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Nain 6 Lah Habibian ca. 108 x 155 cm, Unikat / Einzelstück
Artikel-Nr.: 900324617-070 U17

Produktinformationen "Nain 6 Lah Habibian"

Der Nain zählt zu den wichtigsten und bekanntesten Teppichprovenienzen Persiens und hat eine alte Web-Tradition. Dem feinen 6Lah- oder Schisch-Lah Nain ist der Ruhm dieser Provenienz zu verdanken. Er gilt im gesamten Orient als besonders hochwertiger feiner Orientteppich. Typisch für den Nain sind florale Muster, deren Konturen mit Seide betont werden. Echte Habibian-Nains sind relativ selten und recht gut zu erkennen, denn ihr Duktus (Stil, Stilrichtung) ist ‘kurviger’ als die Linienführung der anderen Knüpfungen - Dieser hochwertige Nain 6 Lah wurde mit Korkwolle handgeknüpft. Korkwolle ist eine besonders feinfädige, seidige und hochwertige Schurwolle.
Gesamthöhe: ca. 6 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Größe: ca. 108 x 155 cm
Herkunft: Persien
Knoten pro m²: ca. 720.000 Knoten pro m²
Marke: Kibek-Echt-Orient
Muster: Palmetten, Gabelranken, Medaillon
Provenienz: Nain
Signatur: Habibian
Verarbeitung: handgeknüpft

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Unikat

Einzelstück, Unikum – für Menschen, die das Besondere lieben

Das Wort „Unikat“ leitet sich von dem lateinischen Wort „unus“ ab. „Unus“ bedeutet „einer“ oder „ein einziger“.

Handgeknüpfte Orientteppiche sind überwiegend Unikate. Nomaden und Bauern knüpfen ausschließlich Einzelstücke: Ein Teppich ist fertig und beim nächsten Mal wird ein anderes Dessin geknüpft, oft auch ein anderes Maß oder man belässt das Muster und ändert nur die Farbzusammenstellung.

Auch Manufakturware sind überwiegend Unikate. Es wird zwar nach Mustervorlage geknüpft, aber es sitzen meist mehrere Knüpfer an einem Knüpfstuhl. Dadurch entstehen Ungleichmäßigkeiten und auch Abweichungen von der Vorlage. Diese „Knüpffehler“ zeigen die Einzigartigkeit handgeknüpfter Orientteppiche.

Eingeschränkt trifft das Wort "Unikat" auch auf Teppiche aus Kleinateliers zu. Für Manufakturen, die ihre Teppiche nach, auf Millimeterpapier vorgezeichneten Mustern knüpfen lassen, muss sich dieser kostspielige Aufwand lohnen und daher lassen sie dasselbe Muster mehrmals knüpfen. Dennoch kann man auch bei solch mehrfacher Auflage, die auf Stückzahlen von maximal vier bis sechs Teppichen begrenzt ist, von einem Unikat sprechen. Würde man nämlich die jeweiligen Stücke ganz genau vergleichen, lassen sich trotz Musterpatrone und exakter Handwerksarbeit noch genügend Abweichungen finden.

Auch Kaschmir-Teppiche sind Unikate. Eine Art „Vorbeter“ liest aus einer, Talim genannten Musteranweisung, das Dessin detailliert Knoten für Knoten, den auf mehrere Knüpfstühle verteilten Knüpfern, vor. Die Knüpfer folgen im gleichmäßigen Takt dem Singsang des Vorlesers und setzen ihre Knoten. Alle gleichzeitig. Trotzdem passieren so viele „Fehler“, dass nie ein Stück dem anderen voll identisch gleicht.

(Abb.: Ghom)