktagen

Nain 6 Lah Unikat / Einzelstück
  • 1392190-050 U17


Habibian

Orientteppichmanufaktur in Nain 

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Die Orientteppich-Manufaktur Habibian machte sich von Anfang an sehr um die Provenienz (Ursprung, Herkunft) Nain verdient. Auf Grund ihrer hochwertigen Qualität und der gefälligen Dessins (Musterung, Zeichnung) erreichte sie bald ein herausragendes Renommee. Echte Habibian-Nains sind relativ selten und recht gut zu erkennen, denn ihr Duktus (Stil, Stilrichtung) ist ‘kurviger’ als die Linienführung der anderen Knüpfungen. Der Gründer der gleichnamigen Manufaktur ist vor einigen Jahren in hohem Alter verstorben.

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

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Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Knüpfdichte

Qualitätskriterium für Knüpfteppiche

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Zu den Kriterien für Qualität, Feinheit und Wert eines Knüpfteppichs gehört die Knüpfdichte.

Als Knüpfdichte wird die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter angegeben. Dabei ist es wichtig, geschichtete von ungeschichteten Knüpfungen zu unterscheiden. Der Unterschied zwischen geschichteter und ungeschichteter Ware besteht in der Position der Kettfäden zueinander. 

Bei einem ungeschichteten Teppich liegen die Kettfäden auf gleicher Ebene nebeneinander. Da jeder Knüpfknoten um zwei Kettfäden geschlungen wird, werden pro Knoten auf der Rückseite des Teppichs zwei nebenander liegende Bögen sichtbar. Zwei Bögen stehen also für einen Knoten. 

Bei geschichteter Ware wird ein Schussfaden locker eingetragen und ein zweiter Schussfaden fester gezogen. Dadurch liegen die Kettfäden nicht mehr parallel, sondern auf zwei Ebenen, fast vertikal übereinander. Auf der Rückseite des Teppichs ist nur ein Knotenbogen sichtbar. Jeder sichtbare Bogen steht also für einen Knoten.

Am deutlichsten sichtbar ist der Unterschied beim Betrachten von feinen Musterdetails auf der Rückseite, wie z. B. schräg laufende Linien: Bei ungeschichteten Teppichen ist in Schussrichtung immer eine gerade Anzahl von Knotenbögen sichtbar, nur bei geschichteter Ware sind ungerade Knotenbögenzahlen möglich.

Der häufigste Fehler, der bei der Bestimmung der Knüpfdichte gemacht wird, besteht darin, dass ungeschichtete Teppiche nicht als solche erkannt und jeder Knoten doppelt erfasst wird.

Um die Knüpfdichte zu ermitteln, werden in einem Quadrat die Knoten in horizontaler (Kett-) und vertikaler (Schuss-) Richtung gezählt und miteinander multipliziert. Meist wird die Knotenanzahl in einem Inch-Quadrat (Zoll-Quadrat) ermittelt und entsprechend auf den Quadratmeter hochgerechnet:

Ein Inch-Quadrat ist etwa: 2,54 cm x 2,54 cm = 6,45 cm2

Ein Quadratmeter ist: 100 cm x 100 cm = 10.000 cm2

Um den Umrechnungsfaktor von Inch in Quadratmeter zu ermitteln, teilt man die Fläche des Quadratmeters durch die Fläche eines Inch-Quadrats: 10.000 cm2 : 6,45 cm2 = 1.550

Der Umrechnungsfaktor vom Quadratinch zum Quadratmeter beträgt 1550.

Zur korrekten Bestimmung, sollte immer an mehreren Stellen des Teppichs gezählt werden, denn als echte Handarbeit gibt es innerhalb eines Stückes leichte Abweichungen.

Beispiel:

Ein Kaschmir Seidenteppich 18/18 (geschichtete Knüpfung, siehe Abbildung) hat in einem Inch-Quadrat 18 Knoten in horizontaler und 18 Knoten in vertikaler Richtung. Daraus ergibt sich eine Knüpfdichte von: 18 x 18 x 1550 = 502200 Knoten / m2

Die Knüpfdichte kann nur innerhalb einer Provenienz als Qualitätskriterium heran gezogen werden. Denn was für einen Manufakturteppich, wie z.B. einem Nain, als grobe Qualität gilt, ist für einen Nomadenteppich, z.B. einem Gabbeh, sehr fein.

Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele:

Allgemein kann man sagen, je feiner das Knüpfgarn, desto höher kann die Knüpfdichte werden. Je höher die Knüpfdichte, desto detailreicher und feiner kann ein Teppichmuster dargestellt werden. Die Knüpfdichte ist jedoch nicht das einzige entscheidende Element um die Qualität eines Knüpfteppichs zu bestimmen. Je nach Provenienz werden unterschiedlich dicke Knüpfgarne verwendet. So werden zum Beispiel Nomadenteppiche aus dicker handversponnener Wolle gearbeitet. Obwohl die Knüpfdichte relativ niedrig ist, kann es sich bei Nomadenteppichen um durchaus wertvolle Stücke handeln.

