• 2-3 Werktage Lieferzeit
  • 100 Tage Rückgaberecht

Shahsavan

ca. 130 x 195 cm, Unikat / Einzelstück, dunkelblau - beige

479

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Merkmale
Besonderheiten: rechteckig
Verarbeitung: handgeknüpft
Gesamthöhe: ca. 10 mm
Herkunft: Persien (Iran)
Knoten pro m²: ca. 90.000 Knoten pro m²

Shahsavan Unikat / Einzelstück
  • 900065429-078 U17


Dozar

Persisches Teppichformat 

dozar_zahge

Dozar ist die in Persien übliche Bezeichnung für ein Brückenformat von 130 cm x 210 cm, zum Teil sind die Teppiche auch etwas größer. Der Name leitet sich von den persischen Bezeichnungen „do“, was zwei bedeutet und „Sar“ ab. Sar ist das ein altpersisches Längenmaß, das noch heute bei Teppichen angewandt wird. Je nach Provinz ist ein Sar zwischen 1,04 m und 1,12 m lang. Ein Dozar-Teppich hat also eine Länge von gut 2 Metern. Das Wort Sar kommt außerdem noch in anderen Größenbezeichnungen vor. Ein Saronim, zu Deutsch etwa ein Sar und ein halbes (nim = halb) hat ein Format von etwa 110 cm x 160 cm und ein Teppich im Sartschrak-Format misst etwa 80 cm x 130 cm.

(Abb.: Zaghe, 129 x 210 cm)

Kette

Längsfaden im Grundgewebe des Teppichs 

ketteschuss_1

Die Kette oder Kettfäden bildet zusammen mit den Schussfäden das Grundgewebe eines jeden gewebten oder geknüpften Teppichs. Die Kette verläuft in Laufrichtung des Gewebes. Im rechten Winkel dazu werden die Schussfäden eingebracht. Die Fransen des fertig geknüpften oder gewebten Stücks sind die sichtbaren Enden der Kette. Je nach Ursprung des Teppichs können die Kettfäden aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am meisten verbreitet ist dabei Wolle (beispielsweise in Nomadenteppichen) und Baumwolle, die gern in Teppichmanufakturen verwendet wird. Besonders feine Knüpfungen werden auch auf einem Seidengrundgewebe hergestellt.

Knüpfdichte

Qualitätskriterium für Knüpfteppiche

knuepfdichte_kaschmirseide1818

Zu den Kriterien für Qualität, Feinheit und Wert eines Knüpfteppichs gehört die Knüpfdichte.

Als Knüpfdichte wird die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter angegeben. Dabei ist es wichtig, geschichtete von ungeschichteten Knüpfungen zu unterscheiden. Der Unterschied zwischen geschichteter und ungeschichteter Ware besteht in der Position der Kettfäden zueinander. 

Bei einem ungeschichteten Teppich liegen die Kettfäden auf gleicher Ebene nebeneinander. Da jeder Knüpfknoten um zwei Kettfäden geschlungen wird, werden pro Knoten auf der Rückseite des Teppichs zwei nebenander liegende Bögen sichtbar. Zwei Bögen stehen also für einen Knoten. 

Bei geschichteter Ware wird ein Schussfaden locker eingetragen und ein zweiter Schussfaden fester gezogen. Dadurch liegen die Kettfäden nicht mehr parallel, sondern auf zwei Ebenen, fast vertikal übereinander. Auf der Rückseite des Teppichs ist nur ein Knotenbogen sichtbar. Jeder sichtbare Bogen steht also für einen Knoten.

Am deutlichsten sichtbar ist der Unterschied beim Betrachten von feinen Musterdetails auf der Rückseite, wie z. B. schräg laufende Linien: Bei ungeschichteten Teppichen ist in Schussrichtung immer eine gerade Anzahl von Knotenbögen sichtbar, nur bei geschichteter Ware sind ungerade Knotenbögenzahlen möglich.

Der häufigste Fehler, der bei der Bestimmung der Knüpfdichte gemacht wird, besteht darin, dass ungeschichtete Teppiche nicht als solche erkannt und jeder Knoten doppelt erfasst wird.

