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Persischer Kelim

ca. 175 x 250 cm, Unikat / Einzelstück

399

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Merkmale
Besonderheiten: rechteckig
Verarbeitung: handgewebt
Gesamthöhe: ca. 4 mm
Herkunft: Persien (Iran)

Persischer Kelim Unikat / Einzelstück
  • 1373424-050 U17


Abrasch

Fachausdruck für orientteppichspezifische Farbsprünge

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Abraschen sind Hell-Dunkel-Farbschattierungen, also gering bis deutlich abweichenden Farbtonänderungen des Florgarns, die in Orientteppichen immer quer zur Längsrichtung verlaufen. Auf Deutsch werden sie auch Farbsprung genannt.

Das Wort Abrasch bedeutet im Türkischen so viel wie scheckig, Schattierung. Sie fallen besonders auf flächigen Farbbereichen auf und sind ein Phänomen, das in Orientteppichen recht häufig anzutreffen ist. Demzufolge gelten sie als orienttypische Eigenart.

Insbesondere bei Nomaden- und Bauernteppichen gehören sie quasi dazu, werden zumindest - je nach Standpunkt des Interessenten - toleriert oder sind sogar erwünscht. Hochfeine Manufakturteppiche sollten jedoch frei von Abraschen sein.

Die Ursachen von Abraschen sind vielfältig: Beim Einfärben per Hand weichen die Farbstoffmengen gegenüber der nächstfolgenden Färbecharge geringfügig ab und verändern so den Farbton.

Auch unterschiedliche Naturwollfarben, die von Beige über Braun bis Schwarz reichen, können die Ursache sein, denn die Farben decken darauf anders. Ausschlaggebend sind ferner die unterschiedlichen Temperaturen der Farbflotte, differierende Konsistenz des Farbstoffs - insbesondere bei Naturfarbstoffen -, intensiveres oder kürzeres Kochen, Sonnentrocknung des Färbegutes, verschiedenartige Beizen zum Aufschließen des Keratins (Protein der Wolle), Restfettgehalt der Wolle, Mineralgehalt und ph-Wert des Wassers, Farbreaktionen bei einer Veredelungswäsche, usw.

Abraschen sind ein so spezifisches, teils auch Muster belebendes Orientteppichmerkmal, dass sie in industriell gefertigten Teppichen sogar als produktspezifisches Schmuckelement nachgeahmt werden.

(Abb.: Persischer Gabbeh)

Kelim

Flachgewebter, florloser Teppich 

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Das Wort Kelim ist in der Alltagssprache zu einem Synonym für alle orientalischen Flachgewebe geworden. Dabei definiert ihn der Fachmann streng an seiner typischen Webtechnik und der orientalischen Herkunft. Als Kelim bezeichnet man nur Produktionen aus der Türkei, dem Kaukasusgebiet, dem Iran, Afghanistan und dem turkmenischen Kulturraum. Damit sind etwa indische Dhurries oder europäische Fleckerlteppiche keine Kelims. In fast allen Ländern, in denen Teppiche geknüpft werden, ist auch ein Teppich ohne Flor anzutreffen. Er gilt als Vorläufer der geknüpften Teppiche. 

Kelim

Der Kelim dient dem Nomaden als isolierender und dekorierender Bodenbelag im Zelt oder in den Behausungen als Decke über die Schlafstatt. Kleine Kelim-Arbeiten ergeben Zeltvorhänge, Zelttaschen, Satteltaschen und Kissen.

Schlitz-Kelim: Die nur aus Kette und Schuss bestehenden klassischen Kelims werden von Hand gefertigt. Die Kette besteht aus Wolle oder Ziegenhaar. Bei moderneren Kelims auch aus Baumwolle. Die Musterung entsteht durch das farbige Schussmaterial, das in die Kettfäden gewebt wird. Bei klassischen Kelims besteht das Schussmaterial aus Wolle. Die Fadenenden werden mit eingearbeitet. Diese Art der Herstellung hat zur Folge, dass zwischen zwei unterschiedlichen Farbbereichen ein Schlitz im Gewebe zu sehen ist. Daher wird diese Webart auch als Schlitzkelim bezeichnet.

Der Schlitz-Kelim zeigt auf beiden Seiten das gleiche Bild und ist somit beidseitig nutzbar. Aufgrund seines leichten Gewichts und seiner einfachen Konstruktion kann er zudem vielfältig eingesetzt werden, ob als Teppich, Wandbehang oder Decke. 

Cicim: auch Dschidschim genannt, ist ein bestickter Kelim.

Keci-Kelim: ein grob gewebter Kelim aus naturbelassenem Ziegenhaar im Streifenmuster. Er wird von den Nomaden nur für den Eigenbedarf produziert.

Palas: ein in Schlitztechnik hergestellter Kelim aus dem Kaukasus.

Soumakh: gewirkter Kelim. Bei dieser Webtechnik wird das mustergebende Garn auf der Sichtseite des Teppichs über 4 Kettfäden geführt, dann zur Abbindung an der Rückseite um 2 Kettfäden geschlungen und an der Oberfläche mustergebend wieder weitergeführt. Die Fadenenden hängen lose an der Rückseite heraus. Ein zusätzlicher Schussfaden gibt dem Gewebe Halt. Im Gegensatz zum Schlitz-Kelim sind auf diese Art wesentlich feinere Muster möglich. Soumakhs werden speziell als Bodenbelag verwendet, da sie nur einseitig verwendbar sind und durch die spezielle Webtechnik besser vor Kälte und Nässe schützen.

Verneh: in ein Pallas Grundgewebe, das fast immer in einem bläulichen Rot gehalten wird, wird ein Musterfaden eingewirkt. Der Musterfaden wird über 1 bis 3 Kettfäden geschlungen und die heraushängenden Enden in das Gewebe, zusammen mit dem Schussfaden, eingeführt. Manche Verneh werden in halbmeterbreiten Bändern gearbeitet und längs zusammen genäht.

Es ist empfehlenswert eine trittfedernde und rutschhemmende Teppichunterlage zwischen Fußboden und Webteppich zu legen. 

(Abb.: Ghasghai Schlitz-Kelim)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

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Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Kibek-Echt-OrientUnikat / EinzelstückStück-Nr.: 1373424 75Herkunft: Persien (Iran)Verarbeitung: handgewebtGröße: ca. 175 x 250 cmHöhe: ca. 4 mmMaterial: 100% SchurwolleKette: Kette aus WolleBesonderheiten: beidseitig verwendbar, Naturfarben, AbraschEmpfehlung: Spezial-Unterlage Kibek-Allstop-SuperLesen Sie hier mehr über Kelim-Teppiche
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