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Lori Vintage ca. 136 x 215 cm, Unikat / Einzelstück

  ab 229

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Merkmale
Marke: Kibek-Echt-Orient
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 80.000 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 8 mm
Grundgewebe: Wolle
Muster: Feldermuster
Dieser echte Orientteppich wird zu deinem Lieblingsstück. In schicker Destroyed Optik ist er sehr unkonventionell.
Das Nomadenvolk der Luren knüpft geometrische Muster in dunklen Rot- und Blautönen.

Lori Vintage Unikat / Einzelstück
  • 900253609-050 U17


Lori

Volksstamm in Südwest-Persien 

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Die Luren oder Lori (in Persien wird das R stärker betont wie: Lorri) sind ein indoiranisches, einen altpersischen Dialekt sprechendes Nomadenvolk, das seit Jahrtausenden in einer auch heute noch recht isoliert gelegenen Bergregion Südwest-Persiens siedelt und wandert. Sie selbst führen ihre Abkunft auf das antike Volk der Meder zurück, das einst von Kyros dem Großen (559-529 v.Chr.) zusammen mit dem Stamm der Perser zu einem staatstragenden Gesamtvolk vereint wurde. Stammesgeschichtlich und ethnisch sind die Luren mit den Bachtiaren verwandt. Letztere werden deshalb auch als Groß-Luren bezeichnet. Die seit dem Altertum bekannte, künstlerische Ausdruckskraft der Luren ist dokumentiert durch die bei archäologischen Ausgrabungen aufgefundenen Luristan-Bronzen, vorwiegend abstrahierte, auch unserem Zeitgeschmack gefällige Tiermotive, die vor weit über zweitausendfünfhundert Jahren in eben dieser Region gegossen wurden.

Die geometrischen, in dunklen Rot- und Blautönen gehaltenen, äußerst charakteristischen und vielfach noch wenig beeinflusst von Exporttendenzen erscheinenden Teppiche der Luren werden auch Kuhi (Persisch: vom Berg) genannt. Diese Bezeichnung weist darauf hin, dass das heute überwiegend sesshafte Nomadenvolk seine Herden auch in höheren Gebirgsregionen weidet. Bezogen auf europäische Verhältnisse entspricht ihre Viehzucht in etwa der bei uns üblichen Almwirtschaft. 

Eine große Anzahl der „modernen“ Gabbehs wird von Luren geknüpft. Die als Loribaff (frei übersetzt: Luren-Knüpfung) bezeichneten, weiter entwickelten Knüpfteppiche stammen allerdings nur in geringem Umfang von ihnen, denn sie werden hauptsächlich von den Gashgais gefertigt. Diese Teppiche kommen auch als Risbaff (etwa: Feinknüpfung) oder Kaschghulibaff in den Handel.

(Abb.: Lori)

Vintage-Teppiche

Moderne Teppichklassiker 

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Das Wort „Vintage“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie erlesen, klassisch, alt.

Vintage-Teppiche werden aus alten und zum Teil sehr alten Orientteppichen konfektioniert. Die klassischen Orientteppiche verschiedener Provenienzen - geknüpft oder gewebt - werden gründlich gereinigt, gewaschen und in der Sonne getrocknet.

Bei den Fullcolor-Teppichen werden anschließend der Flor gleichmäßig geschoren und die alte Farbe in einem speziellen Verfahren neutralisiert. Dann wird der Teppich komplett neu gefärbt. 

Für Vintage-Patchwork-Teppiche werden die bearbeiteten Teppiche in kleine Teile zerlegt und kunstvoll zu einem neuen Teppich kombiniert. Spezielle Zick-Zack-Nähte geben dem Teppich Stabilität und dauerhafte Haltbarkeit. 

Diese neue Art handgeknüpfter Patchwork-Teppiche wird in Persien auch als Tschel-Tikeh bezeichnet. Das Wort Tschehel bedeutet „vierzig“ und Tikeh bedeutet „Teile“. Schon in früheren Zeiten nähten die Großmütter aus kleinen, besonders feinen bunten Stoffen Tisch- und Schlafdecken für feierliche Anlässe. 

Der Zahl 40 wird eine besondere Bedeutung in den verschiedenen Bereichen der westlichen und der orientalischen Kultur zugeschrieben:

- 40 Tage blieb Moses auf dem Berg Sinai

- Jesus hat 40 Tage und Nächte in der Wüste gefastet

- mit 40 Jahren wurde Mohammad Prophet

- das Mindestalter für das Amt des Bundespräsidenten beträgt in Deutschland 40 Jahre.

Vintage-Teppiche sind grundsätzlich Unikate, da schon der Perserteppich als Ausgangsmaterial ein Unikat ist. Kein Stück gleicht dem anderen.

(Abb.: Persischer Vintage)

Feldermuster

Mittelfeldmusterung mit Gartenmotiven

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Teppiche mit Feldermuster, in Persien Ghab-ghabi (Rahmen im Rahmen) genannt, werden im Deutschen auch als Gartenteppiche bezeichnet. Der Grund: Das Muster erinnert an einen üppig bewachsenen Garten mit geometrisch gegliederten, einzeln eingefassten Beeten.

Diese Assoziation scheint zulässig: Weite Teile Persiens und viele andere Regionen des Mittleren und Nahen Ostens sind wüsten- oder steppenartige Trockengebiete, in denen vielfach so genannter Irrigations-Gartenbau betrieben wird. Dabei wird Wasser durch kleine Bewässerungskanäle zu den Beeten geführt. Das Feldermuster gibt dieses Bewässerungssystem stark vereinfacht wieder. 

Aufgrund der Trockenheit in diesen Regionen stellen zudem blühende und grünende Gärten eine Besonderheit dar. Dementsprechend geht das Feldermuster wohl auf den Wunsch zurück, sich ein wenig Garten und damit ein kleines Paradies ins Haus zu holen. Im Koran kommt der Begriff Garten als irdisches Gegenstück zum Paradies - übrigens ein Wort altpersischen Ursprungs - sehr häufig vor.

Das Feldermuster wird häufig in den Provenienzen (Ursprung, Herkunft) Bachtiar, Ghoum, Moud oder in Kaschmir-Seidenteppichen verwendet, seltener auch beim Täbriz, Mesched und Sarough. Die einzelnen Kassetten zeigen zwar meist unterschiedliche Motive, folgen jedoch einer streng symmetrischen Anordnung, oft in quadratischer, manchmal in rechteckiger oder rhombischer Form. 

Die Ursprünge des Feldermusters reichen bis weit in die Antike zurück. Bereits der Pazyryk-Teppich wurde schon mit quadratischen Feldern gestaltet. Im Palast Taq-e-Kisra am Königssitz Ketesiphon im heutigen Nordirak lag einst ein Gartenteppich in den gewaltigen Abmessungen von 150 x 30 Metern. Das mit Preziosen besetzte und von Edelmetallen durchwirkte Prachtstück, das wahrscheinlich ein Wirkteppich gewesen ist und in den Wirren der Geschichte verloren ging, nennt der Volksmund zu Ehren des Prunk liebenden Sassanidenkönigs Chosrau II. (590 bis 628 n. Chr.) noch heute „Frühling von Chosrau“. Im Museum für Islamische Kunst in Berlin befindet sich ein berühmter Gartenteppich aus dem 18. Jahrhundert, der die Beete aus der Vogelperspektive zeigt. In seinen Bewässerungsgräben ist das Leben spendende Wasser mit blauen Wellen dargestellt, in dem sogar Fische schwimmen.

(Abb.: Mood)

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