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Jangiganj Täbriz

ca. 200 x 400 cm, Unikat / Einzelstück, creme

3489

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Merkmale
Besonderheiten: rechteckig
Gesamthöhe: ca. 15 mm
Herkunft: Indien
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 250.000 Knoten pro m²

Jangiganj Täbriz Unikat / Einzelstück
  • 1348996-050 U17


Allover

Dessinrapport ohne Medaillon

allover_birdjend

Allover ist ein aus dem Englischen übernommener, inzwischen auch im Deutschen weitverbreiteter Fachbegriff für eine spezielle Musterkonzeption. Sie wird gebildet aus einem endlosen, durchgehend gemusterten Rapport ohne Medaillon oder eine auf andere Weise betonte Mitte. Dennoch kann eine Vierersymmetrie zugrunde liegen. Da allover gemusterte Dessins (Musterung, Zeichnung) durch die fehlende Betonung des Teppichzentrums gerade in möblierten Räumen universell einsetzbar sind, und keine Rücksicht auf ein Mittelmedaillon genommen werden muss.

(Abb.: Birdjend)

Arabeske

Spiralartiges Detail ornamentaler Musterführung

arabeske_isfahan

Mit Arabeske bezeichnet man ein schwungförmig gestaltetes, kreisendes Ornament als Teilspirale in Orientteppichen und anderen Musterdekors meist orientalischer Kunstwerke. Sie läuft am Ende oft in Gabelranken aus und erscheint besonders ausdrucksstark im -medaillonbetonten Eslimi-Muster. 

Umgeben von anderen, der Pflanzenwelt entliehenen, abstrahierten Musterdetails schmückt sie umlaufend als sog. Arabeskenranke die Bordüren vieler floral gemusterter Knüpfteppiche. Die Arabeske wird auf einer, fachlich Patrone oder auch Karton genannten Mustervorlage detail- und knotengenau entworfen. 

(Abb.: Isfahan)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

ketteschuss_1

Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Palmetten

Florales Musterdetail 

palmetten_nain

Palmetten sind floralartige, bis zur Abstraktion neigende Musterdetails, deren Herkunft uralt ist. Sie wirken oft ein wenig querschnittartig. Während der Kunstepoche der Safawiden (1501 bis 1722) gelangten sie zu voller Blüte. Meist erscheinen sie zusammen mit anderen Floralornamenten wie Schah-Abbas-Blüten, Arabesken und Wolkenbändern. Es wird unterschieden nach Blatt-, Fächer-, Kelch-, Kranz-, Scheiben- und Schah-Abbas-Palmetten. Wenn im Zentrum ein Tier abgebildet ist, spricht man von einer Tierpalmette. Eine Eigentümlichkeit stellen die dämonenhaften Fratzenpalmetten dar, die als Abwehr gegen den im Orient weitverbreiteten Aberglauben des Bösen Blicks gedacht sind.

(Abb.: Nain)

Pardeh

Teppichgrößenbezeichnung in Persien

pardeh_nahavand

Im Gegensatz zum 10/4 (1,70 x 2,40 m) misst der Pardeh normalerweise 2,50 x 1,50 m. In Täbris spricht man bisweilen auch bei der Abmessung 2,00 x 3,00 m von Pardeh. In jedem Fall rechnet der Pardeh nach hiesigem Verständnis zu den übergroßen Brückenformaten ab ca. 4,00 qm.

Das Wort Pardeh bedeutet auf Persisch “Vorhang, Gardine“. Da es auch für die Größenbezeichnung von Großbrücken herangezogen wird, mag als Erklärung dienen, dass diese Bezeichnung aus der Zeltkultur der Nomaden übernommen wurde. In den Zelten werden die Funktionsbereiche wie Knüpfen/Arbeiten, Kleinvieh, Küche, Schlafen, Gastraum, etc. mit geknüpften oder gewebten Teppichen dieser Abmessungen abgeteilt.

Zum Überblick geben wir hier die im Vorderen Orient gebräuchlichen Maßbezeichnungen wieder. Sie richten sich teilweise am altpersischen Längenmaß, dem “Sar“ aus, der sich in vielen Größenbezeichnungen als Silbe wieder findet: 

Orientalische Teppichgrößenbezeichnungen mit ca.-Maßen

Baby

ca. 40 x 60 cm, auch ca. 0,25 qm

Poschti (persisch Kissen für den Rücken)

ca. 60 x 80 cm, auch ca. 0,50 qm

Yastik (türkisch Kissen)

ca. 50 x 100 cm

Strip (Runner)

Streifen; kleiner, schmaler Läufer

Sartcharak (pers.), Pandjerek, Saroquart (pers.)

ca. 80 x 130 cm

Charak (pers.)

ca. 50 x 150 cm

Charakbuland (pers.)

ca. 80 x 200 cm

Saronim, Metreonim (pers.)

ca. 110 x 160 cm

Çeyrek (türkisch)

ca. 90 x 140 cm

Barik (persisch schlank)

ca. 100 x 200 cm

Dosar, Ghalitcheh (pers.)

ca. 130 x 200 cm

Çedjahdeh (türkisch)

ca. 120 x 190 cm

Kenare (persisch)

ab ca. 250 x 80 cm

Pardeh, Kelleyghi (persisch)

ca. 150 x 250 cm

Exote (meist doppelt so lang wie breit)

ca. 130/ 150 x 260/ 350 cm

Hali (türkisch), Ghali (persisch)

ca. 200 x 300 cm

Übermaß 

Teppiche mit mehr als 14 qm

(Abb.: Nahavand 155 x 244 cm, Pardeh)

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

ketteschuss_1

Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

Uthar Pradesh

Indische Provinz mit großer Teppichproduktion 

utarpradesch_mirzapurherati

In Indien wurden die ersten Teppiche im 16. Jahrhundert unter persischem Einfluss am Hof der Mogul-Kaiser geknüpft. Während der britischen Kolonialzeit nahm die Knüpfindustrie gewaltigen Aufschwung.

Die produktivste Knüpfregion Indiens ist die Region um Bhadohi / Varanasi in der nördlichen Provinz Uthar Pradesh.

Die Dessinierung (Musterung, Zeichnung) der Teppiche ist überwiegend persisch beeinflusst, wird aber stark an die Nachfrage westlicher Märkte angepasst. Gehobene und mittlere Qualitäten werden mit Importgarnen geknüpft. Hauptwolllieferant ist Neuseeland. 

Bei der Einteilung der Knotendichten ist der Einfluss der ehemaligen britischen Fremdherrschaft immer noch spürbar: Die sehr unterschiedlichen Qualitäten basieren nach wie vor auf englischen Maßen. Ein Teppich mit einer Knüpfdichte von 10/20 hat auf einem Quadratzoll 10 x 20 Knoten, entspricht also gut 300.000 Knoten pro Quadratmeter.

(Abb.: Mirzapur Herati)

Kibek-Echt-Orient, EinzelstückStück-Nr.: 1348996Herkunft: IndienVerarbeitung: handgeknüpftGröße: ca. 200 x 400 cmHöhe: ca. 15 mmFarbe: cremeKnoten pro m²: ca. 140.000Flor: 100% SchurwolleGrundgewebe: Kette und Schuss aus BaumwolleMuster: Palmetten, Arabesken, AlloverFormat: ExoteLesen Sie hier mehr über Teppiche aus Indien
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