Turkeman
Orientteppich aus der Volksgruppe der Turkmenen
Die Turkmenen sind eine Volksgruppe, die seit Jahrhunderten das transkaspische Gebiet zwischen dem Kaspischen Meer, dem Amudarja, dem Aralsee, dem nordafghanischen sowie dem nord-ost-persischen Grenzgebiet bewohnt. Die Turkmenen setzen sich aus einer Vielzahl von Stämmen zusammen, welche in den letzten Jahrhunderten zum größten Teil als viehzüchtende Nomaden lebten, aber auch teilweise als seßhafte Ackerbauern und handeltreibende Oasenbewohner. Zur Volksgruppe der Turkmenen gehören unter anderem die Salor, Tekke und Yomouth.
Die kriegerische Lebensweise, besonders im 19. Jhdt., machte die Turkmenen zu gefürchteten Gegnern. Heute sind die meisten Turkmenen seßhaft.
Weltberühmt wurden die Turkmenen jedoch nicht durch ihre Lebensweise, sondern durch ihre alles überragende Teppichknüpfkunst. Turkmenen schufen unter denkbar ungünstigsten Verhältnissen Kunstwerke aus Wolle, Baumwolle und Seide, die zu den völkerkundlichen Kostbarkeiten des Orients gezählt werden.
Hauptmotiv dieser Turkeman-Teppiche ist meist das Gül, das jeweilige Stammeszeichen.
(Abb.: Turkeman – mit dem Stammeszeichen der Tekke)