• Versandkostenfreie Lieferung
  • 100 Tage Rückgaberecht

Ardebil ca. 200 x 295 cm, Unikat / Einzelstück

  ab 799

inkl. MwSt., versandkostenfreie Lieferung

Merkmale
Marke: Kibek-Echt-Orient
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 155.000 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Muster: Mahi, Hexagon, Abrash
Ardebil wurde berühmt durch seinen Holy-Carpet aus dem 16. Jhdt. Die Teppiche aus dieser sehr alten Siedlung sind meist geometrisch gemustert.

Ardebil Unikat / Einzelstück
  • 900253374-050 U17


Ardebil

Iranische Knüpfteppichprovenienz

ardebil_spiegelardebil_1

Ardebil ist der Herkunftsort und auch die Grablege der für Persien und die Teppichknüpfkunst so bedeutenden Safawiden-Dynastie (1501 bis 1722). Dieser heute eher unbedeutende Provinzort wurde berühmt durch den Ardebilteppich (Holy Carpet, 16. Jhdt.) aus der Moschee von Ardebil, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Auftrag der Ziegler-Company von dem Deutschen Oscar Strauß gekauft wurde.

Die traditionell gemusterten Ardebilknüpfungen sind geometrisch geprägt und stark kaukasisch beeinflusst. Sie sind jedoch sehr gut von ihren Paten zu unterscheiden; durch ihre Knüpfung, ihr Farbspiel beziehungsweise ihre eigenständigen Farbzusammenstellungen sowie auch durch ihre andersartige Florwolle, die nicht so glänzt und trockener ist als die Wolle der Kaukasier. Zudem haben die meisten Ardebils ein Baumwollgrundgewebe. Floral angelehnte Dessins (Musterung, Zeichnung) kommen nur in Ausnahmefällen vor und erscheinen dann merkbar geometrisiert.

(Abb.: Spiegel-Ardebil)

Herati

Mahi, Mahi-to-Hos, Fischdesign - verbreitetes Musterelement: "Fische im Teich"

herati_bidjar

Das Herati- oder Fisch-Dessin (Musterung, Zeichnung) ist ein typisches Rapportmuster, das sich seit langem und durchgängig großer Beliebtheit erfreut. Das „i“ am Ende ist der Präposition „von“ gleichzusetzen, also „von Herat (stammend)“. 

Die heute in West-Afghanistan liegenden Stadt Herat wurde 328 v. Chr. als Alexandria Areion von Alexander dem Großen gegründet. Unter Shah Rukh (1405-1447), einem Sohn Tamerlans (Timur Leng), war es kurze Zeit Reichshauptstadt der Timuriden-Dynastie. 

Bis in die 1920er Jahre wurden in Herat hochwertige Teppiche in persischen Mustern geknüpft – viele nach wie vor mit dem dort beheimateten Dessin. Heute ist die inzwischen zu Afghanistan gehörenden Stadt Herat Hauptumschlagsplatz für die west-afghanischen Herat-Belutsch.

Der lokale Ursprung dieses Musters ist sehr gut möglich, denn nach der von Nadir-Shah (1688-1747) befohlenen Umsiedlung großer Bevölkerungsteile vom heutigen West-Afghanistan nach West-Persien, taucht es vermehrt dort auf. 

Das wohl schon uralte Musterensemble setzt sich aus mehreren, interpretierbaren Einzelteilen zusammen. 

Dargestellt sind ein auf die Spitze gestellter Rhombus mit einer im Zentrum aufgehängten Blüte - wohl eine Margerite darstellend, möglicherweise aber auch die Erde als Zentrum allen Seins in diesem Quadrat symbolisierend. An den oberen und unteren Spitzen sitzen stilisierte Lotosblüten auf, ein Hinweis auf die Verbindung nach China. Die seitlichen Spitzen laufen aus in Päonien. Diese, auch Bauernrose genannte Blüte, nimmt in China den Platz der Königin der Blumen ein und gelangte über die Seidenstraße nach Westen. 

Alle vier Seiten des Ensembles werden von halbmondförmigen, lanzettartigen Blättern flankiert, die auch als Fische (Pers. Mahi) gedeutet werden, daher die persische Bezeichnung Mahi-to-hos, zu Deutsch “Fische im Teich“.

Die sehr bildliche Benennung geht davon aus, dass das Teppichinnenfeld einem Teich gleichzusetzen ist. Als Begriffsbestimmung klingt diese Auffassung auch in Europa an, wo man die Teppichumrandung als Bordüre bezeichnet, ein Wort aus dem Französischen, das Uferrand bedeuten kann.

