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Koliai Hamadan ca. 100 x 158 cm, Unikat / Einzelstück
Artikel-Nr.: 900334471-070 U17

Produktinformationen "Koliai Hamadan"

Koliai gehört zur Provinz Kermanshah im Westen Persiens. Gehandelt werden die Teppiche in Hamadan. Im Koliai finden sich die unterschiedlichsten Dessins anderer Provenienzen, die in einer kurdentypischen Art und Weise, in völlig anderen Farben, geknüpft werden. Meist ist die Farbgebung der Teppiche eher dunkel. Der hohe Flor ist aus guter Bergschafwolle und besonders haltbar.
Gesamthöhe: ca. 12 mm
Grundgewebe: Baumwolle
Größe: ca. 100 x 158 cm
Herkunft: Persien
Knoten pro m²: ca. 95.000 Knoten pro m²
Marke: Kibek-Echt-Orient
Muster: Rosetten, Raute
Provenienz: Hamadan
Verarbeitung: handgeknüpft

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Unikat

Einzelstück, Unikum – für Menschen, die das Besondere lieben

Das Wort „Unikat“ leitet sich von dem lateinischen Wort „unus“ ab. „Unus“ bedeutet „einer“ oder „ein einziger“.

Handgeknüpfte Orientteppiche sind überwiegend Unikate. Nomaden und Bauern knüpfen ausschließlich Einzelstücke: Ein Teppich ist fertig und beim nächsten Mal wird ein anderes Dessin geknüpft, oft auch ein anderes Maß oder man belässt das Muster und ändert nur die Farbzusammenstellung.

Auch Manufakturware sind überwiegend Unikate. Es wird zwar nach Mustervorlage geknüpft, aber es sitzen meist mehrere Knüpfer an einem Knüpfstuhl. Dadurch entstehen Ungleichmäßigkeiten und auch Abweichungen von der Vorlage. Diese „Knüpffehler“ zeigen die Einzigartigkeit handgeknüpfter Orientteppiche.

Eingeschränkt trifft das Wort "Unikat" auch auf Teppiche aus Kleinateliers zu. Für Manufakturen, die ihre Teppiche nach, auf Millimeterpapier vorgezeichneten Mustern knüpfen lassen, muss sich dieser kostspielige Aufwand lohnen und daher lassen sie dasselbe Muster mehrmals knüpfen. Dennoch kann man auch bei solch mehrfacher Auflage, die auf Stückzahlen von maximal vier bis sechs Teppichen begrenzt ist, von einem Unikat sprechen. Würde man nämlich die jeweiligen Stücke ganz genau vergleichen, lassen sich trotz Musterpatrone und exakter Handwerksarbeit noch genügend Abweichungen finden.

Auch Kaschmir-Teppiche sind Unikate. Eine Art „Vorbeter“ liest aus einer, Talim genannten Musteranweisung, das Dessin detailliert Knoten für Knoten, den auf mehrere Knüpfstühle verteilten Knüpfern, vor. Die Knüpfer folgen im gleichmäßigen Takt dem Singsang des Vorlesers und setzen ihre Knoten. Alle gleichzeitig. Trotzdem passieren so viele „Fehler“, dass nie ein Stück dem anderen voll identisch gleicht.

(Abb.: Ghom)