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Täbriz Vintage ca. 198 x 270 cm, Unikat / Einzelstück

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Merkmale
Marke: Kibek-Echt-Orient
Herkunft: Persien (Iran)
Flormaterial: 100 % Schurwolle
Verarbeitung: handgeknüpft
Knoten pro m²: ca. 135.000 Knoten pro m²
Gesamthöhe: ca. 9 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Muster: Mahi, Medaillon
Dieser echte Orientteppich wird zu deinem Lieblingsstück. In schicker Destroyed Optik ist er sehr unkonventionell.
Täbriz ist eine große Stadt im Norden Persiens. Sie gehört zu den wichtigsten Knüpfregionen für Orientteppiche weltweit und blickt auf eine sehr lange Knüpf-Tradition zurück.

Täbriz Vintage Unikat / Einzelstück
  • 900259448-050 U17


Täbriz

Nordwestiranische Teppichprovenienz 

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Täbriz liegt 1367 m ü. M. in einer großen Senke, welche im Süden vom erloschenen Vulkan Sahend und im Osten vom Qucheh Dâgh dominiert wird. Im Westen flacht das Gelände zum Resayeh See ab. Der Name wird zurückgeführt auf Tav-riz, was „Urgrund der Flüsse“ bedeutet und sich auf die zahlreichen Quellen am Sahend bezieht.

Täbriz gehört zu den wichtigsten Knüpfregionen des Iran und blickt auf eine alte Tradition zurück. Auf dem Basar werden Teppiche der ganzen Provinz gehandelt.

In Täbriz werden Teppiche der verschiedenen Kategorien hergestellt, bis zu Feinst-Knüpfungen, die zu den besten gehören, die im Iran geknüpft werden. Die Knüpfdichte wird in Täbris grundsätzlich in Raj angegeben. Dabei werden die Knoten in Schuss- und Kettrichtung je Gireh (ca. 7 cm) ermittelt. Ein 50 Raj Täbris hat demnach ca. 510.000 Knoten/m². Ab 70 Raj (ca. 1 Mio. Knoten/m²) wird auf einer Seidenkette gearbeitet. Die feinsten Täbris erreichen 80 Raj. Am beliebtesten ist der 50 Raj Täbris, der auf einem Baumwollgrundgewebe geknüpft wird.

Die Dessins sind sehr vielfältig: z. B. mit klassischen Medaillons oder Allover, mit Garten- oder Jagd-Motiven oder Gebetsteppiche.

(Abb.: Täbriz)

Vintage-Teppiche

Moderne Teppichklassiker 

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Das Wort „Vintage“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie erlesen, klassisch, alt.

Vintage-Teppiche werden aus alten und zum Teil sehr alten Orientteppichen konfektioniert. Die klassischen Orientteppiche verschiedener Provenienzen - geknüpft oder gewebt - werden gründlich gereinigt, gewaschen und in der Sonne getrocknet.

Bei den Fullcolor-Teppichen werden anschließend der Flor gleichmäßig geschoren und die alte Farbe in einem speziellen Verfahren neutralisiert. Dann wird der Teppich komplett neu gefärbt. 

Für Vintage-Patchwork-Teppiche werden die bearbeiteten Teppiche in kleine Teile zerlegt und kunstvoll zu einem neuen Teppich kombiniert. Spezielle Zick-Zack-Nähte geben dem Teppich Stabilität und dauerhafte Haltbarkeit. 

Diese neue Art handgeknüpfter Patchwork-Teppiche wird in Persien auch als Tschel-Tikeh bezeichnet. Das Wort Tschehel bedeutet „vierzig“ und Tikeh bedeutet „Teile“. Schon in früheren Zeiten nähten die Großmütter aus kleinen, besonders feinen bunten Stoffen Tisch- und Schlafdecken für feierliche Anlässe. 

Der Zahl 40 wird eine besondere Bedeutung in den verschiedenen Bereichen der westlichen und der orientalischen Kultur zugeschrieben:

- 40 Tage blieb Moses auf dem Berg Sinai

- Jesus hat 40 Tage und Nächte in der Wüste gefastet

- mit 40 Jahren wurde Mohammad Prophet

- das Mindestalter für das Amt des Bundespräsidenten beträgt in Deutschland 40 Jahre.

Vintage-Teppiche sind grundsätzlich Unikate, da schon der Perserteppich als Ausgangsmaterial ein Unikat ist. Kein Stück gleicht dem anderen.