Um die Knüpfdichte zu ermitteln, werden in einem Quadrat die Knoten in horizontaler (Kett-) und vertikaler (Schuss-) Richtung gezählt und miteinander multipliziert. Meist wird die Knotenanzahl in einem Inch-Quadrat (Zoll-Quadrat) ermittelt und entsprechend auf den Quadratmeter hochgerechnet:

Ein Inch-Quadrat ist etwa: 2,54 cm x 2,54 cm = 6,45 cm2

Ein Quadratmeter ist: 100 cm x 100 cm = 10.000 cm2

Um den Umrechnungsfaktor von Inch in Quadratmeter zu ermitteln, teilt man die Fläche des Quadratmeters durch die Fläche eines Inch-Quadrats: 10.000 cm2 : 6,45 cm2 = 1.550

Der Umrechnungsfaktor vom Quadratinch zum Quadratmeter beträgt 1550.

Zur korrekten Bestimmung, sollte immer an mehreren Stellen des Teppichs gezählt werden, denn als echte Handarbeit gibt es innerhalb eines Stückes leichte Abweichungen.

Beispiel:

Ein Kaschmir Seidenteppich 18/18 (geschichtete Knüpfung, siehe Abbildung) hat in einem Inch-Quadrat 18 Knoten in horizontaler und 18 Knoten in vertikaler Richtung. Daraus ergibt sich eine Knüpfdichte von: 18 x 18 x 1550 = 502200 Knoten / m2

Die Knüpfdichte kann nur innerhalb einer Provenienz als Qualitätskriterium heran gezogen werden. Denn was für einen Manufakturteppich, wie z.B. einem Nain, als grobe Qualität gilt, ist für einen Nomadenteppich, z.B. einem Gabbeh, sehr fein.

Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele:

Allgemein kann man sagen, je feiner das Knüpfgarn, desto höher kann die Knüpfdichte werden. Je höher die Knüpfdichte, desto detailreicher und feiner kann ein Teppichmuster dargestellt werden. Die Knüpfdichte ist jedoch nicht das einzige entscheidende Element um die Qualität eines Knüpfteppichs zu bestimmen. Je nach Provenienz werden unterschiedlich dicke Knüpfgarne verwendet. So werden zum Beispiel Nomadenteppiche aus dicker handversponnener Wolle gearbeitet. Obwohl die Knüpfdichte relativ niedrig ist, kann es sich bei Nomadenteppichen um durchaus wertvolle Stücke handeln.

Die Knüpfdichte ist also nur ein Kriterium um die Qualität eines Knüpfteppichs zu bestimmen. Es gibt zahlreiche weitere Elemente, die für den Wert eines Teppichs entscheidend sind.

Hierzu zählen:

- Die schöpferische Gestaltung des Musters und der Farben

- Die Wollqualität

- Die Qualität der Einfärbung der Wolle

- Das Wolleinsatzgewicht

- Die Gleichmäßigkeit und Exaktheit der Knüpfung

- Die Gleichmäßigkeit und Sauberkeit der Schur

- Die Teppichwäsche

- Das Säubern des Teppichs von überschüssigem Material, wie Kett- und Schussknoten.

- Das Einfassen der Kanten

- Das Knoten der Fransen

- Die Höhe des Flors (Provenienzabhängig)

Raute

Musterdetail historischen Ursprungs

raute_yalameh

Die Raute ist ein auf der Spitze stehender Rhombus, dessen vier gleiche Seiten im Orientteppich gezackt, abgesteppt oder mit Haken besetzt sein können. Mit dem Quadrat gehört die Raute zu den ältesten Grundformen im Orientteppich. Sie bildet die Grundlage für alle Rapportmuster.

Die Raute hat in der islamischen Welt zudem einen symbolischen Wert. Sie versinnbildlich die Unsterblichkeit der Seele. Dementsprechend ist sie sehr häufig als Füllmotiv anzutreffen.

Ausgesprochene Rautenmuster oder von der Raute abgewandelte Muster weisen die Yomut-Teppiche der Turkmenen auf. Durchlaufende Rautenmuster realisieren auch die Luren- und Bachtiari-Knüpfer, welche das Dessin dann "Keshti" nennen.

