Lori Vintage ca. 122 x 280 cm, Unikat / Einzelstück

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Merkmale
Marke: Kibek-Echt-Orient
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 75.000 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 7 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Muster: Hexagon, Raute
Dieser echte Orientteppich wird zu deinem Lieblingsstück. In schicker Destroyed Optik ist er sehr unkonventionell.
Das Nomadenvolk der Luren knüpft geometrische Muster in dunklen Rot- und Blautönen.

Lori Vintage Unikat / Einzelstück
  • 900253618-050 U17


Lori

Volksstamm in Südwest-Persien 

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Die Luren oder Lori (in Persien wird das R stärker betont wie: Lorri) sind ein indoiranisches, einen altpersischen Dialekt sprechendes Nomadenvolk, das seit Jahrtausenden in einer auch heute noch recht isoliert gelegenen Bergregion Südwest-Persiens siedelt und wandert. Sie selbst führen ihre Abkunft auf das antike Volk der Meder zurück, das einst von Kyros dem Großen (559-529 v.Chr.) zusammen mit dem Stamm der Perser zu einem staatstragenden Gesamtvolk vereint wurde. Stammesgeschichtlich und ethnisch sind die Luren mit den Bachtiaren verwandt. Letztere werden deshalb auch als Groß-Luren bezeichnet. Die seit dem Altertum bekannte, künstlerische Ausdruckskraft der Luren ist dokumentiert durch die bei archäologischen Ausgrabungen aufgefundenen Luristan-Bronzen, vorwiegend abstrahierte, auch unserem Zeitgeschmack gefällige Tiermotive, die vor weit über zweitausendfünfhundert Jahren in eben dieser Region gegossen wurden.

Die geometrischen, in dunklen Rot- und Blautönen gehaltenen, äußerst charakteristischen und vielfach noch wenig beeinflusst von Exporttendenzen erscheinenden Teppiche der Luren werden auch Kuhi (Persisch: vom Berg) genannt. Diese Bezeichnung weist darauf hin, dass das heute überwiegend sesshafte Nomadenvolk seine Herden auch in höheren Gebirgsregionen weidet. Bezogen auf europäische Verhältnisse entspricht ihre Viehzucht in etwa der bei uns üblichen Almwirtschaft. 

Eine große Anzahl der „modernen“ Gabbehs wird von Luren geknüpft. Die als Loribaff (frei übersetzt: Luren-Knüpfung) bezeichneten, weiter entwickelten Knüpfteppiche stammen allerdings nur in geringem Umfang von ihnen, denn sie werden hauptsächlich von den Gashgais gefertigt. Diese Teppiche kommen auch als Risbaff (etwa: Feinknüpfung) oder Kaschghulibaff in den Handel.

(Abb.: Lori)

Vintage-Teppiche

Moderne Teppichklassiker 

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Das Wort „Vintage“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie erlesen, klassisch, alt.

Vintage-Teppiche werden aus alten und zum Teil sehr alten Orientteppichen konfektioniert. Die klassischen Orientteppiche verschiedener Provenienzen - geknüpft oder gewebt - werden gründlich gereinigt, gewaschen und in der Sonne getrocknet.

Bei den Fullcolor-Teppichen werden anschließend der Flor gleichmäßig geschoren und die alte Farbe in einem speziellen Verfahren neutralisiert. Dann wird der Teppich komplett neu gefärbt. 

Für Vintage-Patchwork-Teppiche werden die bearbeiteten Teppiche in kleine Teile zerlegt und kunstvoll zu einem neuen Teppich kombiniert. Spezielle Zick-Zack-Nähte geben dem Teppich Stabilität und dauerhafte Haltbarkeit. 

Diese neue Art handgeknüpfter Patchwork-Teppiche wird in Persien auch als Tschel-Tikeh bezeichnet. Das Wort Tschehel bedeutet „vierzig“ und Tikeh bedeutet „Teile“. Schon in früheren Zeiten nähten die Großmütter aus kleinen, besonders feinen bunten Stoffen Tisch- und Schlafdecken für feierliche Anlässe. 

Der Zahl 40 wird eine besondere Bedeutung in den verschiedenen Bereichen der westlichen und der orientalischen Kultur zugeschrieben:

- 40 Tage blieb Moses auf dem Berg Sinai

- Jesus hat 40 Tage und Nächte in der Wüste gefastet

- mit 40 Jahren wurde Mohammad Prophet

- das Mindestalter für das Amt des Bundespräsidenten beträgt in Deutschland 40 Jahre.

Vintage-Teppiche sind grundsätzlich Unikate, da schon der Perserteppich als Ausgangsmaterial ein Unikat ist. Kein Stück gleicht dem anderen.

(Abb.: Persischer Vintage)

Hexagon

Musterdetail historischen Ursprungs

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Das Hexagon ist ein Sechseck. Es kommt als Hauptmotiv in vielen verschiedenen Teppich-Provenienzen vor, zum Beispiel im Bidjar, Senneh, Kazak oder Goltogh.

Das Hexagon zählt mit zu den ältesten Teppichmotiven.

(Abb.: Kazak Ghazni)

Raute

Musterdetail historischen Ursprungs

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Die Raute ist ein auf der Spitze stehender Rhombus, dessen vier gleiche Seiten im Orientteppich gezackt, abgesteppt oder mit Haken besetzt sein können. Mit dem Quadrat gehört die Raute zu den ältesten Grundformen im Orientteppich. Sie bildet die Grundlage für alle Rapportmuster.

Die Raute hat in der islamischen Welt zudem einen symbolischen Wert. Sie versinnbildlich die Unsterblichkeit der Seele. Dementsprechend ist sie sehr häufig als Füllmotiv anzutreffen.

Ausgesprochene Rautenmuster oder von der Raute abgewandelte Muster weisen die Yomut-Teppiche der Turkmenen auf. Durchlaufende Rautenmuster realisieren auch die Luren- und Bachtiari-Knüpfer, welche das Dessin dann "Keshti" nennen.

(Abb.: Yalameh)

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