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Handtufting

Spezielles Verfahren zur Florteppichherstellung 

Bei diesem halbmanuellen Teppichherstellungsverfahren werden mit Hilfe einer Einnadelmaschine, von der Rückseite eines bestehenden Trägergewebes, Garnbüschel (Engl. tuft = Haarbüschel) als Florgarn eingetragen. Es sind also keine Knoten, sondern Schlaufen. Auf diese Weise entsteht jedes beliebige Muster. Dieses Muster kann später entsprechend getrimmt, aber auch mit Reliefschur versehen werden.

Im Gegensatz zu einem Knüpfteppichaufbau, der Querreihe für Querreihe entsteht, wobei sich zugleich das Grundgewebe mit aufbaut, kann beim Tufting partiell und damit musterkonform auf einem bereits fertigen Gewebefundament gearbeitet werden. Abweichend vom Knüpfen, das dies nicht so einfach macht, können bei gröberen Einstellungen problemlos auch Rundungen gearbeitet werden. Die Variationsmöglichkeiten der Format-, Muster- und Farbgestaltung sind somit unbegrenzt.

Um den Schlingenbögen festen Halt zu verleihen, werden sie nach Fertigstellung des Teppichs an der Rückseite mit flüssigem Latex oder anderen Bindemitteln kaschiert bzw. verleimt. In diesem Fall bezeichnet man sie dann als (Latex)-back-Tuftings. Anschließend wird ein Deckgewebe hinternäht.

Hauptproduktionsländer sind China (Tientsin) mit Hongkong, Singapur und Indien. Tuftings werden aber auch in Deutschland produziert, wo man teils hochwertige Designerteppiche nach diesem Verfahren in Kleinstmengen herstellt.

(Abb.: Designerteppich Flame)