Die Knüpfdichte ist also nur ein Kriterium um die Qualität eines Knüpfteppichs zu bestimmen. Es gibt zahlreiche weitere Elemente, die für den Wert eines Teppichs entscheidend sind.

Hierzu zählen:

- Die schöpferische Gestaltung des Musters und der Farben

- Die Wollqualität

- Die Qualität der Einfärbung der Wolle

- Das Wolleinsatzgewicht

- Die Gleichmäßigkeit und Exaktheit der Knüpfung

- Die Gleichmäßigkeit und Sauberkeit der Schur

- Die Teppichwäsche

- Das Säubern des Teppichs von überschüssigem Material, wie Kett- und Schussknoten.

- Das Einfassen der Kanten

- Das Knoten der Fransen

- Die Höhe des Flors (Provenienzabhängig)

Nain

Zentralpersische Teppichprovenienz 

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Nain zählt zu den bekanntesten Teppichprovenienzen (Ursprung, Herkunft) des Iran. Sie hat ihren Namen von der gleichnamigen Stadt nordwestlich von Isfahan. Nain hat eine alte Web-Tradition. Hier wurden vor der Khadjaren-Dynastie (1794 - 1925) die hochwertigsten Überwürfe für Edelleute hergestellt, „Aba“ genannt. Unter dem Einfluss der westlichen Kultur, wurde „Aba“ als Kleidung vom Anzug verdrängt, und immer weniger gehandelt. Die Weber verlagerten ihr Geschäft und begannen Teppiche zu knüpften. Heutige Teppiche  Nainaus Nain verdanken Ihre unverwechselbaren Muster und Farbkombinationen dem Meister Hadj Fatollah Habibian Naiini. Er arbeitete mit weniger als zehn Farben und legte somit den Grundstein für den noch heute beliebten Teppich. Die Grundfarben sind bis heute meist Weiß bzw. Beige und Blau, wobei auch immer öfter Nain-Teppiche in den Farben Rot, Grün und Gelb gibt. Typisch sind florale Muster, deren Konturen mit Seide betont werden. 

Durch ihre schlichte Eleganz passen die Nain auch in moderne Einrichtungen. 

Man unterscheidet den Nain in 4 Qualitätsstufen, die in „Lah“ angegeben werden. Sie beschreibt Anzahl der Fäden aus dem die Kette gezwirnt ist. Je mehr Fäden, desto dicker die Kette und damit die Knüpfknoten und desto geringer die Knüpfdichte:

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Nain 12Lah: Auch als Kaschmar-Nain bekannt, ist mit ca. 150.000 – 250.000 Knoten / qm der gröbste Nain. Er wird nach den Traditionen der Knüpfer aus Nain, im Khorasan Gebiet geknüpft.

Nain 9Lah: Der im persischen No-lah Nain genannte Teppich ist mit ca. 350.000 – 550.000 Knoten / qm deutlich feiner als der 12Lah Nain.

Nain 6La: Dem feinen 6Lah- oder Schisch-Lah Nain ist der Ruhm der Provenienz zu verdanken. Er gilt im gesamten Orient als besonders hochwertiger persischer Teppich. Die Knüpfdichte liegt bei ca. 850.000 – 1.200.000 Knoten / qm

Nain 4Lah: Der Nain 4Lah ist mit ca. 1.200.000 – 2.000.000 Knoten /qm der vielleicht feinste iranische Wollteppich. 

Abb. oben rechts: Habibian Signatur

Abb. unten links: Nain, 6Lah

Raute

Musterdetail historischen Ursprungs

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Die Raute ist ein auf der Spitze stehender Rhombus, dessen vier gleiche Seiten im Orientteppich gezackt, abgesteppt oder mit Haken besetzt sein können. Mit dem Quadrat gehört die Raute zu den ältesten Grundformen im Orientteppich. Sie bildet die Grundlage für alle Rapportmuster.

Die Raute hat in der islamischen Welt zudem einen symbolischen Wert. Sie versinnbildlich die Unsterblichkeit der Seele. Dementsprechend ist sie sehr häufig als Füllmotiv anzutreffen.

Ausgesprochene Rautenmuster oder von der Raute abgewandelte Muster weisen die Yomut-Teppiche der Turkmenen auf. Durchlaufende Rautenmuster realisieren auch die Luren- und Bachtiari-Knüpfer, welche das Dessin dann "Keshti" nennen.

(Abb.: Yalameh)

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

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Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

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