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Persischer Sirjan Sumach ca. 249 x 359 cm, Unikat / Einzelstück
Artikel-Nr.: 900199026-050 U17

Produktinformationen "Persischer Sirjan Sumach"

Ein Sumach gehört zu den bekanntesten flach gewebten Orientteppichen. Seine Muster sind sehr fein und werden primär durch die Schussfäden gebildet. Die dabei angewandte Webform nennt man auch Wickeltechnik. Da bei dieser besonderen Webtechnik die überstehenden Schussenden nicht zurückgeführt werden, hängen sie an der Rückseite locker und wirr heraus. Der Soumakh ist an dieser webtypischen Eigenart leicht zu erkennen. - Durch den typischen weichen, deckenartigen Charakter des Kelims empfehlen wir eine trittfedernde und rutschhemmende Teppichunterlage zwischen Fußboden und Teppich zu legen. Sie finden unsere KIBEK ALLSTOP-SUPER unter 'Teppiche' in der Kategorie 'Teppichunterlagen' hier bei uns im Onlineshop.
Gesamthöhe: ca. 4 mm
Grundgewebe: Wolle
Größe: ca. 249 x 359 cm
Herkunft: Persien
Marke: Kibek-Echt-Orient
Muster: Individuell1
Provenienz: Sumach
Verarbeitung: handgewebt

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Unikat

Einzelstück, Unikum – für Menschen, die das Besondere lieben

Das Wort „Unikat“ leitet sich von dem lateinischen Wort „unus“ ab. „Unus“ bedeutet „einer“ oder „ein einziger“.

Handgeknüpfte Orientteppiche sind überwiegend Unikate. Nomaden und Bauern knüpfen ausschließlich Einzelstücke: Ein Teppich ist fertig und beim nächsten Mal wird ein anderes Dessin geknüpft, oft auch ein anderes Maß oder man belässt das Muster und ändert nur die Farbzusammenstellung.

Auch Manufakturware sind überwiegend Unikate. Es wird zwar nach Mustervorlage geknüpft, aber es sitzen meist mehrere Knüpfer an einem Knüpfstuhl. Dadurch entstehen Ungleichmäßigkeiten und auch Abweichungen von der Vorlage. Diese „Knüpffehler“ zeigen die Einzigartigkeit handgeknüpfter Orientteppiche.

Eingeschränkt trifft das Wort "Unikat" auch auf Teppiche aus Kleinateliers zu. Für Manufakturen, die ihre Teppiche nach, auf Millimeterpapier vorgezeichneten Mustern knüpfen lassen, muss sich dieser kostspielige Aufwand lohnen und daher lassen sie dasselbe Muster mehrmals knüpfen. Dennoch kann man auch bei solch mehrfacher Auflage, die auf Stückzahlen von maximal vier bis sechs Teppichen begrenzt ist, von einem Unikat sprechen. Würde man nämlich die jeweiligen Stücke ganz genau vergleichen, lassen sich trotz Musterpatrone und exakter Handwerksarbeit noch genügend Abweichungen finden.

Auch Kaschmir-Teppiche sind Unikate. Eine Art „Vorbeter“ liest aus einer, Talim genannten Musteranweisung, das Dessin detailliert Knoten für Knoten, den auf mehrere Knüpfstühle verteilten Knüpfern, vor. Die Knüpfer folgen im gleichmäßigen Takt dem Singsang des Vorlesers und setzen ihre Knoten. Alle gleichzeitig. Trotzdem passieren so viele „Fehler“, dass nie ein Stück dem anderen voll identisch gleicht.

(Abb.: Ghom)