Sobald Du Dich für einen Bodenbelag entschieden hast, musst Du nicht nur die Verlegefläche berechnen, sondern auch den möglichen Verschnitt einkalkulieren. So vermeidest Du, dass Dir auf den letzten Metern doch noch das Material ausgeht.
Was ist Verschnitt?
Die wenigsten Räume sind ideal quadratisch. Schiefe Wände, Tür- oder Fensternischen und auch verwinkelte Ecken sorgen dafür, dass Du die Planken zuschneiden musst und so Materialreste anfallen. Diese Materialreste werden auch Verschnitt genannt. Je verwinkelter der Raum, desto mehr Verschnitt musst Du einrechnen.
Wie kann der Verschnitt berechnet werden?
Der Verschnitt, der eingerechnet werden muss, variiert je nach Grundriss des Raumes. Als grobe Richtlinie kannst Du bei geraden Räumen mit ca. 5 – 8 % Verschnitt rechnen. Bei verwinkelten Räumen und Fluren kannst Du mit einem Verschnitt von ca. 10 – 12 % rechnen.
Berechne im ersten Schritt immer die Grundfläche des Raumes. Dabei solltest Du sehr genau arbeiten. Bei verwinkelten Räumen kannst Du den Raum in kleinere Quadrate aufteilen und zunächst von den einzelnen Quadraten die Grundflächen berechnen. Am Ende addierst Du alle Grundflächen. Auf die Summe kalkulierst Du dann den entsprechenden Verschnitt.
Folgende Faustformel kannst Du zur Berechnung des Verschnitts heranziehen:
Materialbedarf = Verlegefläche in m² + Verschnitt in %
Bei einem Zimmer mit 30 m² Grundfläche und einem kalkulierten Verschnitt von 5 % sieht die Berechnung folgendermaßen aus:
30 m² x 1,05 = 31,5 m²
Bitte beachte: Die Angaben zum Verschnitt dienen als Richtwerte und Kalkulationshilfen. Der Verschnitt kann von Raum zu Raum variieren. Daher können wir hier keine Gewähr übernehmen.