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Täbriz 50 Raj

ca. 202 x 290 cm, Unikat / Einzelstück

5998

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Merkmale
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 9 mm
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 85 % Schurwolle, 15 % Seide
Knoten pro m²: ca. 500.000 Knoten pro m²
Muster: Shah-Abbas-Blüten, Allover
Täbriz ist eine große Stadt im Norden Persiens. Sie gehört zu den wichtigsten Knüpfregionen für Orientteppiche weltweit und blickt auf eine sehr lange Knüpf-Tradition zurück.

Täbriz 50 Raj Unikat / Einzelstück
  • 1338783-050 U17


Allover

Dessinrapport ohne Medaillon

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Allover ist ein aus dem Englischen übernommener, inzwischen auch im Deutschen weitverbreiteter Fachbegriff für eine spezielle Musterkonzeption. Sie wird gebildet aus einem endlosen, durchgehend gemusterten Rapport ohne Medaillon oder eine auf andere Weise betonte Mitte. Dennoch kann eine Vierersymmetrie zugrunde liegen. Da allover gemusterte Dessins (Musterung, Zeichnung) durch die fehlende Betonung des Teppichzentrums gerade in möblierten Räumen universell einsetzbar sind, und keine Rücksicht auf ein Mittelmedaillon genommen werden muss.

(Abb.: Birdjend)

Shah-Abassi

Orientteppichmusterdetail

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Schah-Abbas-Blüten gehören zur Mustergruppe der Palmetten. Die wie in einem Querschnitt erscheinenden Blüten werden nach dem Safawiden König Schah Abbas I (1587-1628) benannt. Mit Schah Abbas begann die Hochzeit der Teppichkunst. Er errichtete die ersten (hofeigenen) Manufakturen in Isfahan. Das ehemals nomadische Kunsthandwerk wurde verfeinert. Auf großen Knüpfstühlen konnten große Teppiche für den Palast entstehen, mit einer wesentlich größeren Feinheit von bis zu 1 Mio. Knoten pro qm. Er beschäftigte nicht nur Teppichknüpfer, sondern bildete auch Mustergestalter aus, nach deren Entwürfen geknüpft wurde.

Shah-Abbas-Blüten sind in den Teppichinnenflächen – mit und ohne Medaillon - sowie in den Bordüren zu finden. Meist in Kombination mit anderen Palmetten. Am häufigsten erscheint dieses Musterdetail in Teppichen aus Täbriz, seltener im Kashan, Isfahan, Nain und anderen Provenienzen.

(Abb.: Täbriz) 

Täbris

Nordwestiranische Teppichprovenienz 

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Täbris liegt 1367 m ü. M. in einer großen Senke, welche im Süden vom erloschenen Vulkan Sahend und im Osten vom Qucheh Dâgh dominiert wird. Im Westen flacht das Gelände zum Resayeh See ab. Der Name wird zurückgeführt auf Tav-riz, was „Urgrund der Flüsse“ bedeutet und sich auf die zahlreichen Quellen am Sahend bezieht.

Täbris gehört zu den wichtigsten Knüpfregionen des Iran und blickt auf eine alte Tradition zurück. Auf dem Basar werden Teppiche der ganzen Provinz gehandelt.

In Täbris werden Teppiche der verschiedenen Kategorien hergestellt, bis zu Feinst-Knüpfungen, die zu den besten gehören, die im Iran geknüpft werden. Die Knüpfdichte wird in Täbris grundsätzlich in Raj angegeben. Dabei werden die Knoten in Schuss- und Kettrichtung je Gireh (ca. 7 cm) ermittelt. Ein 50 Raj Täbris hat demnach ca. 510.000 Knoten/m². Ab 70 Raj (ca. 1 Mio. Knoten/m²) wird auf einer Seidenkette gearbeitet. Die feinsten Täbris erreichen 80 Raj. Am beliebtesten ist der 50 Raj Täbris, der auf einem Baumwollgrundgewebe geknüpft wird.

Die Dessins sind sehr vielfältig: z. B. mit klassischen Medaillons oder Allover, mit Garten- oder Jagd-Motiven oder Gebetsteppiche.

(Abb.: Täbriz)

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