• 2-3 Werktage Lieferzeit
  • 100 Tage Rückgaberecht

Kaschmir Seide 18/18

ca. 213 x 309 cm, Unikat / Einzelstück

4978

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Merkmale
Herkunft: Indien
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 5 mm
Flormaterial: 100 % Seide
Knoten pro m²: ca. 500.000 Knoten pro m²
Kaschmir liegt im indischen Teil des Himalayas.
Mit seiner Hauptstadt Srinagar ist es berühmt
für seine Seidenteppiche.

Lieferung in 4-5 Werktagen

Kaschmir Seide 18/18 Unikat / Einzelstück
  • 1375720-050 U17


Kaschmir

Knüpfregion in Nord-Indien 

kashmir_kashmirroyal_1

Das an den Karakorum grenzende Gebirgsland Kaschmir im Himalaya ist geteilt und gehört zu einem Drittel als Provinz zu Pakistan, während die anderen zwei Drittel den Unionsstaat “Djammu and Kashmere“ bilden, der zu Indien gehört. Die Bevölkerung des größeren Teils ist überwiegend moslemisch und strebt nach mehr Unabhängigkeit von Indien, aber auch von Pakistan

Die Knüpfteppiche kommen ausschließlich aus dem indischen Teil Kaschmirs und werden vorwiegend in der Provinzhauptstadt Srinagar und Umgebung geknüpft. Berühmt sind die Seidenteppiche Kaschmirs, die üblicherweise auf Baumwollgrundgewebe entstehen.

Die Knüpfeinteilungen geben die Knoten pro Zoll in Kett- und Schussrichtung an. Die geläufigsten sind 16/16 und 18/18 Knoten in Kett- und Schussrichtung pro Zoll, was etwa 400.000 bzw. 500.000 Knoten / m2 entspricht. 

Die Farben sind eher zurückhaltend, die Muster sehr stark persisch beeinflusst. Dies ist geschichtlich bedingt, denn einst holten die Mogulkaiser (1526-1857) persische Teppichknüpfer an ihren Hof nach Indien. Man spricht deshalb auch vom indo-persischen Stil. Eine Legende allerdings besagt, dass der tributpflichtige Sultan von Kaschmir 1398 seinen Sohn als Geisel zu Timur Lenk (Tamerlan) nach Samarkand schicken musste. Hier lernte der junge Prinz das ihn begeisternde Knüpfkunsthandwerk kennen und führte es nach seiner Rückkehr in Kaschmir mit Knüpfern aus Samarkand ein.

Normalerweise werden Teppiche nach sog. Musterkartons geknüpft. In Kaschmir stellt man dafür sog. Talims her, Papierrollen, in denen mit einer speziell codierten Schrift das Muster erfasst ist und gelesen werden kann. Die zu setzenden Knoten werden von einem Vorsänger dann den Knüpfern in einem Wechselgesang vorgesungen. Nachdem die Knüpfer die Knoten ausgeführt haben antworten sie mit “hou!“ - und weiter geht’s. 

(Abb.: Kaschmir Seide 18/18)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

ketteschuss_1

Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Medaillon

Primärornament im Teppich 

medaillon_kashmar

Das Medaillon ist eine vielfach in Orientteppichen vorkommende Musterform im Mittelfeld. Die Formen selbst sind überaus verschieden, es gibt zum Beispiel Rauten-, Rosetten und Oval-Medaillons.

(Abb.: Kaschmar)

Palmetten

Florales Musterdetail 

palmetten_nain

Palmetten sind floralartige, bis zur Abstraktion neigende Musterdetails, deren Herkunft uralt ist. Sie wirken oft ein wenig querschnittartig. Während der Kunstepoche der Safawiden (1501 bis 1722) gelangten sie zu voller Blüte. Meist erscheinen sie zusammen mit anderen Floralornamenten wie Schah-Abbas-Blüten, Arabesken und Wolkenbändern. Es wird unterschieden nach Blatt-, Fächer-, Kelch-, Kranz-, Scheiben- und Schah-Abbas-Palmetten. Wenn im Zentrum ein Tier abgebildet ist, spricht man von einer Tierpalmette. Eine Eigentümlichkeit stellen die dämonenhaften Fratzenpalmetten dar, die als Abwehr gegen den im Orient weitverbreiteten Aberglauben des Bösen Blicks gedacht sind.

(Abb.: Nain)

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

ketteschuss_1

Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

  • 2-3 Werktage Lieferzeit
  • 100 Tage Rückgaberecht
  • Kauf auf Rechnung
Kostenlose Retoure Wenn Sie einen Rücknahmewunsch haben, teilen Sie uns dieses per Brief, per E-Mail, per Fax oder per Telefon mit. Wir veranlassen die Rückholung und übernehmen selbstverständlich die damit verbundenen Kosten. Sie haben bei uns 100 Tage volles Rückgaberecht. Sonderanfertigungen und zugeschnittene Artikel (z. B. Läufer-/Rollenware und Teppichboden) sind von der Rückgabe ausgeschlossen.
Informationen zum gesetzlichen Widerrufsrecht
Bewertungen lesen, schreiben und diskutieren... mehr