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Gashgai ca. 103 x 170 cm, Unikat / Einzelstück
Artikel-Nr.: 900343278-066 U17

Produktinformationen "Gashgai"

Gashgai-Teppiche sind die Könige unter den Nomadenteppichen. Knüpfvorlagen gibt es bei den Ghashgai nicht. Die Knüpferinnen haben ein sehr gutes Gedächtnis. Sie brauchen ein interessantes Motiv nur einmal zu sehen oder erzählt zu bekommen. Alle Teppiche werden aus dem Gedächtnis geknüpft und sind daher nie gleich. Die Ornamente werden immer anders angeordnet oder die Farben unterscheiden sich. Das Grundgewebe und der Flor sind aus reiner Schafwolle.
Gesamthöhe: ca. 11 mm
Grundgewebe: Wolle
Größe: ca. 103 x 170 cm
Herkunft: Persien
Knoten pro m²: ca. 145.000 Knoten pro m²
Marke: Kibek-Echt-Orient
Muster: Baummotiv, Boteh, Stangenmedaillon
Provenienz: Gashgai
Verarbeitung: handgeknüpft

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Unikat

Einzelstück, Unikum – für Menschen, die das Besondere lieben

Das Wort „Unikat“ leitet sich von dem lateinischen Wort „unus“ ab. „Unus“ bedeutet „einer“ oder „ein einziger“.

Handgeknüpfte Orientteppiche sind überwiegend Unikate. Nomaden und Bauern knüpfen ausschließlich Einzelstücke: Ein Teppich ist fertig und beim nächsten Mal wird ein anderes Dessin geknüpft, oft auch ein anderes Maß oder man belässt das Muster und ändert nur die Farbzusammenstellung.

Auch Manufakturware sind überwiegend Unikate. Es wird zwar nach Mustervorlage geknüpft, aber es sitzen meist mehrere Knüpfer an einem Knüpfstuhl. Dadurch entstehen Ungleichmäßigkeiten und auch Abweichungen von der Vorlage. Diese „Knüpffehler“ zeigen die Einzigartigkeit handgeknüpfter Orientteppiche.

Eingeschränkt trifft das Wort "Unikat" auch auf Teppiche aus Kleinateliers zu. Für Manufakturen, die ihre Teppiche nach, auf Millimeterpapier vorgezeichneten Mustern knüpfen lassen, muss sich dieser kostspielige Aufwand lohnen und daher lassen sie dasselbe Muster mehrmals knüpfen. Dennoch kann man auch bei solch mehrfacher Auflage, die auf Stückzahlen von maximal vier bis sechs Teppichen begrenzt ist, von einem Unikat sprechen. Würde man nämlich die jeweiligen Stücke ganz genau vergleichen, lassen sich trotz Musterpatrone und exakter Handwerksarbeit noch genügend Abweichungen finden.

Auch Kaschmir-Teppiche sind Unikate. Eine Art „Vorbeter“ liest aus einer, Talim genannten Musteranweisung, das Dessin detailliert Knoten für Knoten, den auf mehrere Knüpfstühle verteilten Knüpfern, vor. Die Knüpfer folgen im gleichmäßigen Takt dem Singsang des Vorlesers und setzen ihre Knoten. Alle gleichzeitig. Trotzdem passieren so viele „Fehler“, dass nie ein Stück dem anderen voll identisch gleicht.

(Abb.: Ghom)