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Ilam

ca. 220 x 328 cm, Unikat / Einzelstück, rot - dunkelblau

13749

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Merkmale
Besonderheiten: rechteckig
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Herkunft: Persien (Iran)
Muster: Sirchaki
Knoten pro m²: ca. 420.000
Ilam ist eine kleine Stadt im Westen des Iran
und eine relativ neue Teppichprovenienz.

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Ilam Unikat / Einzelstück
  • 1355701-050 U17


Ilam

Provenienz im Südwesten Persiens

ilam_ilam

Die iranische Provinz Ilam mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt grenzt an den Irak. In der Stadt leben hauptsächlich Kurden, im Umland hingegen die Luren. Ihren Namen trägt diese Provinz nach dem antiken Land Elam, das schon die Sumerer erwähnten. 

Da in dieser ansonsten unterentwickelten, teils bettelarmen Region nach dem irakisch-iranischen Krieg Arbeitsplätze geschaffen werden sollten, förderte die Regierung hier die Einrichtung von Knüpfstühlen. Die Ilam-Knüpfungen sind somit eine relativ neue Provenienz (Ursprung, Herkunft), die erst Anfang der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts von der staatlichen Teppichgesellschaft Scherkate Sahimi Farsch ins Leben gerufen wurde, unter deren Regie diese Knüpfungen nach wie vor entstehen.

Da Ilam auf keine eigene Knüpftradition verweisen kann, ließ man sich von Dessins (Musterung, Zeichnung) anderer Provenienzen inspirieren und lehnte sich stark an den Duktus (Stil, Stilrichtung) der Isfahan - und Sarough -Arak -Knüpfungen an. Die Farbgebung ist allerdings sanfter, lichter als die der “Paten“. Auffällig sind die relativ häufigen Dessins in längssymmetrischer Konzeption. 

Wie bei allen Newcomern wird auch viel Kritikwürdiges produziert. Diese Stücke gelangen allerdings kaum in den Export. So zählen die in Deutschland angebotenen Ilams Seidengrundgewebe heutzutage mit zum Besten, was persische Teppichknüpfmanufakturen zu bieten haben.

(Abb.: Ilam)

Sirchaki

Auch Ausgrabungsmuster genannt 

sirchaki_vasenkaschmar

Das provenienztypische (Ursprung, Herkunft) Sirchaki-Dessin (Musterung, Zeichnung) kommt ausschließlich im Kaschmar-Teppich, Ost-Persien, vor. Ein massiv geknüpfter, hochfloriger, volumiger Orientteppich mit Knüpfdichten zwischen 180.000 bis 250.000 Knoten/qm. Dem Verfasser sind allerdings auch Sirchaki-Dessins in einem Sarough und eine gut gelungene Nachknüpfung aus Indien bekannt. Aufgrund der immer häufiger werdenden Mustertransfers wird es ständig problematischer, Grundsatzaussagen hinsichtlich lokal gebundener Muster zu treffen.

Da in diesem unverwechselbaren Dessin (Musterung, Zeichnung) antike Vasen, Krüge, Schalen, Schwerter, Streitäxte, sowie andere Waffen und Gegenstände recht naturgetreu abgebildet sind, wird es allgemein als Sirchaki = (sehr frei übersetzt) Ausgrabungsmuster bezeichnet. Es erscheint fast immer in vierersymmetrischer Aufteilung. Es ist überaus reich und dicht appliziert mit Floralornamenten wie Schah-Abbas-Blüten , Ranken und Arabesken , stilisierten Blumen, Blättern und Pflanzen und wird meistens zentral von einem Medaillon geschmückt. 

Um dieses reihen sich manchmal die zwölf Tierkreiszeichen. In einigen Teppichen, vorwiegend in den Bordüren, aber auch im Medaillonkranz, sind manchmal Schriftkartuschen und Porträts klassischer, persischer Dichter und Herrscher abgebildet.

(Abb.: Vasen Kaschmar)

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