(Abb.: Persischer Vintage)

Herati

Mahi, Mahi-to-Hos, Fischdesign - verbreitetes Musterelement: "Fische im Teich"

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Das Herati- oder Fisch-Dessin (Musterung, Zeichnung) ist ein typisches Rapportmuster, das sich seit langem und durchgängig großer Beliebtheit erfreut. Das „i“ am Ende ist der Präposition „von“ gleichzusetzen, also „von Herat (stammend)“. 

Die heute in West-Afghanistan liegenden Stadt Herat wurde 328 v. Chr. als Alexandria Areion von Alexander dem Großen gegründet. Unter Shah Rukh (1405-1447), einem Sohn Tamerlans (Timur Leng), war es kurze Zeit Reichshauptstadt der Timuriden-Dynastie. 

Bis in die 1920er Jahre wurden in Herat hochwertige Teppiche in persischen Mustern geknüpft – viele nach wie vor mit dem dort beheimateten Dessin. Heute ist die inzwischen zu Afghanistan gehörenden Stadt Herat Hauptumschlagsplatz für die west-afghanischen Herat-Belutsch.

Der lokale Ursprung dieses Musters ist sehr gut möglich, denn nach der von Nadir-Shah (1688-1747) befohlenen Umsiedlung großer Bevölkerungsteile vom heutigen West-Afghanistan nach West-Persien, taucht es vermehrt dort auf. 

Das wohl schon uralte Musterensemble setzt sich aus mehreren, interpretierbaren Einzelteilen zusammen. 

Dargestellt sind ein auf die Spitze gestellter Rhombus mit einer im Zentrum aufgehängten Blüte - wohl eine Margerite darstellend, möglicherweise aber auch die Erde als Zentrum allen Seins in diesem Quadrat symbolisierend. An den oberen und unteren Spitzen sitzen stilisierte Lotosblüten auf, ein Hinweis auf die Verbindung nach China. Die seitlichen Spitzen laufen aus in Päonien. Diese, auch Bauernrose genannte Blüte, nimmt in China den Platz der Königin der Blumen ein und gelangte über die Seidenstraße nach Westen. 

Alle vier Seiten des Ensembles werden von halbmondförmigen, lanzettartigen Blättern flankiert, die auch als Fische (Pers. Mahi) gedeutet werden, daher die persische Bezeichnung Mahi-to-hos, zu Deutsch “Fische im Teich“.

Die sehr bildliche Benennung geht davon aus, dass das Teppichinnenfeld einem Teich gleichzusetzen ist. Als Begriffsbestimmung klingt diese Auffassung auch in Europa an, wo man die Teppichumrandung als Bordüre bezeichnet, ein Wort aus dem Französischen, das Uferrand bedeuten kann.

Der immense Mengen Eier produzierende Fisch war in vielen altorientalischen Naturreligionen ein Symbol für Fruchtbarkeit und fand auf diese Weise Eingang in die von je her religiös geprägte Kunst. Es könnte aber auch ein altiranischer Mythos zu Grunde liegen, nach dem zwei gigantische Wale die Erdscheibe in Rotation halten.

Das Herati-/Fisch-Muster/Mahi-to-hos sicher das derzeit verbreitetste Dessin in persischen Teppichen. Man findet es Innenflächen deckend - allover mit oder ohne Medaillon - vorwiegend in den Provenienzen (Ursprung, Herkunft) Ardebil, Bidjar, Birdjend, Ghiassabad, Ferahan, Khoy, Marand, Moud, Sarab-Madjajechi, Sarough, Senneh/Sanandadj und Täbriz. Doch es taucht auch auf in den süd-persischen Teppichen des Fars-Gebietes, im Hamadan-Gebiet, sowie im Kaukasus und ist als Begleitmuster in fast allen Provenienzen iranweit vertreten. Außerdem wird es in Indien und China nachgeknüpft. In türkischen Knüpfungen ist es jedoch kaum vertreten. 

(Abb.: Bidjar)

Medaillon

Primärornament im Teppich 

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Das Medaillon ist eine vielfach in Orientteppichen vorkommende Musterform im Mittelfeld. Die Formen selbst sind überaus verschieden, es gibt zum Beispiel Rauten-, Rosetten und Oval-Medaillons.

(Abb.: Kaschmar)

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