(Abb.: Yalameh)

Schahsavan

Nomaden aus dem Norden Irans 

schahsavan_shasavan

Die Schasawan sind eine bedeutende Konföderation türkischstämmiger Nomaden im Nordwest-Iran. Die Nomaden stammen ursprünglich aus Anatolien und zogen im späten 16. Jahrhundert in den Nordwesten Persiens. Vorausgegangen war die Bitte an den Safavidenkönig Shah Abbas, auf persischem Gebiet siedeln zu dürfen.Shah Abbas kam das Anliegen der Nomaden nicht zuletzt deshalb zu pass, weil er Schutz für die Nordgrenzen seines Landes suchte. Der Name der Nomaden-Konföderation Schasavan zeigt die tiefe Dankbarkeit der Nomadenstämme für die Erlaubnis in Persien siedeln zu dürfen. Schasawan heißt auf deutsch so viel wie „Freunde des Königs / Shah“ oder „Die, die den Shah / König lieben“.

Berühmt sind die Schasawan vor allem für ihre Flachgewebe. Ihre Gewebe gehören zu den hochwertigsten des Iran. Vor allem feine Soumach, aber auch hochwertige Gebrauchstextilien, wie Mafrasch (rechteckige textile Packkoffer) stammen aus den Händen der Schasawan-Frauen. Typische Farben der Schasawan sind ein tiefes Indigoblau und ein warmes Krapprot. Verbreitet sind fein gewebte Tiermotive, wie Kamele, Ziegen oder Pfauen. Erstaunlicherweise gibt es – im Gegensatz zu den anderen iranischen Nomadenstämmen – fast keine geknüpften Erzeugnisse. 

Interessant zu wissen ist, dass die Zelte der Schasawan sich deutlich von den sonst im Iran verwendeten Stangenzelten unterscheiden. Sie ähneln stark den turkmenischen Jurten. Heute leben kaum noch Schasawan vollnomadisch. Die meisten sind Halbnomaden oder seßhaft geworden. Sie siedeln vor allem zwischen Täbris und Teheran., sowie rund um die Stadt Veramin. Ein Teil lebt außerdem im äußersten Norden des Landes an der Grenze zu Aserbaijan.

(Abb.: geknüpfter Shasavan)

Schuss

Querfäden im Teppichgrundgewebe 

ketteschuss_1

Ein Gewebe besteht grundsätzlich aus zwei sich kreuzenden Fäden, den Kettgarnen in Längsrichtung und den Schussgarnen in Querrichtung. Bei einem Knüpfteppich kreuzen sich beide immer im Winkel von 90°. Nach jeweils einer Reihe Knoten werden ein bis zwei oder auch mehrere Schüsse quer eingetragen und fest angeschlagen, sodass im Laufe der Fertigung als tragendes Fundament ein Grundgewebe entsteht. 

Bei Orientteppichen unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei- oder Mehrschussware. Bei Mehrschussknüpfungen werden mindestens 

2 Schüsse nach jeder Knotenreihe eingetragen.

Kibek-Echt-OrientEinzelstückStück-Nr.: 900065429-078Herkunft: Persien (Iran)Verarbeitung: handgeknüpftGröße: ca. 130 x 195 cmHöhe: ca. 10 mmFarbe: dunkelblau - beigeKnoten pro m²: ca. 90.000 (Knüpfdichte)Flor: 100% SchurwolleGrundgewebe: Kette und Schuss aus BaumwolleMuster: RauteFormat: DozarDer Shahsavan ist ein Nomadenteppich aus dem Norden des Iran. Shasavan bedeutet Freunde des Königs.Lesen Sie hier mehr über Shahsavan-Teppiche
  • 2-3 Werktage Lieferzeit
  • 100 Tage Rückgaberecht
  • Kauf auf Rechnung
Kostenlose Retoure Wenn Sie einen Rücknahmewunsch haben, teilen Sie uns dieses per Brief, per E-Mail, per Fax oder per Telefon mit. Wir veranlassen die Rückholung und übernehmen selbstverständlich die damit verbundenen Kosten. Sie haben bei uns 100 Tage volles Rückgaberecht. Sonderanfertigungen und zugeschnittene Artikel (z. B. Läufer-/Rollenware und Teppichboden) sind von der Rückgabe ausgeschlossen.
Informationen zum gesetzlichen Widerrufsrecht
Bewertungen lesen, schreiben und diskutieren... mehr