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Cicim Zemmori

ca. 166 x 290 cm, Unikat / Einzelstück, rot

1139

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Merkmale
Besonderheiten: rechteckig
Gesamthöhe: ca. 4 mm
Herkunft: Marokko
Knoten pro m²: ca. 80.000 Knoten pro m²
Verarbeitung: handgewebt und -bestickt

Cicim Zemmori Unikat / Einzelstück
  • 1351856-050 U17


Atlas

Gebirgszug in Marokko

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Das Atlasgebirge ist ein seit dem Altertum bekannter Gebirgszug im Norden Marokkos. So benannt wurde es nach dem mythologischen Titanen Atlas der antiken Griechen. Sie hatten die Vorstellung, dass dieser die Weltkugel hier am Ausgang des Mittelmeeres auf seinen Schultern trägt. 

Es werden schon seit langer Zeit Teppiche im Atlasgebirge produziert. Die traditionellen, meist Orange-Roten Berber-Teppiche kommen aus dem Mittleren oder Hohen Atlas. Diese Teppiche haben kaum etwas gemein mit den heute bekannten, meist rein wollweißen Berber-Teppichen, die in der Gegend um die Hauptstadt Rabat produziert werden.

(Abb.: Beni Bouhi)

Fransen

An den Querenden des Teppichs herausragende Kettfäden 

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Technisch gesehen sind die Fransen des Teppichs nichts anderes als die Kettfäden, die an den Querenden herausragen. Die Fransen können also Aufschluss auf das verwendete Kettmaterial geben. Das kann zur Bestimmung einer Provenienz sehr hilfreich sein. Als Beispiel sei die auf den ersten Blick nicht immer einfache Unterscheidung von Nain- und Isfahan -Teppichen genannt. Da ein Großteil der Teppiche aus Isfahan auf einem Seidengrundgewebe geknüpft ist, müssen auch die Fransen aus Seide sein. In Nain wird dagegen fast immer auf Baumwolle geknüpft, die Fransen sind folglich ebenfalls aus Baumwolle.

Bei alten Teppichen, deren Fransen abgetreten sind, wird hin und wieder die Kelimkante soweit aufgelöst, dass die freigelegten Kettfäden die Fransen ersetzen.

Viele Kunden empfinden die Fransen als störend. Daher werden sie bei modern gemusterten Teppichen umgenäht oder der ganze Teppich rundum gekettelt. Auch bei Gabbeh- und einigen anderen Nomaden-Teppichen werden die Fransen traditionell umgenäht, z.T. auch nur auf einer Seite.

(Abb.: Seidenfransen eines Isfahan)

Kelim

Flachgewebter, florloser Teppich 

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Das Wort Kelim ist in der Alltagssprache zu einem Synonym für alle orientalischen Flachgewebe geworden. Dabei definiert ihn der Fachmann streng an seiner typischen Webtechnik und der orientalischen Herkunft. Als Kelim bezeichnet man nur Produktionen aus der Türkei, dem Kaukasusgebiet, dem Iran, Afghanistan und dem turkmenischen Kulturraum. Damit sind etwa indische Dhurries oder europäische Fleckerlteppiche keine Kelims. In fast allen Ländern, in denen Teppiche geknüpft werden, ist auch ein Teppich ohne Flor anzutreffen. Er gilt als Vorläufer der geknüpften Teppiche. 

Kelim

Der Kelim dient dem Nomaden als isolierender und dekorierender Bodenbelag im Zelt oder in den Behausungen als Decke über die Schlafstatt. Kleine Kelim-Arbeiten ergeben Zeltvorhänge, Zelttaschen, Satteltaschen und Kissen.

Schlitz-Kelim: Die nur aus Kette und Schuss bestehenden klassischen Kelims werden von Hand gefertigt. Die Kette besteht aus Wolle oder Ziegenhaar. Bei moderneren Kelims auch aus Baumwolle. Die Musterung entsteht durch das farbige Schussmaterial, das in die Kettfäden gewebt wird. Bei klassischen Kelims besteht das Schussmaterial aus Wolle. Die Fadenenden werden mit eingearbeitet. Diese Art der Herstellung hat zur Folge, dass zwischen zwei unterschiedlichen Farbbereichen ein Schlitz im Gewebe zu sehen ist. Daher wird diese Webart auch als Schlitzkelim bezeichnet.

Der Schlitz-Kelim zeigt auf beiden Seiten das gleiche Bild und ist somit beidseitig nutzbar. Aufgrund seines leichten Gewichts und seiner einfachen Konstruktion kann er zudem vielfältig eingesetzt werden, ob als Teppich, Wandbehang oder Decke. 

Cicim: auch Dschidschim genannt, ist ein bestickter Kelim.

Keci-Kelim: ein grob gewebter Kelim aus naturbelassenem Ziegenhaar im Streifenmuster. Er wird von den Nomaden nur für den Eigenbedarf produziert.

Palas: ein in Schlitztechnik hergestellter Kelim aus dem Kaukasus.

Soumakh: gewirkter Kelim. Bei dieser Webtechnik wird das mustergebende Garn auf der Sichtseite des Teppichs über 4 Kettfäden geführt, dann zur Abbindung an der Rückseite um 2 Kettfäden geschlungen und an der Oberfläche mustergebend wieder weitergeführt. Die Fadenenden hängen lose an der Rückseite heraus. Ein zusätzlicher Schussfaden gibt dem Gewebe Halt. Im Gegensatz zum Schlitz-Kelim sind auf diese Art wesentlich feinere Muster möglich. Soumakhs werden speziell als Bodenbelag verwendet, da sie nur einseitig verwendbar sind und durch die spezielle Webtechnik besser vor Kälte und Nässe schützen.

Verneh: in ein Pallas Grundgewebe, das fast immer in einem bläulichen Rot gehalten wird, wird ein Musterfaden eingewirkt. Der Musterfaden wird über 1 bis 3 Kettfäden geschlungen und die heraushängenden Enden in das Gewebe, zusammen mit dem Schussfaden, eingeführt. Manche Verneh werden in halbmeterbreiten Bändern gearbeitet und längs zusammen genäht.

Es ist empfehlenswert eine trittfedernde und rutschhemmende Teppichunterlage zwischen Fußboden und Webteppich zu legen. 

(Abb.: Ghasghai Schlitz-Kelim)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

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Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Kibek-Echt-OrientUnikat / EinzelstückStück-Nr.: 1351856Herkunft: MarokkoVerarbeitung: handgewebt und -besticktGröße: ca. 166 x 290 cmHöhe: ca. 4 mmFarbe: rotMaterial: 100% Schurwolle (IWollsiegel)Kette: Kette aus WolleBesonderheiten: im Atlas in Heimarbeit für den einheimischen Markt gewebte und bestickte Kelims, Fransen nur auf einer SeiteEmpfehlung: Spezial-Unterlage Kibek-Allstop-SuperLesen Sie hier mehr über Kelim-Teppiche
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