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Tachte Djamschid

Persischer Name für Persepolis

Tachte Djamschid ist der persische Name für die achämenidische Königsmetropole Persepolis. Eine Bezeichnung, die bei uns aus dem Griechischen übernommen wurde, was schlicht „Stadt der Perser“ heißt. Ihr persischer Name hingegen bezieht sich auf Djamschid, den legendären Gründer der Dynastie der Achämeniden ((675 bzw. 559 bis 330 v.Chr.) und bedeutet: „Thron des Djamschid“. Er steht zugleich für den Palast Daraios‘ des Großen (von 522 bis 485 v.Chr.).

In Koliai- und Garrus-Knüpfungen der Kurden West-Persiens bezeichnet Tachte Djamschid ein signifikantes Teppichmuster, das meist im Innenfeld des Teppichs am Bordürenrand zu finden ist. Da überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem antiken Baukomplex zu erkennen ist, läßt sich aus der Gestaltung des Dessins keine Begründung der Musterbezeichnung herleiten. Zudem hatten die Kurden West-Persiens in früheren Zeiten kaum Verbindung mit dem weit entfernt liegenden Stammland der Perser, dem Fars-Gebiet. Anzunehmen ist eher, daß hier einst eine willkürliche Namensgebung erfolgte, die ursprünglich nichts mit dem heutigen Namen zu tun hat.

(Abb.: Shiraz)