Der immense Mengen Eier produzierende Fisch war in vielen altorientalischen Naturreligionen ein Symbol für Fruchtbarkeit und fand auf diese Weise Eingang in die von je her religiös geprägte Kunst. Es könnte aber auch ein altiranischer Mythos zu Grunde liegen, nach dem zwei gigantische Wale die Erdscheibe in Rotation halten.

Das Herati-/Fisch-Muster/Mahi-to-hos sicher das derzeit verbreitetste Dessin in persischen Teppichen. Man findet es Innenflächen deckend - allover mit oder ohne Medaillon - vorwiegend in den Provenienzen (Ursprung, Herkunft) Ardebil, Bidjar, Birdjend, Ghiassabad, Ferahan, Khoy, Marand, Moud, Sarab-Madjajechi, Sarough, Senneh/Sanandadj und Täbriz. Doch es taucht auch auf in den süd-persischen Teppichen des Fars-Gebietes, im Hamadan-Gebiet, sowie im Kaukasus und ist als Begleitmuster in fast allen Provenienzen iranweit vertreten. Außerdem wird es in Indien und China nachgeknüpft. In türkischen Knüpfungen ist es jedoch kaum vertreten. 

(Abb.: Bidjar)

Hexagon

Musterdetail historischen Ursprungs

hexagon_kazakghazni

Das Hexagon ist ein Sechseck. Es kommt als Hauptmotiv in vielen verschiedenen Teppich-Provenienzen vor, zum Beispiel im Bidjar, Senneh, Kazak oder Goltogh.

Das Hexagon zählt mit zu den ältesten Teppichmotiven.

(Abb.: Kazak Ghazni)

Abrash

Fachausdruck für orientteppichspezifische Farbsprünge

abrasche_gabbehpremium

Abrash sind Hell-Dunkel-Farbschattierungen, also gering bis deutlich abweichenden Farbtonänderungen des Florgarns, die in Orientteppichen immer quer zur Längsrichtung verlaufen. Auf Deutsch werden sie auch Farbsprung genannt.

Das Wort Abrasch bedeutet im Türkischen so viel wie scheckig, Schattierung. Sie fallen besonders auf flächigen Farbbereichen auf und sind ein Phänomen, das in Orientteppichen recht häufig anzutreffen ist. Demzufolge gelten sie als orienttypische Eigenart.

Insbesondere bei Nomaden- und Bauernteppichen gehören sie quasi dazu, werden zumindest - je nach Standpunkt des Interessenten - toleriert oder sind sogar erwünscht. Hochfeine Manufakturteppiche sollten jedoch frei von Abrasch sein.

Die Ursachen von Abrasch sind vielfältig: Beim Einfärben per Hand weichen die Farbstoffmengen gegenüber der nächstfolgenden Färbecharge geringfügig ab und verändern so den Farbton.

Auch unterschiedliche Naturwollfarben, die von Beige über Braun bis Schwarz reichen, können die Ursache sein, denn die Farben decken darauf anders. Ausschlaggebend sind ferner die unterschiedlichen Temperaturen der Farbflotte, differierende Konsistenz des Farbstoffs - insbesondere bei Naturfarbstoffen -, intensiveres oder kürzeres Kochen, Sonnentrocknung des Färbegutes, verschiedenartige Beizen zum Aufschließen des Keratins (Protein der Wolle), Restfettgehalt der Wolle, Mineralgehalt und ph-Wert des Wassers, Farbreaktionen bei einer Veredelungswäsche, usw.

Abrasch sind ein so spezifisches, teils auch Muster belebendes Orientteppichmerkmal, dass sie in industriell gefertigten Teppichen sogar als produktspezifisches Schmuckelement nachgeahmt werden.

(Abb.: Persischer Gabbeh)

100 Tage Rückgaberecht

Zusätzlich zum gesetzlichen Widerrufsrecht bieten wir Ihnen unser 100-Tage-Rückgaberecht. Die Rücksendung Ihrer Ware ist unabhängig vom Warenwert kostenlos. Nähere Informationen zu unserem 100-Tage-Rückgaberecht und zum gesetzlichen Widerrufsrecht finden Sie hier:
Sonderanfertigungen und nach Ihren Vorgaben zugeschnittene Artikel (z.B: Läufer/Rollenware und Teppichboden) sind vom 100-Tage-Rückgaberecht ausgeschlossen. Das gesetzliche Widerrufsrecht wird durch das 100-Tage-Rückgaberecht nicht eingeschränkt.
Bewertungen lesen, schreiben und diskutieren... mehr